Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

DA-WarnstufeRot_171020
+
Auch die Stadt der Heinerinnen und Heiner ist nun ein Corona-Hotspot: Darmstadt hat bei den Corona-Neuinfektionen die höchste Warnstufe Dunkelrot erreicht. Ab der „Heinerampel“ am Friedensplatz gilt die Maskenpflicht in der Innenstadt.

News-Ticker: Corona-Krise in Darmstadt und Südhessen

Corona in Südhessen: Impfzentrum in Darmstadt wird aufgebaut

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
    schließen
  • Claudia Kabel
    Claudia Kabel
    schließen

In Darmstadt soll eines von 30 landesweit geplanten Impfzentren entstehen, im Landkreis Darmstadt-Dieburg gleich zwei. in Südhessen werden seit einigen Wochen fast täglich neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Im Kreis Bergstraße hat sich die Zahl der Todesfälle binnen einen Monats versechsfacht. Die Kliniken in der Region sind durch Covid-19-Infizierte stark belastet.

Unsere Stadtgesellschaft wird sich von einzelnen Fehlgeleiteten beim gegenseitigen Schutz nicht auseinanderbringen lassen.

Jochen Partsch (Grüne), Oberbürgermeister von Darmstadt

Covid-19 Fallzahlen - Stand: 24.11.2020 - 0.00 Uhr (Quellen: Robert-Koch-Institut, Stadt Darmstadt und Kreise)

Stadt/KreisZahl der Neuinfektionen7-Tages-InzidenzTodesfälle seit MärzFälle seit März kumuliert
Darmstadt47141 (+13)31 (+1)1.904
Kreis Darmstadt-Dieburg42128 (-8)403.108
Kreis Groß-Gerau84216 (-3)53 (+2)4.293
Kreis Bergstraße26129 (-2)302.739
Odenwaldkreis1130 (-1)731.213

Corona-Impfzentrum in Darmstadt geplant

Update vom Montag, 23. November, 20:15 Uhr: In Darmstadt soll ein Corona-Impfzentrum entstehen, in dem 1000 Personen pro Tag gegen die vom neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Covid-19 geimpft werden sollen. Wie Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) berichtet, ist der  Einsatzbefehl des Landes zu dessen Aufbau am Montag bei der Feuerwehr eingegangen. Weitere Informationen zu Organisation und möglichen Liegenschaften sollten im Laufe der Woche folgen, wie die Stadt mitteilte.  

Laut Landesregierung sollen landesweit geplanten 30 Impfzentren spätestens am 11. Dezember fertig aufgebaut und einsatzbereit sein. Ziel sei es dann, in rund 250 Tagen 3,8 Millionen Menschen, also 60 Prozent der hessischen Bevölkerung zu impfen. Dabei werde mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gearbeitet. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen etwa 1000 Personen pro Tag pro Impfzentrum geimpft werden.

Ferner teilte der Darmstädter Oberbürgermeister mit, dass der Einsatz der Bundeswehr im Darmstädter Gesundheitsamt verlängert werden soll. Derzeit sind dort 40 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, um nachzuverfolgen, mit welchen Menschen Corona-Infizierte in engerem Kontakt standen.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Zwei Impfzentren vorgesehen

Klaus Peter Schellhaas (SPD), der Landrat des Landreises Darmstadt-Dieburg, teilte am Montagabend via Faebook mit, der Kreis sei derzeit damit beschäftigt, geeignete Standorte für zwei Impfzentren im Landkreis zu finden. Eines soll im Westen, das andere im Osten des Kreises eingerichtet werden.

Schellhaas rechnet mit 150.000 bis 210.000 Impfungen im Landkreis, wobei sich jeder zweimal impfen lassen müsse. Derzeit gehe die Verwaltung von maximal 1.000 Impfungen pro Tag aus. Maximal 70 Prozent der Bevölkerung sei wohl bereit, sich impfen zu lassen. Schellhaas: „Technisch und personell ist das eine große Herausforderung!“

Nach Angaben des Landrats gibt es derzeit im Kreis etwa 830 aktiv Infizierte Personen. 40 Menschen seien seit Beginn der Pandemie an oder mit Corona verstorben. In den Kreiskliniken werden laut Schellhaas derzeit 24 Menschen behandelt - 16 auf der Covid-Station und eine Person auf der Intensivstation in Groß-Umstadt. 7 Menschen befänden sich auf der Intensivstation in Jugenheim.

Neue Corona-Fälle an 15 Schulen an der Bergstraße

Im Kreis Bergstraße sind laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Heppenheim aktuell mehr als 800 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den vergangenen sieben Tagen gab es 350 Neuinfektionen. Aktuell von Corona-Fällen betroffen sind im Kreis 15 Schulen, fünf Kitas, zwei Pflegeeinrichtungen in Heppenheim, die Behindertenhilfe Bergstraße in Bensheim sowie die Gemeinschaftsunterkunft in Lorsch.

Bergstraße: Zahl der Todesfälle hat sich in einem Monat versechsfacht

Update vom Sonntag, 22. November, 20:30 Uhr: Im Kreis Bergstraße ist ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Wie die Kreisverwaltung in Heppenheim am Sonntagabend mitteilte, handele es dem oder der Verstorbenen um eine 88-jährige Person aus Bensheim.

In nur einem Monat hat sich die Zahl der Corona-Todesfälle an der Bergstraße von fünf auf 30 Todesfälle versechsfacht. In einer Woche stieg die Zahl der Todesfälle um rund ein Drittel. Seit vergangenen Dienstag, 17. November, hatte der Kreis täglich neue Todesfälle zu beklagen und hier mitgeteilt. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag hatte der Kreis den Tod einer 73-jährige Person aus Fürth, einer 89-jährige Person aus Lampertheim und einer 88-jährige Person aus Heppenheim mitgeteilt.

In den vergangenen sieben Tagen wurden an der Bergstraße 335 Neuinfektionen von den Behörden registriert. 38 Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten Corona-Infektion befinden sich derzeit in stationärer Behandlung, davon liegen 35 in einem Krankenhaus im Kreis. Zudem gibt es sechs Verdachtsfälle in einem Krankenhaus im Kreis.

Kreis Bergstraße: Corona-Fälle an 13 Schulen seit Mittwoch

Die Pressestelle der Kreisverwaltung in Heppenheim hatte in den vergangenen Tagen zudem detailliert darüber informiert, dass aktuell zahlreiche Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen von Corona-Maßnahmen betroffen seien.

Infektionsfälle wurden nach Angaben des Kreises aus dem Alten Kurfürstlichen Gymnasium, der Joseph-Heckler-, der Geschwister-Scholl- und der Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim, der Erich-Kästner- und der Astrid-Lindgren-Schule in Bürstadt, der Seehof- und der Schillerschule in Lampertheim, der Carl-Orff-Schule in Lindenfels, Gebrüder-Grimm-Schule in Rimbach sowie der Albertus-Magnus-, der Goethe- und der Schillerschule in Viernheim dem Gesundheitsamt gemeldet.

Betroffen von Corona-Fällen sind zudem Kindertagesstätten in Bürstadt, Lampertheim, Mörlenbach und Viernheim, eine Gemeinschaftsunterkunft in Rimbach, die Vitos-Klinik in Heppenheim, ein Pflegeheim in Wald-Michelbach sowie Pflegeeinrichtungen in Biblis und Heppenheim.

Corona im Odenwald: Höchststand bei aktuell Infizierten

Im Odenwaldkreis gibt es derzeit mit 261 Fällen einen neuen Höchststand bei den aktuell aktiven Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Der Grund dafür sind nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach vom Sonntag, 22. November, 20 neue positive Corona-Testergebnisse (kumuliert nun 1.208) bei nur vier Genesenen (jetzt 874) und unverändert 73 Todesfällen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts auf 138,6 (Stand 22.11., 00:00 Uhr). Das resultiert daher, dass ein Tag mit vielen Neuinfektionen aus der Berechnung gefallen ist und es in den vergangenen sieben Tagen 134 neue Fälle gab.

Im Gesundheitszentrum in Erbach werden 15 Personen auf der Corona-Station behandelt. Zwei davon werden intensivmedizinisch betreut. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich zehn weitere Patienten aus dem Odenwald (Stand 22.11., 8:45 Uhr).
 
Das Odenwälder Gesundheitsamt hat am Samstag nach Angaben der Kreisverwaltung den Wohnbereich des Alten- und Pflegeheims Rosenhöhe in Bad König aufgrund von Corona-Infektionen von Bewohner:innen unter Quarantäne gestellt. Außerdem sei Quarantäne für die Schülerinnen und Schüler einer Klasse der Astrid-Lindgren-Schule in Erbach angeordnet worden.

Im Gegensatz zu den Kreisverwaltungen in Darmstadt-Kranichstein, Heppenheim und Erbach informieren die Stadt Darmstadt und die Kreisverwaltung in Groß-Gerau inzwischen nicht mehr oder nur noch sporadisch über die Corona-Infektionsfälle in Schulen, Kitas. und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Stadt Darmstadt hat zuletzt am 5. November über Corona-Fälle an Darmstädter Schulen und Kitas informiert.

850 aktive und registrierte Infektionen im Kreis Darmstadt-Dieburg

Klaus Peter Schellhaas (SPD), der Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, berichtete am Sonntagabend via Facebook, es seien am Sonntag 57 Corona-Neuinfektionen dem Gesundheitsamt in Darmstadt gemeldet worden. Daraus resultiere eine Sieben-Tage-Inzidenz von 136. Etwa 850 aktive Infektionen gebe es derzeit im Landkreis, so Schellhaas.

In den Kreiskliniken des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Groß-Umstadt und Seeheim-Jugenheim werden derzeit nach Angaben des Landrats 24 Patient:innen behandelt - 16 auf der Covid-Station in Groß-Umstadt, eine Person liege dort auf der Intensivstation und weitere sieben auf der Intensivstation in Jugenheim.

Darmstadt: Aggressiver Masken-Verweigerer festgenommen

Update vom Samstag, 21. November, 20:30 Uhr: Ein aggressiver Masken-Verweigerer ist in der Darmstädter Innenstadt ausgerastet. Nach einem Bericht der Polizei weigerte sich der 41-jährige Darmstädter am frühen Mittwochabend in der Fußgängerzone auf der Wilhelminenstraße, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, obwohl dies dort in der Zeit von 8 bis 22 Uhr vorgeschrieben ist. 

