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Der Schirmherr des Projekts LieferradDA, Oberbürgermeister Jochen Partsch, darf erst mal strampeln. Im Transportkorb Florian Treiber, daneben Buchhändlerin Imke Karrock mit Büchern zum Ausliefern.
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Der Schirmherr des Projekts LieferradDA, Oberbürgermeister Jochen Partsch, darf erst mal strampeln. Im Transportkorb Florian Treiber, daneben Buchhändlerin Imke Karrock mit Büchern zum Ausliefern.

Darmstadt

Einkaufen in Darmstadt: Lastenräder liefern Bücher, Wein und Spielzeug nach Hause

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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In Darmstadt können Geschäfte per Radkurier ihre Waren ausliefern lassen. Jetzt will die Stadt das Projekt unterstützen. Gesucht wird auch eine Betreiberfirma.

Lieferando kennt jeder – das ist der Lieferdienst, der meist per Fahrrad die Pizza bringt. In Darmstadt heißt der Lieferdienst LieferradDA und bringt Bücher, Wein, Spielsachen, Kleidung, Blumen und Sanitätsartikel.

Mehr als 40 Geschäfte in Darmstadt nutzen Lieferdienst

An dem gemeinsamen Projekt der Hochschule Darmstadt (HDA) und der Frankfurter University of Applied Sciences (UAS) beteiligen sich bislang 42 Geschäfte. „Wir liefern von Arheilgen im Norden bis Eberstadt im Süden“, sagt Koordinator Florian Treiber. Er studiert in Darmstadt Logistikmanagement.

Das gesamte fünfköpfige Lieferrad-Team besteht aus Studierenden aus Darmstadt und Frankfurt. Das Projekt läuft seit Mai 2020 und wird vom hessischen Wirtschaftsministerium gefördert. Seit Beginn seien mehr als 2600 Pakete an 1500 Kundinnen und Kunden ausgeliefert worden, teilte die Hochschule mit.

Radelnder Oberbürgermeister von Darmstadt Schirmherr von LieferradDA

Jetzt hat Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) die Schirmherrschaft übernommen. Er kündigte am Mittwoch an, die Stadt wolle das Projekt unterstützen, denn es „passt perfekt zur Radstrategie der Stadt“. Es verknüpfe Gesundheitsschutz, entlaste den Stadtverkehr und fördere den örtlichen Einzelhandel. Denkbar sei eine Zusammenarbeit mit dem Citymarketing, die Gründung eines Vereins und das Sponsoring von weiteren Lastenrädern.

Suche nach Betreiberfirma für Radlieferdienst in Darmstadt

Auch soll bis Jahresende eine kommerzielle Betreiberfirma gefunden werden. „Damit sich LieferradDA weiter etablieren kann, braucht es jetzt eine dauerhaft tragfähige Lösung“, sagt Axel Wolfermann, Experte für Verkehrswesen an der HDA.

Imke Karrock, Inhaberin des Buchladens am Marktplatz, ist eine der Pionierinnen des Angebots. Im ersten Lockdown habe man noch die bestellten Bücher selbst ausgefahren und dafür bis spätabends gearbeitet. „Für uns ist LieferradDA ein Glücksfall“, sagt die Buchhändlerin. So könne sie ihren Kunden Lieferungen noch am selben Tag anbieten und damit den großen Onlinehändlern etwas entgegensetzen.

Keine Unterstützung von der Stadt Frankfurt für das Projekt

Kai-Oliver Schocke, Professor für Logistik an der UAS, ist in Frankfurt federführend an dem zugrunde liegenden Forschungsprojekt beteiligt. Leider sei man in Frankfurt gar nicht erst zur Umsetzung gekommen, sagt er der FR. Es habe an der Unterstützung durch die Stadt gefehlt. Für Darmstadt wolle man nun auch ein Fahrrad mit Container bestellen, das von Juni an unterwegs sein soll. Es könne sogar Kühlschränke transportieren und damit die zahllosen Kleinstlaster, die den Stadtverkehr belasteten, ersetzen.

Liefern lassen

Kunden und Kundinnen , die sich von LieferradDA beliefern lassen wollen, müssen sich an das Geschäft wenden, von dem sie beliefert werden möchten. Wenn dieses noch nicht dabei ist, kann es einfach Kontakt zu LieferradDA aufnehmen.

Einzelhändler:innen können per Bestellformular Lieferaufträge bei LieferradDA über Mail senden. Aufträge, die bis 12 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag geliefert.

Die Abholung und Auslieferung erfolgt zwischen 14 und 20 Uhr. Ist der Kunde / die Kundin nicht vor Ort, wird die Lieferung am darauffolgenden Tag zugestellt. Beliefert wird das gesamte Stadtgebiet. Der Service ist derzeit noch kostenlos. cka

Kontakt und Infos: lieferradda.de

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