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Darmstadt: Landtagsabgeordnete wollen Direktmandate verteidigen

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Von: Jens Joachim

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Bijan Kaffenberger (SPD) will im Herbst 2023 im Wahlkreis 50 wieder Direktmandat gewinnen.
Bijan Kaffenberger (SPD) will im Herbst 2023 im Wahlkreis 50 wieder Direktmandat gewinnen. © SPD Darmstadt

Zur Landtagswahl in einem Jahr wollen Hildegard Förster-Heldmann (Grüne), Bijan Kaffenberger, Heike Hofmann (beide SPD) und Manfred Pentz (CDU) wieder antreten.

Die Landtagswahl im Herbst nächsten Jahres wirft in und um Darmstadt ihre Schatten voraus. Zwar steht der Termin für den Urnengang noch nicht fest, aber die Parteien sind schon dabei, ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu nominieren.

Bei der Wahl Ende Oktober 2018 errang Hildegard Förster-Heldmann (Grüne) im Wahlkreis 49 (Darmstadt I) das Direktmandat. Die Co-Vorstandssprecherin der Darmstädter Grünen, die seit fünf Jahren Landtagsabgeordnete ist, setzte sich vor vier Jahren mit 31,3 Prozent der Stimmen sowohl gegen den SPD-Vorsitzenden Tim Huß, der auf 25,1 Prozent kam, als auch gegen Irmgard Klaff-Isselmann (CDU) durch, die nur 16,8 Prozent der Stimmen erhielt, nachdem sie 2013 noch das Direktmandat knapp gewonnen hatte.

SPD nominiert Kaffenberger - Ewald und Förster-Heldmann bewerben sich bei den Grünen

Sowohl Förster-Heldmann wie auch Co-Vorstandssprecher Andreas Ewald haben dem Parteivorstand bereits mitgeteilt, dass sie am 25. November auf der Nominierungsversammlung der Grünen im Justus-Liebig-Haus als Wahlkreisdirektkandidaten gewählt werden wollen. Förster-Heldmann will wieder im Wahlkreis 49 antreten, Ewald im Wahlkreis 50 (Darmstadt II ). Während der Wahlkreisversammlung können laut Förster-Heldmann noch weitere Bewerbungen abgegeben werden.

Die SPD hat am Samstag auf einer Wahlkreiskonferenz in Reinheim-Georgenhausen Bijan Kaffenberger einstimmig zum Landtags-Direktkandidaten für den Wahlkreis 50 nominiert. Der 33-jährige Volkswirt hatte vor vier Jahren mit 28,3 Prozent der Stimmen der früheren hessischen Kultusministerin Karin Wolff (CDU) das Direktmandat abgejagt.

Peter Franz (CDU) soll im Wahlkreis Darmstadt II auf Karin Wolff folgen

Für Wolff wurden bei der Wahl vor vier Jahren 24,2 Prozent der Stimmen abgegeben und für Philip Krämer (Grüne) votierten 23,9 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Wer für die SPD im Wahlkreis 49 antritt und ob der SPD-Unterbezirksvorsitzende Tim Huß abermals kandidiert, soll nach Angaben von Parteigeschäftsführer Justin Witzeck erst im Januar entschieden werden.

Für die CDU wird Wolff, die inzwischen Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main ist, bei der Wahl im Herbst kommenden Jahres jedenfalls nicht wieder auf den Wahlzetteln im Wahlkreis 50 stehen. Die Vorstände der CDU aus Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg haben kürzlich jeweils einstimmig beschlossen, den Delegierten der Wahlkreisversammlung Peter Franz, den Vorsitzenden der Eberstädter CDU, als Wahlkreisbewerber vorzuschlagen.

Landtagswahl 2023 in Darmstadt: FDP nominiert von Buttlar und Willenbücher

Der 54-jährige Franz arbeitet als selbstständiger Rechtsanwalt im südlichen Darmstädter Stadtteil Eberstadt. Seit 2010 ist Franz Mitglied der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung und ist derzeit auch stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. Seit drei Jahren führt Franz den CDU-Bezirksverband in Eberstadt. Franz will sich vor allem um die Wirtschafts- und Forschungspolitik kümmern und sich in Wiesbaden für den Bau eines Besucherzentrums für das Europäische Raumflugkontrollzentrum einsetzen, das seinen Hauptsitz im Darmstädter Europaviertel hat. Franz und Pauker-Buß sollen laut einer Mitteilung der CDU am 22. November auf einer Wahlkreisdelegiertenversammlung in Eberstadt nominiert werden.

Bei der FDP wurden bereits Julia von Buttlar als Direktkandidatin für den Wahlkreis 49 und Kirsten Willenbücher als Kandidatin für den Wahlkreis 50 gewählt. Von Buttlar war im vorigen Jahr schon bei der Bundestagswahl Direktkandidatin der FDP. Willenbücher ist Vorsitzende des FDP-Ortsverbands Seeheim-Jugenheim.

Landtagswahl 2023: Auch Hofmann (SPD) und Pentz (CDU) treten wieder an

Auch im Wahlkreis 51 (Darmstadt-Dieburg I) will Heike Hofmann (SPD) ihr Direktmandat verteidigen. Die 49-jährige Anwältin, die seit 2019 Landtagsvizepräsidentin und seit Jahresbeginn innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion ist, wurde jüngst auf einer Wahlkreisversammlung in Alsbach-Hähnlein einstimmig als Direktkandidatin gewählt. Maximilian Schimmel, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, will Hofmann das Mandat streitig machen. Hofmann konnte sich vor vier Jahre mit 27,9 Prozent der Stimmen gegen Lutz Köhler (CDU) durchsetzen, der auf 25,8 Prozent kam.

Heike Hofmann (SPD) bewirbt sich wieder um das Direktmandat im Wahlkreis 51.
Heike Hofmann (SPD) bewirbt sich wieder um das Direktmandat im Wahlkreis 51. © SPD

Im Wahlkreis 52 (Darmstadt-Dieburg II) soll für die CDU wieder Manfred Pentz antreten, der auch Generalsekretär der Hessen-CDU ist. Der 42-jährige Pentz, der seit Oktober 2010 dem Hessischen Landtag angehört, lag bei der Wahl vor vier Jahren mit 29,6 Prozent rund sechs Prozentpunkte vor der SPD-Bewerberin Catrin Geier. Der Darmstadt-Dieburger CDU-Kreisvorstand hat Pentz und den 33-jährigen Vertriebsingenieur Schimmel als Kandidaten vorgeschlagen. Die Delegiertenversammlung für den Wahlkreis 52 findet am 4. November und für den Wahlkreis 51 am 14. November 2022 statt.

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