Der Mann sei bei der Kontrolle „außer Rand und Band“ geraten, habe sich gegen seine Festnahme mit Tritten gewehrt und dabei auch einem Polizeibeamten ins Gesicht und auf die Jacke gespuckt. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

OB Partsch: Verhalten von „einzelnen Fehlgeleiteten“ nicht hinnehmbar

Zur Festnahme des Masken-Verweigerers äußerte Oberbürgermeister Partsch am Freitag in einer Mitteilung, die Darmstädter Stadtgesellschaft werde sich „von einzelnen Fehlgeleiteten beim gegenseitigen Schutz nicht auseinanderbringen lassen“. „Wir brauchen jetzt mehr denn je die klare Solidarität zu den Menschen, die im Moment einen schweren Dienst tun und dabei permanent angegriffen und gestört werden“, so Partsch. Es sei „beschämend und nicht hinnehmbar, wie einzelne, egoistische Menschen glauben, sich hier aufführen zu können“. Dagegen werde die Stadt „mit aller Klarheit und Härte vorgehen“.

„Es ist eine kleine aber leider sehr lautstarke Minderheit, die sich derzeit nicht nur in Darmstadt im Grunde genommen richtiggehend asozial verhält“, äußerte das Darmstädter Stadtoberhaupt mit Blick auf diverse Demonstrationen und Kundgebungen in den vergangenen Wochen und Monaten. Kritik und Meinungsfreiheit sei in einer freien Gesellschaft „selbstverständlich“. „Aber wir müssen uns zivil und respektvoll begegnen“, meint Partsch. Wer dies nicht beachte, müssen in die Schranken gewiesen werden.

Corona in Darmstadt: Bislang 801 Verstöße gegen Maskenpflicht

Weil das Darmstädter Ordnungsamt immer wieder Beschwerden über fehlende Kontrollen in Bezug auf das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Innenstadt erhält, seien täglich sechs Personen zur Kontrolle in der Innenstadt im Einsatz. Hinzu kommen nach Angaben der Stadt noch zwei Beamte der Landespolizei. Eine Aufstockung sei allerdings „schwierig“, werde aber angestrebt. Seit der Einführung der Maskenpflicht in der Innenstadt am 24. Oktober wurden nach Angaben der Stadt 801 Verfahren wegen Verstößen eingeleitet. 

Krisenstab in Darmstadt bespricht Einrichtung von Impfzentrum

Der Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung am Freitag, 20. November, auch mit den Planungen zur Einrichtung eines Impfzentrums in der Stadt beschäftigt. Laut einer Mitteilung der Stadt arbeitet die Darmstädter Feuerwehr in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt derzeit an der Prüfung von geeigneten Liegenschaften und der Logistik, um optimal für einen entsprechenden Einsatzbefehl vorbereitet zu sein. Das Impfzentrum soll nach ersten Überlegungen der Landesregierung an sieben Tagen in der Woche von 7 bis 22 Uhr arbeiten. Ziel ist die Impfung von bis zu 1000 Personen am Tag. 

Corona-Ausbruch in Wohnpark Kranichstein: Drei weitere Tote

Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch im Senioren-Wohnpark in Darmstadt-Kranichstein sind drei weitere Todesfälle bestätigt worden. Nach Angaben der Stadt konnte die Zahl der Infektionen auf 28 positive Fälle begrenzt werden.

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Zahl der Aufnahmen und Verlegungen von Patient:innen weiterhin sehr hoch. Auf der Normal- und der Intensivstation befinden sich derzeit im Klinikum Darmstadt 28 (8) Personen, im Elisabethenstift 17 (3) und im Alice-Hospital 7 (0). 

Darmstadt: OB veröffentlicht Brief an Kulturschaffende

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hat sich unterdessen mit einem Offenen Brief an die Künstlerinnen, Künstler und Vertreterinnen und Vertreter der Kultureinrichtungen in Darmstadt gewandt. Darin schreibt Partsch, bei der Entscheidung, Kultureinrichtungen zu schließen, sei es „nicht um eine Diskreditierung der Kultur oder um die Vermutung eines größeren Ansteckungsrisikos in Theatern und Museen“ gegangen. Allerdings sei die Kultur bei einer extremen Abwägung der menschlichen Bedürfnisse „in die zweite Reihe gerückt“, schreibt Partsch.

Gleichwohl sei er der Auffassung, dass Kultur „essentiell“ sei, wenn es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt gehe. Dennoch appelliere er an die Vernunft und bitte um Verständnis für die harten Einschnitte die notwendig seien, um eine Chance zu haben, „die Pandemie mit ihren schrecklichen Auswirkungen wieder in den Griff zu bekommen“, so Partsch.

Corona-Lage an Schulen und Kliniken im Kreis Darmstadt-Dieburg

Zur Corona-Lage an den Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg teilte die Pressestelle der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein am Freitagabend mit, dass jeweils ein Corona-Fall an der Hans-Quick-Schule in Bickenbach, der Melibokusschule in Alsbach-Hähnlein, im Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim, der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt und der Christophorus Schule in Mühltal den Behörden gemeldet worden sei.

Ferner teilte der Kreis mit, dass am Freitag 17 und am Samstag dann nur noch 15 positiv auf Covid-19 getestete Patient:innen in der Kreisklinik Groß-Umstadt behandelt würden und dass eine weitere Person auf der Intensivstation versorgt werde. In der Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim wurden am Freitag sechs und am Samstag dann sieben Menschen intensivmedizinisch betreut. 

Corona im Odenwald: Ein weiterer Todesfall

Im Odenwald ist eine weitere Person verstorben, die mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert war. Sie gehörte zur Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen, hat in einem Pflegeheim gewohnt und war vorerkrankt. Nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach vom Freitag, 20. November, sind inzwischen 73 Menschen aus dem Odenwald im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid 19 verstorben. 854 Menschen sind inzwischen wieder genesen, 19 mehr als zuletzt. Als ansteckend gelten im Odenwald derzeit 237 Menschen mit einem positiven Testergebnis.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat für den Odenwaldkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 155,1 (Stand 20.11., 00:00 Uhr) berechnet. In den vergangenen sieben Tagen gab es nach Angaben der Kreisverwaltungen 150 bestätigte Neuinfektionen, im Kreis.

In den Covid-Stationen des Gesundheitszentrums Odenwaldkreis in Erbach befinden sich 21 Patienten, davon sind drei auf der Intensivstation. Bei zwei Personen steht das Testergebnis noch aus. Neun weitere Personen werden in anderen Kliniken behandelt.

Kreis Darmstadt-Dieburg: Einzelne Corona-Fälle an drei Schulen

+++ 22:00 Uhr: Die Pressestelle der Kreisverwaltung des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Darmstadt-Kranichstein teilte am Donnerstagabend jeweils einen Corona-Fall an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim, der Joachim-Schumann-Schule in Babenhausen und der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt mit.

Die Stadt Darmstadt hat zuletzt am 5. November über Corona-Fälle an Darmstädter Schulen und Kitas informiert.

Corona in Südhessen: Weitere Todesfälle

Update vom Donnerstag, 19. November, 15:00 Uhr: Der Kreis Bergstraße meldete am Mittwochabend einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es handele sich um eine 73-jährige Person aus Fürth. Laut den aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin und des hessischen Sozialministeriums verzeichneten die Gesundheitsbehörden im Vergleich zum Mittwoch fünf weitere Todesfälle im Landkreis Darmstadt-Dieburg, drei im Kreis Groß-Gerau und jeweils einen in Darmstadt und im Kreis Bergstraße.

Einzelne Corona-Fälle an Schulen im Kreis Darmstadt-Dieburg

+++ 22:00 Uhr: Die Pressestelle der Kreisverwaltung des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Darmstadt-Kranichstein teilte am Mittwochabend jeweils einen Corona-Fall an der Gutenbergsschule in Pfungstadt und der Gundernhäuser Schule in Roßdorf mit.

Die Stadt Darmstadt hat zuletzt am 5. November über die Corona-Lage an Darmstädter Schulen und Kitas informiert.

Corona in Südhessen: 200 Tote im Zusammenhang mit Covid-19

Update von Mittwoch, 18. November, 14:10 Uhr: In den vergangenen Tagen stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion in Darmstadt und den vier südhessischen Landkreisen um weitere 17 Menschen auf insgesamt 200 seit Beginn der Pandemie im Frühjahr. In Darmstadt starben seit dem Wochenende vier weitere Menschen, insgesamt verzeichnet die Stadt 27 Todesopfer.

Mehrere Bewohner:innen von Pflegeheimen sind in den vergangenen zwei Wochen verstorben, wie die Stadt Darmstadt am Mittwoch mitteilte. Bei den Todesopfern handele es sich um einen 67-Jährigen und einen 71-Jährigen, sowie eine 95- und eine 89-Jährige. Alle lebten im DRK-Pflegeheim Fiedlersee in Darmstadt-Arheilgen und hatten sich in stationärer Behandlung befunden. Auch eine 88-jährige Bewohnerin des Wohnparks Kranichstein sei in stationärer Behandlung verstorben. Desweiteren verstarben in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ein 59-Jähriger, der zur Behandlung in Rüsselsheim war, sowie ein 68-Jähriger in Mannheim.

Im Kreis Groß-Gerau erhöhte sich die Zahl um fünf auf 65 Todesfälle, im Landkreis Darmstadt-Dieburg starben drei weitere Menschen. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 35. Insgesamt variieren die Zahlen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Kommunen mitteilen, das es zu Verzögerungen bei den Abläufen kommen kann.

Auch der Kreis Bergstraße, der fünf weitere Opfer zu beklagen hat, veröffentlichte Informationen zu den Verstorbenen. Es handele sich um eine 84-jährige Person aus Heppenheim, zudem seien vier zusätzliche Todesfälle in die Statistik des Kreises Bergstraße aus der Gemeinde Biblis eingegangen,  die jeweils einige Zeit zurücklägen. Hier sei es zu Meldeverzögerungen gekommen, ist auf der Homepage des Kreises zu lesen.  Es handelt sich um eine 78-jährige Person, zwei Personen im Alter von jeweils 88 Jahren und eine 93-jährige Person.

Weitere Schulen und Einrichtungen in Südhessen betroffen

Indes teilte der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit, dass jeweils ein Corona-Fall an der Lessingschule in Erzhausen und der Melibokusschule in Alsbach-Hähnlein gemeldet wurde.

