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Seit 2006 trägt die Kaserne in Pfungstadt bei Darmstadt den Namen des Wehrmachtsoffiziers Karl Plagge, der rund 250 Juden vor der Ermordung bewahrte.
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Seit 2006 trägt die Kaserne in Pfungstadt den Namen des Wehrmachtsoffiziers Karl Plagge, der rund 250 Juden vor der Ermordung bewahrte.

Darmstadt / Pfungstadt

Bundeswehr-Umzug: Plagge-Kaserne wird für 300 Millionen Euro saniert

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Bis 2031 will die Bundeswehr die Starkenburg-Kaserne schließen und das Werk der Heeresinstandhaltungslogistik ins Saarland und nach Brandenburg verlagern. Als weiterer Standort eines neuen Stützpunkts wird die Major-Karl-Plagge-Kaserne in Pfungstadt bei Darmstadt gehandelt. Die Stadt Darmstadt muss sich aber mit dem Bau von Wohnungen am alten Standort noch gedulden.

  • Bis 2031 soll die Starkenburg-Kaserne in Darmstadt geschlossen werden.
  • Die Bundeswehr plant eine Umsiedlung des Standorts auch in die Plagge-Kaserne in Pfungstadt.
  • Die Beschäftigten der Darmstädter Kaserne sollen in Pfungstadt weiterbeschäftigt werden.

Nach der bis 2031 beabsichtigten Schließung des Ausbesserungswerks für Panzer und andere Militärfahrzeuge in der Starkenburg-Kaserne in Darmstadt könnte ein Teil der Beschäftigten im benachbarten Pfungstadt einen neuen Arbeitsplatz finden.

Das Bundesverteidigungsministerium erwägt, einen neuen Standort für die Heeresinstandhaltungslogistik (HIL) in der südlich des Darmstädter Stadtteils Eberstadt gelegenen Major-Karl-Plagge-Kaserne zu etablieren. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die auch auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Alexander Müller aus dem Rheingau-Taunus-Kreis im Dezember gestellt wurde.

Pfungstadt: Personal aus Darmstadt soll in Bundeswehrkaserne weiterbeschäftigt werden

In der Antwort der Bundesregierung heißt es, dass die Aufgaben des HIL-Werks in Darmstadt „sukzessive“ in die beiden anderen Werke im St. Wendel im Saarland und nach Doberlug-Kirchhain in Brandenburg verlagert werden sollten. Parallel dazu werde „ein neuer Flächenstützpunkt der HIL GmbH im Raum Darmstadt errichtet“. Für das im Werk Darmstadt eingesetzte Personal werde „eine Weiterbeschäftigung in dem neuen Stützpunkt sichergestellt“, schreibt die Bundesregierung. In dem Werk nordwestlich des Darmstädter Hauptbahnhofs arbeiten rund 200 Bundeswehrangehörige und zivile Beschäftigte.

„Betrachtungen zu möglichen Konversionsflächen“ würden allerdings erst nach Vorliegen der Untersuchungen für den Aufbau des neuen Stützpunkts durchgeführt. „Solange die Starkenburg-Kaserne für Zwecke des Bundes nicht entbehrlich ist, kommt auch eine Veräußerung nicht in Betracht.“ Es dürfte somit noch etliche Jahre dauern, bis – wie von der Stadt Darmstadt geplant – auf dem fast 30 Hektar großen Kasernenareal Wohnungen für 5000 Menschen zur Verfügung stehen.

Plagge-Kaserne in Pfungstadt bei Darmstadt soll bis 2031 saniert werden

Bis 2031 soll die Plagge-Kaserne, die sich bereits auf der Gemarkung der Stadt Pfungstadt befindet, für rund 300 Millionen Euro saniert und zu einem wichtigen Logistikstandort für die Bundeswehr und die Nato ausgebaut werden. Vorgesehen ist nach Angaben der Bundesregierung auch, die zivilberufliche Ausbildungswerkstatt von der Darmstädter in die Pfungstädter Kaserne zu verlagern.

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