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Corona in und um Darmstadt: Besuchsverbot in Kreiskliniken

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Von: Jens Joachim

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Auch im Darmstädter Klinikum hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Covid-19 zuletzt „deutlich erhöht“. Die hohen Infektionszahlen führen auch zu Personalausfällen in stationären Bereichen.
Auch im Darmstädter Klinikum hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten mit Covid-19 zuletzt „deutlich erhöht“. Die hohen Infektionszahlen führen auch zu Personalausfällen in stationären Bereichen. © Peter Jülich

Die Sieben-Tage-Inzidenzen liegen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg bei über 1100. Planbare Operationen und Eingriffe werden verschoben und die Kliniken konzentrieren sich auf die Notfallversorgung und Geburten.

In den Kreiskliniken des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit Standorten in Groß-Umstadt und Seeheim-Jugenheim gilt wegen der rasant steigenden Infektionszahlen seit Mittwoch wieder ein Besuchsverbot. Das habe die Betriebsleitung der Kreiskliniken kurzfristig entschieden, heißt es in einer Mitteilung. Die Entscheidung sei „nötig, weil wir insbesondere in den vergangenen Tagen den Eindruck hatten, dass uns von außen Corona in unsere Häuser getragen wird“, teilten die Klinik-Geschäftsführer Christoph Dahmen und seine Kollegin Pelin Meyer mit. In der Kreisklinik Groß-Umstadt sollen zudem alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe verschoben werden, soweit dies medizinisch vertretbar sei.

Ausnahmen vom Besuchsverbot gebe es nur in besonderen Fällen wie bei dementen Patientinnen und Patienten, Kindern und Jugendlichen oder werdenden Vätern in Absprache mit den jeweiligen Stationen. Zutritt zur Kreisklinik in Groß-Umstadt und zur Spezialklinik in Seeheim-Jugenheim bekommt in den genannten Ausnahmefällen aber auch nur, wer einen tagesaktuellen, negativen Testnachweis vorlegen kann.

Im Darmstädter Klinikum gilt nach Angaben einer Sprecherin weiterhin die 2G-plus-Regel, die in den vergangenen Monaten nicht aufgegeben wurde. Das heißt, es dürfen nur geimpfte Menschen mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test das Klinikum betreten. Zudem ist die Besuchszeit auf maximal eine Stunde am Tag limitiert.

In und um Darmstadt dürfte auch das Heinerfest, bei dem sich Anfang Juli täglich zum Teil mehr als 130 000 Besucher:innen dicht an dicht und ohne Masken durch die Straßen in der Innenstadt gedrängelt hatten, zur rasanten Erhöhung der Infektionszahlen beigetragen haben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg am Dienstag abermals die Marke von 1000 überschritten. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Darmstadt bei 1148, im Landkreis Darmstadt-Dieburg bei 1103 und im Kreis Groß-Gerau bei 807 Fällen je 100 000 Einwohner:innen.

In den Darmstädter Kliniken hat sich die Zahl der Patientinnen und Patienten nach einer Mitteilung des städtischen Krisenstabs „deutlich erhöht“. Auf der Normal- und den Intensivstationen befinden sich im Klinikum 46 (9), im Elisabethenstift 19 (0), im Alice-Hospital 8 (0) und in den Kinderkliniken 5 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. Die hohen Infektionszahlen führen auch zu Personalausfällen in stationären Bereichen, so dass sich die Kliniken nun auf die Notfallversorgung und Geburten konzentrieren wird. Allein im Klinikum Darmstadt befinden sich etwa 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Isolation, die in der Regel erst nach fünf bis sieben Tagen mit einem negativen Testergebnis zurückkehren können.

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