Im Kreis Bergstraße sind derzeit folgende Schulen und Kitas Einrichtungen betroffen: Albertus-Magnus-Schule in Viernheim, Goetheschule in Viernheim, Schillerschule in Bürstadt, Lessing-Gymnasium in Lampertheim, Brüder-Grimm Schule in Rimbach, Nibelungenschule in Lampertheim, Überwald-Gymnasium in Wald-Michelbach, Starkenburg-Gymnasium Heppenheim und die Kindertagesstätte in Wald-Michelbach. Zudem sind Corona-Fälle in Pflegeeinrichtungen in Bensheim und Heppenheim sowie in einer Gemeinschaftsunterkunft in Lorsch aufgetreten.

Sämtliche von Corona betroffenen Schulen und Einrichtungen listen der Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Kreis Bergstraße und der Odenwaldkreis auf ihren Webseiten auf.

Die Stadt Darmstadt hat zuletzt am 5. November über die Corona-Lage an Darmstädter Schulen und Kitas informiert.

Odenwald: Führung des Gesundheitsamts wieder komplett

Mit Dr. Adrian Brandt als dem neuen stellvertretenden Leiter ist das medizinische Führungsduo des Gesundheitsamts im Odenwaldkreis wieder vollständig. Der Vierzigjährige hat laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach seinen Dienst am 1. November angetreten. Zugleich übernahm Dr. Antje Siebel die kommissarische Leitung des Gesundheitsamts von Dr. Ulrich Falk, der Ende Februar in den Ruhestand geht.

Corona in Darmstadt: Probleme bei Krankentransporten

Update von Montag, 16. November, 17:30 Uhr: Nachdem bereits die Kliniken Alarm wegen zunehmender Belastung durch Corona-Erkrankte geschlagen haben, wird nun auch die „Lage beim Patiententransport schwieriger“, wie es am Montag aus dem Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt heißt. Verlegungsfahrten würden häufiger, es werde schwieriger schnell Betten für intensivpflichtige Personen zu finden. In den Darmstädter Kliniken befinden sich aktuell 69 infizierte mit Sars-Cov-2 infizierte Patient:innen. Von ihnen müssen 13 intensivmedizinisch behandelt werden.

Covid-Ausbruch in Seniorenheim in Darmstadt-Arheilgen

Auch die Situation in den Alten- und Pflegeheimen bleibe enorm angespannt, teilte die Stadt mit.  Beim Covid-19-Ausbruch im Seniorenheim Fiedlersee in Darmstadt-Arheilgen sei die Fallzahl positiv getesteter Personen „trotz sofortiger Quarantänemaßnahmen und Reihentestungen auf nunmehr 17 Fälle gestiegen“. 

Weniger Verstöße gegen Maskenpflicht in Darmstadt

Indes meldet das Darmstädter Ordnungsamt, dass die Verstöße gegen Auflagen bei Gewerbe- und Gastronomiebetrieben insgesamt zurückgegangen seien. Für die Kontrolle der Maskenpflicht in der Innenstadt würden die Kräfte der Kommunalpolizei nun zusätzlich durch die Landespolizei unterstützt. Die Bundespolizei werde dagegen vorerst nicht in Darmstadt eingesetzt. Hier sei ein Einsatz erst vorgesehen, wenn bei der Landespolizei alle personellen Ressourcen erschöpft sind, teilte die Stadt mit.

Corona in Darmstadt: Große Schwierigkeiten in Kliniken

Update vom Samstag, 14. November, 20:00 Uhr: Die Darmstädter Kliniken, allen voran das städtische Klinikum, haben nach Angaben der Stadt Darmstadt derzeit „große Schwierigkeiten“ wegen Neuaufnahmen und Verlegungen von Patientinnen und Patienten, die an der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind.

Am Freitag befanden sich nach einer Mitteilung der Stadt allein im Klinikum Darmstadt 15 Personen mit einer wahrscheinlichen Covid-Infektion, die stationär aufgenommen werden müssten, unter Beobachtung. Das Elisabethenstift meldete den Angaben zufolge sogar dem Covid-19-Krisenstab der Stadt, mit seinen Covid-Intensivkapazitäten an der Grenze zu sein.

Im Klinikum Darmstadt befinden sich nach Angaben der Stadt 34 Personen auf der Normal- und der Intensivstation. Davon müssen acht speziell beatmet werden. Im Elisabethenstift liegen zwölf Patient:innen auf der Normal- und weitere vier auf der Intensivstation. Und im Alice-Hospital werden sechs Personen auf der Normalstation behandelt.

Corona in Südhessen: Die Lage in den Kreiskliniken

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg teilte am Samstag mit, derzeit würden 21 positiv auf Covid-19 getestete Patient:innen in der Kreisklinik Groß-Umstadt behandelt. Zwei weitere werden dort auf auf der Intensivstation versorgt. In der Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim würden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. 

Im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis wurden am Samstagmorgen nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach 13 Personen auf der Corona-Station behandelt. Davon befanden sich zwei auf der Intensivstation, bei zwei Personen stehe das Testergebnis noch aus. In Klinken außerhalb des Kreises werden neun weitere Personen aus dem Odenwald betreut. 

Und im Kreis Bergstraße befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in Heppenheim 29 Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung. In einem Krankenhaus im Kreis befinden sich derzeit insgesamt 33 Menschen mit einer bestätigten Sars-COV-2-Infektion und drei weitere Verdachtsfälle.

Kreis Darmstadt-Dieburg: Neue Corona-Fälle an sechs Schulen

An folgenden Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind Corona-Maßnahmen angelaufen, nachdem der Kreisverwaltung in Darmstadt am Donnerstagabend und Freitag Corona-Fälle aus der Goethe-Schule in Dieburg, der Carlo-Mierendorff-Schule in Griesheim, der Gersprenzschule in Reinheim, der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim, der Schule auf der Aue in Münster und der Lessingschule in Erzhausen gemeldet worden waren. Zudem teilte der Kreis mit, dass die Allgemeinverfügung „Eskalationsmodell Schulen“ bis zum 29. November verlängert wird. Die entsprechende amtliche Bekanntmachung wurde  am Samstag veröffentlicht.

1240 Schüler:innen und Lehrkräfte in Quarantäne

Bereits am Mittwoch hatte die Kreisverwaltung in Darmstadt mitgeteilt, dass sich von den 31.150 Schülerinnen und Schüler, die an den 81 Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg unterrichtet werden, derzeit 1.110 Schüler:innen und 130 Lehrkräfte in häuslicher Absonderung befänden. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler, die vorsorglich in Quarantäne sei, würden die Sekundarstufe II und Beruflichen Schulen besuchen. An den Grundschulen gebe es derzeit „wenige Corona-Fälle“, hieß es.

80 Corona-Fälle an 23 Darmstädter Schulen seit Ende August

Im Gegensatz zu den Kreisverwaltungen in Darmstadt-Kranichstein, Heppenheim und Erbach informieren die Stadt Darmstadt und die Kreisverwaltung in Groß-Gerau inzwischen nicht mehr oder nur noch sporadisch und summarisch über die Corona-Infektionsfälle in Schulen und Kitas.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch hatte zuletzt am Donnerstag, 5. November, während der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung von 80 Corona-Infektionsfällen an 23 Darmstädter Schulen im Zeitraum vom 26. August bis zum 4. November berichtet.

Odenwald: Weitere Schüler in Isolation, Behinderteneinrichtung unter Quarantäne

Seit Freitag befinden sich nach Angaben der Odenwälder Kreisverwaltung in Erbach Schülerinnen und Schüler „aus sechs weiteren Klassen“ der Oberzent-Schule in Oberzent/Beerfelden sowie die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Brombachtal in Brombachtal, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, in Quarantäne. Am Montag, 16. November, korrigierte die Kreisverwaltung jedoch ihre Information vom Freitag und teilte mit: „Das Landratsamt hatte vermeldet, dass sich sechs Klassen der Oberzent-Schule in Quarantäne befinden – tatsächlich befindet sich aber nur ein Teil einer Klasse in angeordneter Isolation.

Kreis Bergstraße: Corona-Fälle an elf Schulen

Zum derzeitigen Infektionsgeschehen im Landkreis Bergstraße informierte die Kreisverwaltung in Heppenheim am Freitagabend in einer Mitteilung, dass aktuell fünf Schulen in Lampertheim, vier Schulen in Bensheim, eine Schule und eine Kita in Viernheim, eine Schule in der Kreisstadt Heppenheim, jeweils eine Pflegeeinrichtung in Mörlenbach und Wald-Michelbach sowie eine Gemeinschaftsunterkunft in Rimbach von Corona-Infektionsfällen betroffen seien.

Kreis Bergstraße: Sechsfach höhere Infektionsrate in einem Monat

In den vergangenen sieben Tagen registrierte das Kreisgesundheitsamt in Heppenheim 364 Corona-Neuinfektionen. Eine Woche zuvor, am Freitag, 6. November, waren der Behörde noch 407 Fälle innerhalb einer Woche gemeldet worden. Am 30. Oktober waren es 378 Fälle gewesen und vor einem Monat, am 13. Oktober, hatte es 58 Neuinfektionen in einer Woche gegeben.

Vor einem Monat lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Bergstraße noch bei 21,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Inzwischen liegt dieser Wert nach Angaben der Kreisverwaltung bei 134,6. Der Wert der Corona-Neuinfektionen hat sich somit binnen eines Monats versechsfacht.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Ein weiterer Todesfall

Update vom Freitag, 13. November, 16:45 Uhr: Im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist eine weitere Person mit oder an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das geht aus den aktuellen Corona-Fallzahlen hervor, die das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitagmorgen veröffentlicht hat.

Nach Angaben des Darmstädter Gesundheitsamtes sind die Fallzahlen für die Stadt Darmstadt „weiter auf hohem Niveau“. Nach der jüngsten Sitzung des Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt am Freitag berichtete die Behörde von 111 laborbestätigten neuen Covid-19-Fällen, so dass kumuliert nun 1552 laborbestätigte Corona-Fälle in Darmstadt registriert seien. 750 Personen davon betrachtet das Gesundheitsamt als „wieder genesen“. 23 Personen sind seit Beginn der Pandemie im März verstorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 148.

Gesundheitsamt in Darmstadt führt Dateninventur durch

Laut einer Mitteilung der Stadt mussten nach einer weiteren Dateninventur erneut einige Fälle, die zunächst dem Landkreis Darmstadt-Dieburg zugeordnet worden waren, neu der Stadt zugeordnet werden. Dies erkläre die vermeintlich etwas niedrigeren Fallzahlen verglichen mit dem Durchschnitt an manchen Tagen in den vergangenen Wochen. Zum Hintergrund: Das Gesundheitsamt in Darmstadt ist sowohl für die Stadt Darmstadt als auch den Landkreis Darmstadt-Dieburg zuständig.  

