Darmstadt

Darmstadt bekommt eine neue Fußgängerbrücke

  • schließen

Das Bauwerk führt über die Rheinstraße und soll Ende 2020 fertiggestellt sein.

Darmstadt hat mit dem Bau der Fuß- und Radwegbrücke westlich des Mozart-Turmes begonnen. Details des Projekts hat Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch (Grüne) am Montag erläutert.

In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Fußgänger, die vom Hauptbahnhof zum Technologiezentrum (TZ) Rhein-Main und zurück strömen, stetig zugenommen, sagte Partsch. „Die neue Brücke soll diese Fußgängerströme aufnehmen und gefahrlos über die Rheinstraße und die stark frequentierten benachbarten Kreuzungen führen.“ Zudem werde mit dem Bau der Brücke eine Hauptfahrradroute sinnvoll fortgesetzt.

Vor allem morgens und abends während des Berufsverkehrs könnten die vorhandenen Fußgängerfurten die hohe Zahl der Passanten kaum noch bewältigen. Oft müssten die Menschen, um die Rheinstraße zu queren, zum Teil auf der Fahrbahn auf die nächste Grünphase warten.

Die neue Brücke wird über die Rheinstraße führen, die als wichtigste Stadteinfahrt für den Autoverkehr in Richtung des Darmstädter Kreuzes (Autobahnen A 5 und A 67) dient. Die Konstruktion des Brückenbauwerkes besteht aus einem Stahlbau mit V-förmigen Stahlhohlprofilstützen. Für Fußgänger sind dabei am Ende der Überquerung Treppen und für Rad- sowie Rollstuhlfahrer zwei asymmetrisch gewundene Rampen vorgesehen. Im Vorfeld ist bereits die Fahrleitung der Straßenbahn an der Haltestelle „TZ Rhein Main“ angepasst worden. Die Kampfmittelsondierung und Suchschachtungen, um Versorgungsleitungen zu lokalisieren, folgten. In den Herbstferien soll die Mittelstreifenüberfahrt erstellt werden. Danach stehen die Baugruben und Fundamente für das nördliche und südliche Baufeld an, informiert die Stadt. Die Montage der Stahlbauteile ist für die Sommerferien 2020 geplant, die Fertigstellung für Ende 2020.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6,8 Millionen Euro. Davon entfallen auf die Anpassung der Fahrleitung für die Straßenbahn rund 360 000 Euro. Die reinen Baukosten e betragen rund 5,6 Millionen Euro. Für Planungsleistungen und Ingenieurhonorare sind rund 690 000 Euro angefallen, für Gutachten, Baufachüberwachung und ähnliches 150 000 Euro. (diu)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare