Darmstadt-Dieburg

Absage an Gersprenztalbahn

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Die Reaktivierung der Gersprenztalbahn wäre wirtschaftlich nicht rentabel – das ist laut der Darmstadt-Dieburger-Nahverkehrsorganisation (Dadina)das Ergebnis einer Studie.

Die Reaktivierung der Gersprenztalbahn wäre wirtschaftlich nicht rentabel – das ist laut der Darmstadt-Dieburger-Nahverkehrsorganisation (Dadina) das Ergebnis einer Studie. An der Erhebung war auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) beteiligt.

Laut Dadina würde die Reaktivierung der 3,1 Kilometer langen Strecke von Reinheim nach Groß-Bieberau rund 14 Millionen Euro kosten und dabei nur rund 150 neue Fahrgäste am Tag bringen. Damit liege das Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) bei einem Wert von 0,3. Um als förderfähige Investitionsmaßnahme eingestuft zu werden, sei ein Wert von mehr als 1,0 notwendig. Vorteile bei der Fahrtzeit bringe die Strecke kaum – laut Dadina müssten die Fahrzeuge der Gersprenztalbahn in Reinheim an die Züge der Odenwaldbahn angehängt beziehungsweise abgekoppelt werden, um eine Direktverbindung nach Frankfurt zu ermöglichen.

Wegen der Richtungswechsel und Kopplungszeiten wäre die Fahrt fast genauso lang wie die Busfahrt mit dem Umstieg in Reinheim.

Zweifel an Prognose

Das Ergebnis der Studie ist „eindeutig“, findet Dadina-Geschäftsführer Matthias Altenhein. Nun wolle man die Möglichkeit prüfen, statt der Bahnlinie zusätzliche X-Bus-Fahrten aus dem Gersprenztal nach Darmstadt anzubieten.

Die Odenwaldbahn-Initiative kritisiert in einer Mitteilung die Absage an die Gersprenztalbahn und fordert die Offenlegung der vollständigen Studie.

Die Prognose von 150 neuen Fahrgästen pro Tag bezweifelt das Bündnis; bisher seien vorhergesagte Zahlen bei der Reaktivierung von Bahnstrecken übertroffen worden. Überhaupt bleibe unklar, wie viele Menschen laut Studie insgesamt in den Zügen fahren würden. Laut der Initiative gibt es auch bei einem NKU-Ergebnis von 0,3 die Möglichkeit einer Förderung durch den Bund.

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