Zwei weitere Corona-Fälle in Altenheim in Darmstadt-Arheilgen

Aufgrund der angespannten Situation in einigen Darmstädter Alten- und Pflegeheimen wird nach Angaben der Stadt ab sofort wieder regelmäßig im Anschluss an die Krisenstabssitzung die im Frühjahr eingerichtete Unterarbeitsgruppe Pflege tagen, um die aktuelle Situation zu besprechen und Lösungen zu erarbeiten. Beim Corona-Ausbruch im Seniorenzentrum Fiedlersee in Darmstadt-Arheilgen sind im Vergleich zum Mittwoch, als zunächst von 13 positiv getesteten Personen die Rede war, zwei weitere positive Corona-Fälle nachgewiesen worden.

Corona an der Bergstraße: Ein weiterer Todesfall

Update vom Donnerstag, 12. November, 22:30 Uhr: Im Kreis Bergstraße ist laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in beine 72-jährige Person aus Hirschhorn, die mit dem infiziert war, verstorben. Nach Angaben des Kreises gibt es weitere Corona-Infektionsfälle an der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim, Langenbergschule in Birkenau, der Joseph-Heckler-Schule und der Liebfrauenschule in Bensheim sowie einer Kita in Viernheim. Weitere Infektionsfälle wurden aus Pflegeeinrichtungen in Heppenheim und Wald-Michelbach gemeldet.

Nach mehreren Corona-Fällen in der Albert-Schweitzer-Schule in Griesheim sind nach einer Mitteilung des Landkreises Darmstadt-Dieburg „Corona-Maßnahmen angelaufen“. Die Fälle seien dem Gesundheitsamt am Mittwoch gemeldet worden, teilte die Kreisverwaltung mit.

Corona im Odenwald Zwei Schulklassen unter Quarantäne

Im Odenwald stehen seit Mittwoch Schülerinnen und Schüler einer Klasse der Oberzent-Schule in Oberzent-Beerfelden und einer Klasse der Georg-Ackermann-Schule in Breuberg/Rai-Breitenbach auf Grund eines Corona-Falls unter Quarantäne.

Im Gesundheitszentrum in Erbach wurden laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung des Odenwaldkreises am Donnerstagmorgen 16 Patienten stationär auf der Corona-Station behandelt. Drei davon liegen auf der Intensivstation, zwei warten noch auf ihr Testergebnis. In Kliniken außerhalb des Kreises liegen acht weitere Personen aus dem Odenwald.

Darmstadt: Corona-Ausbrüche in zwei Alten- und Pflegeheimen

Update vom Mittwoch, 11. November, 21:45 Uhr: Von den bislang registrierten knapp 1400 laborbestätigten Corona-Fällen in Darmstadt betrachtet das Gesundheitsamt 713 als wieder genesen an. Nach Angaben eines Sprechers der Darmstädter Stadtverwaltung hat sich bei den Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 das bisher exponentielle Wachstum der vergangenen Wochen etwas abflacht und ist in ein lineares Wachstum übergegangen. Die Linie verläuft nach Einschätzung Angaben des Gesundheitsamts jedoch „noch immer deutlich zu steil“ nach oben.

Corona in Darmstadt: Heime in Kranichstein und Arheilgen betroffen

Wie die Behörde am Mittwoch weiter mitteilte, gibt es Ausbrüche in zwei Alten- und Pflegeheimen in Darmstadt. Betroffen sei zum einen der Wohnpark Kranichstein mit derzeit zwölf positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie einem positiv getesteten Mitarbeiter. Das Gesundheitsamt hat den gesamten Wohnpark unter Quarantäne gestellt und ein Besuchsverbot ausgesprochen. Zudem sollen alle Bewohner:innen des Wohnparks auf das Coronavirus getestet werden. Darüber hinaus gibt es nach Angaben des Amts auch im Seniorenzentrum Fiedlersee im Stadtteil Arheilgen einen Ausbruch mit bisher 13 positiv getesteten Personen.

Darmstadt: Corona-Hotline bis 20 Uhr besetzt

Das Darmstädter Gesundheitsamt teilte ferner mit, dass mit der Ankunft von 40 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr die Sprechzeiten der Corona-Hotline verlängert werden konnten. Ab sofort seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis 20 Uhr für die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 06151/3309-777 zu erreichen. Per E-Mail kann das Corona-Team unter der Adresse corona@gesundheitsamt-dadi.de kontaktiert werden.

Im Klinikum Darmstadt befinden sich derzeit 33 Personen auf der Normalstation und acht auf der Intensivstation, im Elisabethenstift sind es 13 auf der Normalstation und vier auf der Intensivstation und im Alice-Hospital werden neun Patient:innen auf der Normalstation und keiner auf der Intensivstation versorgt.   

Corona in Südhessen: 100-jährige Person gestorben

Der Kreis Bergstraße teilte am Mittwoch mit, im Zusammenhang mit dem Coronavirus sei eine 100-jährige Person aus Lampertheim gestorben. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden zwei weitere Todesfälle registriert.

Covid-Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft in Seeheim-Jugenheim

In einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Seeheim-Jugenheim sind laut Kreisverwaltung elf Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt habe daraufhin eine Quarantäne für die gesamte Einrichtung angeordnet. In der Unterkunft war bereits in der vergangenen Woche eine Person positiv auf Covid-19 getestet und mit ihren Kontaktpersonen in einem Teil der Einrichtung isoliert worden. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin entschieden, alle 131 Bewohner:innen testen zu lassen. Bereits seit Freitag gilt ein allgemeines Betretungsverbot für Besucher:innen in allen Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises.

Aktuelle Corona-Situation an den Schulen im Kreis Darmstadt-Dieburg

An folgenden Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind Corona-Maßnahmen angelaufen, weil dem Gesundheitsamt am Dienstagabend und am heutigen Dienstag Corona-Fälle aus dem Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim, der Albert-Einstein-Schule in Groß-Bieberau, der Melibokusschule in Alsbach-Hähnlein, der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg und der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt gemeldet wurden.

Die Stadt Darmstadt hat zuletzt am 5. November über Corona-Fälle an Darmstädter Schulen informiert.

Laut einer Mitteilung des Odenwaldkreises vom Mittwoch befanden sich am Mittwochmorgen 13 Personen stationär im Gesundheitszentrum in Erbach, davon drei auf der Intensivstation (Stand 11.11., 07:15 Uhr). Ein Patient wartete noch auf sein Testergebnis. In Kliniken außerhalb des Kreises wurden acht weitere Patienten behandelt.

Corona in Südhessen: Weitere Todesfälle im Kontext mit Covid-19

Update vom Dienstag, 10. November, 18.35 Uhr: Im Kreis Groß-Gerau wurden am Dienstag vier weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Auch in Darmstadt und im Kreis Bergstraße starb jeweils eine weitere Person. Während die Stadt Darmstadt und der Kreis Groß-Gerau zu Todesfällen keine näheren Angaben macht, teilte die Kreisverwaltung in Heppenheim mit, es handele sich bei dem oder der Verstorbenen um eine 95-jährige Person aus Biblis.

In der Kreisklinik Groß-Gerau wurden aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen zusätzliche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, wie zum Beispiel eine FFP2-Maskenpflicht auf dem gesamten Campus, Schnelltests für jeden Patienten und Routine-Tests beim Klinikpersonal. Auch Termine für planbare Operationen wurden abgesagt, wie Klinikgeschäftsführerin Erika Raab auf Anfrage der Frankfurter Rundschau am Dienstag mitteilte. Durch die Verschiebung planbarer Eingriffe habe man Personal insbesondere der Anästhesiepflege gewinnen können, welches unterstützend auf der Intensivstation tätig werde.

Kreisklinik Groß-Gerau: Fünf Klinikmitarbeitende infiziert

Derzeit seien fünf Kräfte der Covid-Intensivstation in der Kreisklinik Groß-Gerau infiziert. Zusätzlich befänden sich vier Mitarbeiter:innen in Quarantäne. „Dank der hohen Einsatzbereitschaft unserer Kollegen können Personalengpässe zur Zeit gut kompensiert werden“, so Raab. Sie sei sicher, dass „wir auch die zweite Welle in den Griff bekommen“, weil man bereits einige Erfahrung gesammelt habe.

Aktuell befinden sich in der Kreisklinik auf der Normalstation 26 Corona-Patienten, sowie acht Verdachtsfälle. Auf der Intensivstation liegen vier positiv auf das Virus Getestete, von welchen zwei beatmet werden, so Raab.

40 Soldatinnen und Soldaten helfen dem Gesundheitsamt Darmstadt

Update, Montag, 9. November, 17:00 Uhr: 40 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden ab Dienstag (10. November) das Darmstädter Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie unterstützen. Wie die Stadt mitteilte, trafen bereits am Montag zehn Personen ein. Am Dienstag sollten 30 weitere folgen. Sie werden im Ibis Hotel untergebracht und sollen sieben Tage die Woche im zwei Schicht-Betrieb in der Kontaktverfolgung, der Datenerfassung oder dem Zustellen von Quarantänebescheiden als Botenpost eingesetzt werden. Der Einsatz sei für vier Wochen genehmigt, könne aber verlängert werden, hieß es. Schon in der  Flüchtlingskrise 2015 seien Einheiten der Bundeswehr „eine wichtige Stütze“ gewesen, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

OB: Expotentielles Wachstum in Darmstadt scheint ausgebremst

Am Montag sank die Sieben-Tages-Inzidenz in Darmstadt leicht auf 124,5. Die Infektionszahlen liegen jedoch montags immer niedriger, weil nicht all Fälle über das Wochenende gemeldet werden. Das exponentielle Wachstum in der Stadt scheine vorerst ausgebremst, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) nach der Sitzung des Covid-19-Krisenstabs. „Nach der Einschätzung des Gesundheitsamts kommen wir hier langsam auf einem Plateau an.“ 

Corona in Darmstadt: Lage in Kliniken angespannt

Auch wenn derzeit keine größeren Ausbrüche zu verzeichnen seien, gebe es aktuell einige Testungen in Darmstädter Alten- und Pflegeheimen, hieß es weiter. Zudem bleibe die Situation in den Kliniken weiter angespannt. Da die Krankenhäuser in Groß-Gerau und Rüsselsheim mit Covid- und Non-Covid-Patienten voll belegt seien und Groß-Umstadt nach wie vor durch den Corona-Ausbruch in der Geriatrie beeinträchtigt sei, würden weiterhin Patienten etwa nach Fulda verlegt. Aktuell befinden sich nach Angaben der Stadt Darmstadt 66 Covid-Patientinnen- und Patienten in Darmstädter Krankenhäusern. Elf von ihnen  werden intensivmedizinisch behandelt.

Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Groß-Zimmern: 22 Bewohner infiziert

Update, Sonntag, 8. November, 22:30 Uhr: In einem Pflegeheim in Groß-Zimmern im Landkreis Darmstadt-Dieburg haben sich 22 der insgesamt 42 Bewohner:innen und sechs Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert. Zwei der positiv getesteten Bewohner:innen in der Pflegeeinrichtung Gersprenz der gemeinnützigen Seniorendienstleistungs-Gesellschaft (Senio) seien im Krankenhaus, teilte der Landkreis am Sonntagabend mit. Wie es zu dem Ausbruchsgeschehen gekommen sei, sei noch unklar, teilten Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) und Senio-Geschäftsführer Rolf Theissen mit.

Bereits am vergangenen Mittwoch, 4. November, waren nach Angaben der Kreisverwaltung vier Heimbewohnerinnen und -bewohner sowie eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden alle Bewohner:innen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung getestet. Die Testergebnisse lagen dann am Sonntagmittag vor.

Am Sonntag wurden nach Angaben des Kreises 33 positiv auf Covid-19 getestete Patient:innen in der Kreisklinik Groß-Umstadt behandelt. Davon befand sich ein Patient auf der Intensivstation. Zudem wurden drei Patient:innen in der Kreisklinik Seeheim-Jugenheim intensivmedizinisch betreut. 

Landrat Schellhaas schrieb am Sonntagabend auf seinem Landrats Blog konsterniert: „Es hat uns wirklich schlimm erwischt.“ Mit 111 Neuinfektionen sei im Landkreis erneut ein Höchststand bei den Neuinfektionen innerhalb eines Tages erreicht worden. Alleine in den vergangenen sieben Tagen habe es 505 Neuinfektionen gegeben. Derzeit gebe es etwa 1000 aktive Infektionen.

Landrat Schellhaas für konsequentere Corona-Bekämpfung

Mit Bezug auf die eskalierte Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Leipzig äußerte Schellhaas, es sei eine Zunahme von Ängsten in der Bevölkerung festzustellen. Er stelle aber auch fest, dass es viel Kritik an den aktuellen Einschränkungen gebe. Manchen gingen sie zu weit und manchen nicht weit genug. Existenzängste gebe es in Familien, bei Betrieben und den vielen Kleinstunternehmen etwa im Kultursektor bis zur Gastronomie. Zudem gebe es Ängste selbst zu erkranken oder Ängste um Angehörige.

Angst, so Schellhaas, mache jedoch „oft ohnmächtig. Dies sei „ein schlimmes Gefühl“. Es bleibe jedoch nur die Option, das Virus gemeinsam zu bekämpfen - „vielleicht etwas konsequenter als wir das im Sommer gemacht haben“. Umso schneller werde man die Ängste wieder los. Der Appell des Landrats: „Also lasst uns zusammenhalten!“

17. Corona-Todesfall im Kreis Bergstraße

Im Kreis Bergstraße wurden in den vergangenen sieben Tagen laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung vom Sonntag 430 Neuinfektionen registriert. Der Kreis vermeldete zudem den Tod einer 73-jährigen Person aus Lampertheim im Zusammenhang mit Covid-19. Derzeit, so der Kreis, befänden ich 30 Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

Corona in Darmstadt: Lilien ohne ihren Kapitän chancenlos

+++ 15:55 Uhr: Eine Stunde vor Beginn des Heimspiels gegen den SC Paderborn hat der Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 1898 mitgeteilt, dass Außenverteidiger Fabian Holland im Rahmen der regelmäßigen PCR-Testungen positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden sei. Der Lilien-Kapitän sei umgehend isoliert worden und habe sich mit sofortiger Wirkung in eine häusliche Quarantäne begeben. 

Der SV 98 befindet sich laut einer Mitteilung des Vereins „in einem ständigen und engen Austausch mit den zuständigen Behörden“. Auch die Deutsche Fußball-Liga sei umgehend von den Lilien über das positive Testergebnis informiert worden. Weil alle weiteren Ergebnisse der Testreihe negativ ausgefallen seien, konnte das Heimspiel gegen den SC Paderborn um 13.30 Uhr im Stadion am Böllenfalltor angepfiffen werden. Ohne ihren Kapitän verloren die Lilien das Heimspiel mit 0:4.

Corona in Südhessen: Fünf neue Todesfälle

Update vom Sonntag, 8. November, 10:45 Uhr: Im Landkreis Groß-Gerau sind drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion registriert worden und im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein weiterer Todesfall. Seit Beginn der Pandemie im März sind nun insgesamt 33 Menschen im Kreis Groß-Gerau gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten; im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind es nun 29.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin registrierte für die Stadt Darmstadt und den Kreis Groß-Gerau einen rückläufigen Wert bei den Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde mit 111 registrierten Neuinfektionen abermals ein neuer Höchstwert bei den täglichen Corona-Neuinfektionen erreicht.

Odenwald: 46 weitere Personen nach Corona-Erkrankung genesen

Der Odenwaldkreis teilte am Sonntagvormittag mit, im Verlauf des Samstags seien im Kreis 23 neue positive Corona-Testergebnisse verzeichnet worden. Dadurch erhöhe sich die Gesamtzahl der bislang registrierten Corona-Fälle auf 928. Davon seien 625 Personen bereits genesen – 46 mehr als noch am Freitag. Die Zahl der Todesfälle betrage weiter 72. Dadurch ergibt sich ein Infektionssaldo von 231. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis 117 neue Corona-Infektionen.

Im Krankenhaus befanden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in Erbach zuletzt 26 Personen (Stand: 06.11., 15 Uhr). Im Gesundheitszentrum in Erbach würden 15 Patientinnen und Patienten behandelt. Davon warteten sechs auf ihr Testergebnis. In Kliniken außerhalb des Kreises werden nach Angaben des Kreises elf Personen behandelt.

Darmstadt-Dieburg: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

+++ 18:30 Uhr: Klaus Peter Schellhaas (SPD), der Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, teilte am Samstagabend via Facebook und auf seinem Landrats Blog mit, mit 103 Neuinfektionen gegenüber dem Vortag sei im Kreis abermals ein neuer Höchststand erreicht worden. Insgesamt seien nun jetzt schon 2.115 Infizierte seit Beginn der Pandemie registriert worden.. Etwa 950 aktive Fälle gebe es derzeit im Landkreis. Inzwischen seien 28 Menschen aus dem Landkreis an oder mit Corona verstorben.

Auf der Covid-19-Station in der Kreisklinik Groß-Umstadt werden nach Angaben des Landrats 29 Menschen behandelt und eine Person liege dort auf der Intensivstation. In der Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim würden 3 Personen intensivmedizinisch behandelt, so Schellhaas.

Corona im Kreis Groß-Gerau: Drei neue Todesfälle

Update vom Samstag, 7. November, 15:20 Uhr: Wirkt sich der Teil-Lockdown nun allmählich auf die Zahl der Corona-Neuinfektionen aus? Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat am Samstagmorgen die aktuellen Infektionszahlen veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die Meldungen, die die Gesundheitsämter am Freitag übermittelt hatten.

Während für den Landkreis Darmstadt-Dieburg mit 103 neuen Fällen abermals ein neuer Höchstwert bei den an einem Tag registrierten Corona-Neuinfektionen gemeldet wurde, sind die auf eine Woche bezogenen Zahlen der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Darmstadt, dem Kreis Groß-Gerau und im Odenwaldkreis rückläufig. Im Kreis Groß-Gerau wurden nach Angaben des RKI allerdings gleich drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert.

16. Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 an der Bergstraße

Die Zahlen für den Kreis Bergstraße, die die Kreisverwaltung in Heppenheim und das RKI veröffentlicht haben, weichen seit einiger Zeit sehr stark voneinander ab. Der Kreis meldete bereits am Donnerstag 1.880 bestätigte Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im März und am Freitagabend 1.938 Fälle sowie einen weiteren Todesfall - der inzwischen 16. - im Zusammenhang mit der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Bei dem oder der Verstorbenen handelte es sich nach Angaben des Kreises um eine 84-jährige Person aus Heppenheim.

Das RKI listete hingegen mit Stand Samstag, 0 Uhr, nur 1.834 Fälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner von 123,9 für den Kreis Bergstraße auf. Nach Angaben der Kreisverwaltung gab es im südlichsten hessischen Landkreis allein in den vergangenen sieben Tagen 407 Neuinfektionen. 29 Menschen aus dem Landkreis müssen derzeit in einem Krankenhaus stationär behandelt werden.

Corona im Odenwald: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 115,8

Im Odenwald ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen zwar abermals um 16 auf 905 Fälle (Stand 06.11., 16:40 Uhr) gestiegen. Die Zahl der Genesenen (579) und Verstorbenen (72) sei jedoch unverändert geblieben, so dass der Infektionssaldo bei 254 liege, teilte die Pressestelle der Kreisverwaltung in Erbach am Samstagvormittag auf der Internetseite des Kreises mit.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sei hingegen im Odenwald weiter gesunken, weil es bezogen auf die zurückliegende Woche insgesamt weniger neue Corona-Fälle gegeben habe. Laut RKI liegt der Wert nun bei 115,8. Im Odenwaldkreis gab es in den vergangenen sieben Tagen 112 neue laborbestätigte Corona-Fälle. Am stärksten betroffen ist weiterhin die Region Erbach/Michelstadt mit 48 Fällen (Erbach 21, Michelstadt 27). Danach folgen mit Abstand die Region Unterzent mit 28 Fällen (Höchst 13, Breuberg 12, Lützelbach 3) und das Gersprenztal mit 18 Fällen (Reichelsheim 7, Brensbach 6, Fränkisch-Crumbach 5). In den Regionen Bad König/Brombachtal und Mossautal/Oberzent gibt jeweils neun Fälle (Bad König 7, Brombachtal 2 beziehungsweise Mossautal 4,Oberzent 5).

