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Darmstadt: Auf den Spuren der versteckten Kinder

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Von: Jonas Nonnenmann

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Ursprünglich wurde Brot in die Häuschen gelegt.
Ursprünglich wurde Brot in die Häuschen gelegt. © Verein für internationale Waldk

Um ihre Kinder zu retten, versteckten jüdische Eltern ihre Kinder einst im Wald. Daran erinnert eine Installation auf dem Waldkunstpfad. Der Verein für Internationale Waldkunst bietet Führungen an.

Um ihre Kinder vor dem Tod zu retten, kamen einige jüdische Eltern während der Nazi-Verfolgung auf die Idee, ihre Kinder in den Wäldern zu verstecken. Daran erinnert die Installation „Versteckte Kinder“ der amerikanischen Nature-Art-Künstlerin Laurie Beth Clark auf dem Waldkunstpfad am Böllenfalltor. Wie der Verein für Internationale Waldkunst mitteilt, hatte Clark bereits vor 19 Jahren 100 Minihäuser aus Holz gebaut und im Wald verteilt. Besucher:innen konnten Steinchen hineinlegen, als Symbol für die einst dort deponierten Brotstückchen.

Weil das Holz mit der Zeit verwitterte, beschlossen die Kuratorin des Waldkunstpfades, Ute Ritschel, und Clark, drei Häuschen in einer Metallkonstruktion nachzubauen. Für die Veranstaltungsreihe „100 Tage, 1700 Jahre – jüdisches Leben in Darmstadt“ bietet der Verein für Internationale Waldkunst fünf Sonderführungen zu der Installation an. Den etwa zweistündigen Rundgang ergänzt ein Video, in dem die Künstlerin Clark über die Entstehung berichtet. Das Video ist per QR-Code abrufbar. Die erste Führung startet laut Ankündigung am Sonntag, 19. September; es folgen weitere am 26.9., 30.9., 3.10. und 10.10. Beginn ist jeweils um 15 Uhr am Treffpunkt Waldparkplatz hinter dem Polizeipräsidium in der Klappacher Straße. Die Teilnahme kostet acht Euro. jon

Anmeldungen beim Waldkunstverein unter info@waldkunst.com oder telefonisch unter 06151 / 789 95 37

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