Klassen an acht Schulen im Odenwald in Quarantäne

Die Quarantäne-Zeit für das Pflegeheim Oberscholzenhof in Brensbach läuft nach Angaben der Kreisverwaltung in Erbach mit dem heutigen Tag aus. Das gelte auch für die Kindergärten Arche Noah in Steinbach und De Laabfrosch in Brensbach sowie für eine Klasse der Grundschule Bad König. Dort stehe jedoch noch eine andere Klasse unter Quarantäne. Davon betroffen seien auch Schülerinnen und Schüler der Schule am Hollerbusch in Michelstadt, der Grundschule Beerfurth, der Schule am Sportpark in Erbach, der Ernst-Göbel-Schule in Höchst, der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim, des Gymnasiums Michelstadt, der Schule am Drachenfeld in Erbach sowie Kinder einer Wohngruppe des Regenbogenhauses in Erbach.

26 Personen aus dem Odenwald werden derzeit in Krankenhäusern betreut. Im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis sind es nach Angaben der Kreisverwaltung 15 (Stand 06.11., 15:00 Uhr). Davon warteten sechs Personen noch auf ihr Testergebnis. In anderen Kliniken werden nach Angaben des Kreises elf Patientinnen und Patienten behandelt.

Corona in Südhessen: Sechs weitere Todesfälle

Update vom Freitag, 6. November, 22:30 Uhr: Auch fünf Tage nach dem Beginn des Teil-Lockdowns wirken sich die einschränkenden Corona-Maßnahmen wie die Schließung von Hotels, Gaststätten sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen offenbar noch kaum auf das Infektionsgeschehen aus. Die Corona-Infektionszahlen steigen zum Teil weiter deutlich an und es gibt auch weitere Todesfälle in der Region zu beklagen. In Darmstadt und den vier Landkreisen in Südhessen wurden nach Angaben der Behörden sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet.

Mehr als tägliche 100 Corona-Neuinfektionen in zwei Kreisen

In den Kreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau wurden am Donnerstag jeweils mehr als 100 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion registriert. Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg bedeutet dies laut Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD), dass dem Gesundheitsamt noch nie so viele Neuinfektionen an einem Tag gemeldet wurden. Im Kreis gebe es derzeit knapp 900 aktive Infektionen, berichtete Schellhaas am Freitagabend auf seinem Landrats Blog.

Neue Corona-Fälle an fünf Schulen und zwei Kitas

Die Pressestelle des Landkreises Darmstadt-Dieburg teilte am Freitagabend mit, dass an der Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt und der Goetheschule in Dieburg „Corona-Maßnahmen angelaufen“ seien, nachdem am Donnerstagabend und am Freitag neue Corona-Fälle gemeldet worden seien.

Der Kreis Bergstraße teilte am Freitag mit, es gebe neue Corona-Fälle an der Heinrich-Metzendorf-Schule in Bensheim, zwei Kindertagesstätten in Heppenheim, einem Pflegeheim in Hirschhorn sowie einer Behindertenhilfe-Einrichtung in Lorsch.

Der Odenwaldkreis teilte am Freitag mit, es seien Schülerinnen und Schüler aus drei Klassen der Ernst-Göbel-Schule in Höchst sowie eine Klasse der Schule am Hollerbusch in Michelstadt unter Quarantäne gestellt worden.

80 Corona-Fälle an etlichen Schulen in Darmstadt

Ein Sprecher der Stadt Darmstadt teilte auf Anfrage der Frankfurter Rundschau am Freitag mit, wegen der Fülle der Corona-Infektionsfälle teile die Stadt - im Gegensatz etwa zu benachbarten Kreisverwaltungen - schon seit einigen Wochen nicht mehr mit, welche öffentliche Einrichtungen in der Stadt von Corona-Infektionen betroffen seien. Begründet wurde dieses Vorgehen mit der derzeitigen Überlastung des Darmstädter Gesundheitsamtes. In den vergangenen Wochen war durch diese äußerst zurückhaltende Kommunikation jedoch der Eindruck entstanden, in der Stadt gebe es in Schulen, Kitas, Pflegeheimen und Gemeinschaftsunterkünften fast keine Corona-Infektionsfälle. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hatte am Donnerstagabend, 5. November, zu Beginn der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt, seit Beginn des neuen Schuljahrs im August habe es 80 Corona-Infektionsfälle an etlichen Darmstädter Schulen gegeben. Zudem seien derzeit sieben Kitas wegen Corona-Infektionen vor allem von Erziehungspersonal geschlossen. Die Namen der Schulen und Kitas wollte ein Stadtsprecher auf Nachfrage der FR nicht nennen.

Corona in Darmstadt: Lage in Kliniken bleibt angespannt

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Lage nach Angaben der Stadt angespannt. Da seit Ausruf der Eskalationsstufe 2 aber bereits Covid-Patient:innen aus den Darmstädter Kliniken in andere hessische Häuser verlegt worden seien, seien die Zahlen etwas gesunken, teilte das Klinikum Darmstadt mit. Aktuell befinden sich Klinikum Darmstadt 27 Personen auf der Normalstation und zehn auf der Intensivstation, im Elisabethenstift sind es 17 und zwei. Im Alice-Hospital werden zwölf Covid-Patient:innen und in den Kinderkliniken zwei auf den Normalstationen behandelt.

Darmstadt: Bundeswehr-Einheit trifft Anfang der nächsten Woche ein

Vertreter des Darmstädter Gesundheitsamts informierten am Freitag während der jüngsten Sitzung des Covid-19-Krisenstabs der Stadt, dass die Vorbereitungen zur Unterstützung durch die Bundeswehr bei der Kontaktnachverfolgung abgeschlossen seien. Vom kommenden Montag, 9. November, an soll eine erste Voraustruppe im Gesundheitsamt eintreffen, am Dienstag folge dann der Rest der - laut dem Darmstadt-Dieburger Landrat Schellhaas - aus 40 Soldatinnen und Soldaten bestehenden Einheit.

Strategie für den Einsatz von mit Corona-Schnelltests in Darmstadt

Das städtische Amt für Soziales hat nach einer Mitteilung der Stadt Darmstadt vom Freitag gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Strategie für den Umgang und Einsatz mit Corona-Schnelltests in Alten-, Pflege-, Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen erarbeitet. Diese müsse nun allerdings noch „final abgestimmt werden“. Zentrales Element der Strategie sei der Einsatz einer Art „Taskforce“ bestehend aus medizinisch geschultem Personal, das die Tests in den Einrichtungen bei Anforderung vornehmen soll.

Flexibler Präsenz- und Distanzunterricht ab Klasse 7 im Kreis Groß-Gerau

Im Kreis Groß-Gerau tritt am kommenden Montag, 9. November laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung eine neue Allgemeinverfügung für die Schulen des Kreises in kraft. Zentraler Punkt: Wo der Abstand von anderthalb Metern im gesamten schulischen Geschehen nicht eingehalten werden kann, wird ab der Klasse 7 die „Kombination von Präsenz- und Distanzunterricht“ verfügt. Die Allgemeinverfügung gilt vorerst bis zum 31. Januar 2021.  

Corona in Südhessen: Sieben-Tage-Inzidenzen sinken

Update vom Donnerstag, 5. November, 15:15 Uhr: In Darmstadt und in den vier Landkreisen in Südhessen sind die auf die vergangenen sieben Tage bezogenen Inzidenzwerte zwar gesunken, sie befinden sich aber noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Im Kreis Groß-Gerau wurde der in dieser Woche erstmals überschrittene Wert von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wieder knapp unterschritten.

In Darmstadt betrachtet das Gesundheitsamt nun 673 der seit März registrierten 1.191 Corona-Fälle wieder als „geheilt“.

Neue Corona-Fälle an drei Schulen im Kreis Darmstadt-Dieburg

Von der Kreisverwaltung des Landkreises Darmstadt-Dieburg wurden am Donnerstag, 5. November, neue Corona-Fälle an der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt, der Carlo-Mierendorff-Schule in Griesheim und der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg gemeldet.

Die Kreisvolkshochschule Groß-Gerau teilte am Donnerstag mit, mit sofortiger Wirkung würden alle Kurse in den Programmbereichen Gesellschaft, Kultur sowie Gesundheit und Bewegung bis Ende des Jahres abgesagt. Neue Kurse werden bis zum 31. Dezember nicht angeboten

Der Odenwaldkreis teilte am Donnerstagvormittag mit, dass es am Mittwoch zwar 17 neue positive Corona-Testergebnisse gegeben habe, dass aber die Zahl der Genesenen um 24 auf 551 gestiegen sei. In den vergangenen sieben Tagen seien insgesamt 133 neue Corona-Infektionen im Odenwald registriert worden.

22 Patientinnen und Patienten aus dem Odenwald würden in Krankenhäusern behandelt. Im Gesundheitszentrum in Erbach befinden sich laut der Mitteilung der Kreisverwaltung elf Personen, die Corona-Intensivstation sei derzeit aber nicht belegt. Vier Personen warteten noch auf ihr Testergebnis. In Kliniken außerhalb des Kreises werden nach Angaben des Kreises elf Patienten behandelt. Es stünden auch keine neuen Schulen oder Kindertagesstätten unter Quarantäne. Auch sei am Mittwoch kein weiteres Alten- oder Pflegeheim von Neuinfektionen betroffen gewesen, teilte die Kreispressestelle in Erbach mit.

Corona in Südhessen: Vier weitere Todesfälle

+++ 22:00 Uhr: Im Odenwaldkreis ist nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung vom Mittwoch ein weiterer Heimbewohner ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Er gehörte zur Altersgruppe der 80- bis 89-Jährigen. Die Gesamtzahl der Verstorbenen im Odenwald im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 beträgt nunmehr 71.

Corona-Todesfälle an der Bergstraße verfünffachen sich in zwei Wochen

Der Kreis Bergstraße vermeldete am Mittwochabend einen 15. Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dabei habe es sich um eine 78-jährige Person aus Lampertheim gehandelt. In den vergangenen zwei Wochen hat sich die Zahl der Todesfälle im Landkreis im Zusammenhang mit Covid-19 verfünffacht. Bis zum 22. Oktober waren seit Beginn der Pandemie erst drei Todesfälle an der Bergstraße registriert worden.

Und auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Kreis Groß-Gerau wurden nach einer Auflistung des hessischen Sozialministeriums am Mittwoch jeweils ein weiterer Corona-Todesfall registriert. Im Kreis Darmstadt-Dieburg sind seit Beginn der Pandemie im März nun 26 Menschen und im Kreis Groß-Gerau 28 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Weitere Corona-Fälle in Schulen, Kitas und Pflegeheimen

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg meldete am Mittwoch neue Corona-Fälle an der Goetheschule in Dieburg, der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt und der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt. Laut Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) werden im Kreiskrankenhaus in Groß-Umstadt 33 Personen mit Covid-19 behandelt. Eine Person liege dort auf Intensivstation. In der Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim würden bereits drei Menschen auf der Intensivstation behandelt.

Der Kreis Bergstraße meldete am Mittwoch zudem weitere Corona-Fälle in sieben Schulen und Kitas in Bensheim, Fürth, Rimbach und Lampertheim, in vier Pflegeheimen in Bensheim, Lampertheim, Heppenheim und Wald-Michelbach sowie einer Tagesförderstätte in Bensheim. Insgesamt hat das Kreisgesundheitsamt allein in den vergangenen sieben Tagen 391 Neuinfektionen registriert. Derzeit würden 27 Menschen aus dem Kreis mit einer bestätigten Corona-Infektion in Kliniken behandelt.

Der Odenwaldkreis teilte am Mittwoch mit, 21 Menschen mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion würden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, zehn davon im Gesundheitszentrum in Erbach. Eine Person befinde sich auf der Intensivstation, drei Testergebnisse stünden noch aus und elf Infizierte würden in Kliniken außerhalb des Odenwaldkreises behandelt.
 
In der Mitteilung des Kreises heißt es ferner, dass von Quarantäne-Maßnahmen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer an sieben Schulen in Michelstadt, Rai-Breitenbach, Bad König, Erbach, Beerfurth und Reichelsheim sowie vier Kindergärten in Klein-Gumpen, Wald-Amorbach, Michelstadt und in Steinbach betroffen seien. Unter Quarantäne stünden außerdem ein Pflegeheim in Brensbach sowie eine Wohngruppe in Erbach.

Corona im Kreis Groß-Gerau: Keine Gesundheitskurse bis Silvester

Im Kreis Groß-Gerau hat die Kreisvolkshochschule laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung mit sofortiger Wirkung alle Gesundheits- und Bewegungskurse bis zum 31. Dezember abgesagt. Neue Kurse finden bis dahin nicht statt.

Corona-Lage in Kliniken in Darmstadt „problematisch“

+++ 17.30 Uhr: Die Lage in den Darmstädter Kliniken ist „weiter problematisch“. Wie die Stadt am Mittwoch nach der Sitzung des Covid-19-Krisenstabs mitteilte, würden vor allem die Zahlen der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Normalstationen „in immer größere Höhen“ klettern. Derzeit befinden sich den Angaben zu Folge 77 nachweislich mit Covid-19 infizierte Personen in Darmstädter Krankenhäusern. Von ihnen werden zwölf intensivmedizinisch behandelt, zwei befinden sich in der Kinderklinik. Noch am Montag war von 57 an Covid-19 erkrankte Personen die Rede, von denen zwölf auf Intensivstation waren.

Problematisch ist laut Eva Bredow-Cordier, der Sprecherin des Darmstädter Klinikums, auch, dass die Zahl der Patient:innen, die als Verdachtsfälle „durchgeschleust“ werden müssten, nicht gering sei. Als Beispiel nannte sie Patienten, die wegen eines Herzinfarkts eingeliefert würden, die aber auch husteten. Diese müssten isoliert werden.

Corona in Darmstadt: Personal infiziert oder in Quarantäne

Gleichzeitig bleibe die Personalsituation schwierig, da sich weiterhin Teile des medizinischen Personals infizierten und in Quarantäne bleiben müsse. Am Klinikum Darmstadt sind aktuell 24 Mitarbeitende infiziert – von insgesamt 3350. Hinzu kommen 60 Menschen, die als Kontaktpersonen in Quarantäne sind.

Weitere 150 Kräfte arbeiten unter Auflagen, obwohl sie Kontaktpersonen des Grades 1b sind – also nicht positiv und ohne Symptome, wie Eva Bredow-Cordier, die Sprecherin des Klinikums Darmstadt, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitteilte. „Sie müssten zu Hause bleiben, wenn sie nicht im Krankenhaus arbeiten würden.“ Weil sie systemrelevant seien, dürften sie aber ohne Patientenkontakt oder nur in Schutzausrüstung in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt tätig bleiben. Dies stelle eine große Belastung für die Personen dar.

Masken-Zone in Darmstadt: Essen, Trinken und Rauchen nicht erlaubt

Indes hat das Darmstädter Ordnungsamt mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass die für die Innenstadt erlassene Maskenpflicht „unbedingt in jeder Situation einzuhalten“ sei. Auch für das Einnehmen von Speisen oder Getränken sowie zum Rauchen dürften die Masken nicht abgenommen werden, teilte die Stadt mit. Essen, Trinken und Rauchen soll demnach in den Randbereichen der Innenstadt, außerhalb der Fußgängerzone, stattfinden, wie ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau bestätigte.  Viele Personen würden sich hier laut Kommunalpolizei nach wie vor „enorm uneinsichtig zeigen und gefährdeten mit diesem Verhalten andere“.

Corona in Darmstadt: Kitas reduzieren Öffnungszeiten

In Darmstadt haben die Träger der Kindertagesstätten laut einer Mitteilung der Stadt gemeinsam beschlossen, die Öffnungszeiten der Einrichtungen vom kommenden Montag, 9. November an, vorübergehend auf die Zeit von 7.30 bis 16 Uhr zu um anderthalb Stunden reduzieren. Derzeit sind die Kinderbetreuungseinrichtungen von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Die Reduzierung sei notwendig, um den Betrieb der Kitas auch unter Covid-19-Bedingungen weiter zu ermöglichen, hieß es.

Corona in Darmstadt: Weihnachtsmarkt 2020 fällt aus

Update vom Mittwoch, 4. November, 8:00 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie hat die Stadt Darmstadt den diesjährigen Weihnachtsmarkt abgesagt. Das hat die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mitgeteilt. Die Entscheidung sei im Konsens mit den Schausteller:innen getroffen worden. „Wir sind uns der Bedeutung für alle Partner, die von der Corona-Krise wirtschaftlich stark betroffen sind, mehr als bewusst“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne).

Die Stadt habe bis zuletzt geprüft, ob es nicht doch Möglichkeiten gebe, den Markt auszurichten. Das sei aber angesichts einer Inzidenz von weit über 75 „leider nicht realistisch und verantwortbar“. Wochenlang hätten Veranstalter, Schausteller und Händler Hygiene- und Sicherheitskonzepte erarbeitet, die den Darmstädter Weihnachtsmarkt entzerren und sicherer machen sollten. Daraus wird nun nichts.

Schausteller in Darmstadt hoffen auf Unterstützung

„Uns Schausteller trifft die Absage nach einem ganzen Jahr ohne Veranstaltungen natürlich besonders hart“, teilte Bernd Salm, der Vorsitzende des Darmstädter Schaustellerverbands. Trotzdem spricht er von einer „vernünftigen Entscheidung“, die der Verband „uneingeschränkt“ mittrage. „Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hat auch für uns oberste Priorität“, sagt Salm. Er hoffe jetzt auf finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Um trotz der Absage für etwas Adventsstimmung in der Stadt zu sorgen, soll es unter anderem in den Einkaufsstraßen eine Weihnachtsbeleuchtung geben.

Corona an der Bergstraße: Ein weiterer Todesfall

Update vom Dienstag, 3. November, 22:00 Uhr: Im Kreis Bergstraße ist nach Angaben der Kreisverwaltung in Heppenheim vom Montagabend ein weiterer Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um eine 82-jährige Person aus Heppenheim. Im Kreis sind seit Beginn der Pandemie nun 14 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. 30 Menschen aus dem Kreis Bergstraße wurden am Montag in einem Krankenhaus im Kreis stationär behandelt. Zudem gab es laut der Mitteilung der Kreisverwaltung 17 Verdachtsfälle in Kliniken. Allein In den vergangenen sieben Tagen haben sich 400 Menschen aus dem Kreis mit dem Coronavirus infiziert.

Das Heppenheimer Kreisgesundheitsamt meldete am Montag zudem weitere Corona-Fälle in der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, der Heinrich-Böll-Schule in Fürth, der Alfred-Delp-Schule in Lampertheim, der Schlosshofschule in Mörlenbach, einer Kita in Lampertheim und einer Pflegeeinrichtung in Biblis.

Seit der vergangenen Woche unterstützen 14 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr das Kreisgesundheitsamt dabei, Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ausfindig zu machen. In dieser Woche soll die Zahl der Helferinnen und Helfer in Uniform nach Angaben der Kreisverwaltung um zwei weitere steigen.

Zwei weitere Todesfälle im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Nach Angaben der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein wurden am Dienstag, 3. November, 36 positiv auf Covid-19 getestete Patient:innen in der Kreisklinik Groß-Umstadt behandelt, davon einer auf der Intensivstation. In der Kreisklinik Seeheim-Jugenheim werden zwei Covid-Patient:innen intensivmedizinisch betreut. Zudem meldete Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) am Dienstagabend zwei weitere Menschen aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, die an oder mit Covid-19 verstorben seien.

Corona in Darmstadt: Lage in Kliniken spitzt sich zu

Update vom Dienstag, 3. November, 10:45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle steigt in Darmstadt und in den vier benachbarten Landkreisen in Südhessen immer steiler an. Vor allem die Situation in den Darmstädter Kliniken spitze sich weiter zu, berichtete das Klinikum Darmstadt in der jüngsten Sitzung des städtischen Krisenstabs am Montag.

Im Kreis Groß-Gerau liegt der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bezogen auf die vergangenen sieben Tagen nun erstmals über 200. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Kreis Bergstraße und im Odenwaldkreis wurden sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus von den Gesundheitsbehörden gemeldet.

Auch Kinder an Covid-19 erkrankt

Update vom Montag, 2. November, 17:00 Uhr: Nach Angaben der Stadt Darmstadt befanden sich am Montag 57 an Covid-19 erkrankte Personen in Darmstädter Krankenhäusern. Zwölf von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt, zwei befinden sich in der Kinderklinik. Das Ausmaß des Anstiegs zeige sich beim Blick in die hessischen Krankenhäuser: Wurden am Höhepunkt der ersten Welle im Frühjahr maximal 1000 an Covid-19 erkrankte Patientinnen und Patienten sowie Verdachtsfälle zeitgleich in den hessischen Krankenhäusern behandelt, seien es nun bereits rund 1300, teilte die Stadt mit. Hinzu kämen weitere Infektionen beim Personal. Die Krankenhäuser seien dadurch zunehmend am Limit, hieß es.

Weiterer Corona-Todesfall in Darmstadt

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) bezeichnete die Entwicklung als „dramatisch“. Die Zahl der Infektionen über das zurückliegende Wochenende übertreffe die Erwartungen und Prognosen des  Gesundheitsamts, die Zahl der Intensivpatienten und der Auslastung hessenweit sei deutlich gestiegen. Gleiches gelte für die Entwicklung in den Schulen und Kitas, bei der zunehmenden Gefahr für Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Welche Schulen und Einrichtungen in Darmstadt von Infektionen betroffen sind, blieb am Montag trotz Nachfrage der FR zunächst unbeantwortet. Das Infektionsgeschehen sei „weiter diffus“. Recht pauschal und nicht näher konkret teilte die Stadt mit, es gebe „Infektionsfälle in Schulen, Kitas und Firmen“.

Für Darmstadt hatte das Gesundheitsamt am Montag 161 Corona-Neuinfektionen in drei Tagen (121 neue Fälle am Wochenende, 40 am Montag) gemeldet. Zudem wurde ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Sars-Cov-2 in Darmstadt bekannt.

Corona im Odenwald: Drei weitere Todesfälle

Auch im Odenwald und im Kreis Bergstraße gab es jeweils drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Die Odenwälder Kreisverwaltung in Erbach teilte am Montag und Dienstagmorgen mit, die Verstorbenen seien zwischen 80 und 89 Jahren, beziehungsweise über 90 Jahre alt gewesen, hätten Vorerkrankungen gehabt und in einem Alten- und Pflegeheim gewohnt. Die Gesamtzahl der Todesfälle, die im Odenwaldkreis seit Beginn der Pandemie in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stehen, sei nun auf 70 gestiegen. 

17 Patient:innen werden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt, zehn davon im Gesundheitszentrum Erbach (eine Person befindet sich auf der Intensivstation, ein Testergebnis steht aus) und sieben Personen aus dem Odenwald werden in Kliniken außerhalb des Odenwaldkreises behandelt.

Drei weitere Corona-Todesfälle auch an der Bergstraße

Die Bergsträßer Kreisverwaltung in Heppenheim teilte am Montag mit, bei den Verstorbenen handele es sich um eine 91-jährige Person aus Hirschhorn, eine 87-jährige Person aus Viernheim und eine 61-jährige Person aus Grasellenbach. 29 Personen aus dem Kreis Bergstraße mit einer bestätigten Corona-Infektion befanden sich am Montag nach Angaben des Kreises in stationärer Behandlung. Zudem werden in einem Krankenhaus weitere elf Verdachtsfälle behandelt.

Laut einer Auflistung des Kreises Bergstraße waren am Montag 14 Schulen und Kitas von Corona-Fällen betroffen, ferner wurden drei weitere Infektionsfälle in drei Pflegeheimen in Heppenheim, Grasellenbach und Hirschhorn sowie weitere in sieben Gemeinschaftsunterkünften in Bensheim, Heppenheim, Birkenau und Wald-Michelbach registriert.

Corona an Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg teilte mit, dass an folgenden Schulen im Kreis Corona-Maßnahmen angelaufen sind, da dort am Montag oder über das Wochenende weitere Corona-Infektionsfälle gemeldet wurden:

Landrat-Gruber-Schule (Dieburg), Schule auf der Aue (Münster) , Eiche Schule (Dieburg), Regenbogenschule (Münster), Friedrich-Ebert-Schule (Pfungstadt), Albrecht-Dürer-Schule (Weiterstadt). Alle genannten Einrichtungen seien nach wie vor geöffnet. Die Quarantäne-Maßnahmen beschränkten sich auf einzelne Gruppen, Klassen oder Kurse.

Corona in Südhessen: Neue Höchstwerte in Darmstadt und Darmstadt-Dieburg

Update vom Sonntag, 1. November, 12:30 Uhr: Nach einem nur kurzzeitig leichten Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz in Darmstadt am Donnerstag sind am Freitag und Samstag dem Darmstädter Gesundheitsamt wieder deutlich mehr laborbestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 und neue Höchstwerte bei der Wochen-Inzidenz für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg gemeldet worden.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin stieg der für die letzten sieben Tage ermittelte Wert pro 100.000 Einwohner:innen am Samstag in Darmstadt um mehr als zehn Punkte und am Sonntag um weitere 16 Punkte auf den neuen Höchstwert von 160,1 an. Und auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg kletterte der Wert am Samstag um 15 Punkte und am Sonntag um nochmals fast 13 Punkte auf den neuen Höchstwert von nun 163,2.

Zwei weitere Todesfälle im Odenwald, ein weiterer in Darmstadt

Die Kreisverwaltung des Odenwaldkreises in Erbach teilte am Sonntagvormittag mit, die Anzahl der positiven Corona-Tests sei inzwischen auf 811 gestiegen. Das seien sechs Fälle mehr als vom RKI am Sonntagmorgen veröffentlicht worden waren. Im Laufe des Samstags seien im Odenwald 18 neue positive Corona-Testergebnisse erfasst worden, teilte der Kreis mit. In den vergangenen sieben Tagen seien im Kreis 154 neue Corona-Fälle registriert worden.

Von den 811 Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie im März mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hätten, seien inzwischen 503 Personen genesen. Dies seien drei mehr als noch am Freitag. Bei der am Sonntagmorgen vom RKI gemeldeten 7-Tage-Inzidenz von 152 (Stand 01.11., 00:00 Uhr) für den Odenwaldkreis seien allerdings sechs neue positive Testergebnisse noch nicht eingerechnet worden, hieß es in der Mitteilung der Erbacher Kreisverwaltung vom Sonntagvormittag.

Zudem seien zwei weitere Personen in Zusammenhang mit ihrer Corona-Erkrankung verstorben. Sie waren nach Angaben der Kreisverwaltung zwischen 80 und 89 Jahre alt, hatten Vorerkrankungen und lebten in einem Alten- und Pflegeheim. Die Zahl der Todesfälle im Odenwaldkreis im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt somit auf 67. Dem RKI wurde auch aus der Stadt Darmstadt ein weiterer Todesfall - der inzwischen 19. Todesfall - gemeldet. Im Gegensatz zu den Kreisverwaltungen etwa in Erbach und Heppenheim gibt es seitens der Stadt Darmstadt schon seit Wochen keine weiteren Informationen zu den Todesfällen, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen.
 
Zwölf Personen befinden sich nach Angaben der Erbacher Kreisverwaltung im Gesundheitszentrum in Erbach, davon zwei auf der Intensivstation (Stand 01.11., 8:45 Uhr). Außerdem warteten noch zwei Patienten auf ihr Testergebnis. In Kliniken außerhalb des Kreises würden sieben weitere Patienten behandelt.

Querdenken-Kundgebung in Darmstadt: Nachlässiger Umgang mit Masken

+++ 22:30 Uhr: Am Darmstädter Marktplatz waren am Samstagabend die Restaurants bis in die späten Abendstunden noch gut besucht und fast alle Tische dicht besetzt. Bei einer mehrere Stunden dauernden Kundgebung der Initiative Querdenken auf dem Karolinenplatz in Darmstadt, an der nach Polizeiangaben rund 350 Menschen teilnahmen, wurden dutzendfach die Auflagen der Versammlungsbehörde ignoriert.

Die erkennbar defensiv agierenden Einsatzkräfte von Polizei und Darmstädter Kommunalpolizei verhielten sich ausgesprochen zurückhaltend mit Kontrollen insbesondere der angeordneten Maskenpflicht während der Kundgebung. Ermahnungen der Versammlungsleitung, den Mund und die Nase zu bedecken, wurden von den bekennenden Maskengegnerinnen und -gegnern vielfach ignoriert, wenngleich eine Mehrheit Masken trug. Einige Teilnehmer:innen der Kundgebung trugen auch sogenannte Fake-Masken ohne einen schützenden Stoff.

Kreis Groß-Gerau reagiert auf Corona-Verordnungen des Landes Hessen

Der Verwaltungsstab des Kreises Groß-Gerau hat sich am Samstagvormittag mit den Beschlüssen und Verordnungen des Landes Hessen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus befasst. In einer Mitteilung des Kreises hieß es, das Gremium um Landrat Thomas Will (SPD) und den Ersten Kreisbeigeordneten Walter Astheimer (Grüne) habe beschlossen, die Allgemeinverfügung des Kreises für den sozialen und betrieblichen Bereich vom 22. Oktober, die noch bis 8. November Gültigkeit gehabt hätte, aufgrund der ab diesen Montag, 2. November geltenden Landesregelungen aufzuheben. Die vom Kreis formulierten Maßgaben etwa zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen, zu Zusammenkünften oder Gaststättenbesuchen würden durch die neuen Landesvorschriften „obsolet“. 

Infos rund um Corona: Kreis Groß-Gerau verstärkt Hotline-Team

Anfang Oktober hatte der Kreis Groß-Gerau seine Corona-Info-Hotline auf das Kreisgesundheitsamt umgestellt: Fragen aus der Bevölkerung rund um Corona werden unter der Rufnummer 0 61 52/989-213 beantwortet. Das Team dieser Telefon-Hotline sei angesichts der Dynamik bei den Fallzahlen und aufgrund der vielen neuen Vorgaben und Verordnungen nochmals verstärkt worden, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Von Montag, 2. November, gelten zudem neue Zeiten: Die Corona-Hotline des Groß-Gerauer Kreisgesundheitamtes ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Eine Kontaktaufnahme ist auch per Mail an corona.hotline@kreisgg.de möglich. Aktuelle Informationen zum Themenkomplex Corona bündelt die Groß-Gerauer Kreisverwaltung auch auf einer Sonderseite auf der Homepage des Kreises.

Neue Todesfälle an der Bergstraße und im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Update vom Samstag, 31. Oktober, 14:10 Uhr: Der Kreis Bergstraße meldete am Freitagabend zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Es handele sich um eine 84-jährige Person aus Lampertheim und eine 86-jährige Person aus Biblis. Auch das Robert-Koch-Institut in Berlin listete am Samstagmorgen einen weiteren Todesfall für den Landkreis Darmstadt-Dieburg auf, dem inzwischen 24. seit Beginn der Pandemie im Frühjahr.

Corona im Odenwald: Inzidenz sinkt deutlich um 30 Punkte

Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Odenwaldkreis ist nach teils starken Anstiegen in den vergangenen Tagen zwar wieder deutlich gesunken, befindet sich aber gleichwohl noch auf einem sehr hohen Niveau. Laut dem Robert-Koch-Institut in Berlin beträgt der Wert - neue Fälle in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner - aktuell 163,4 (Stand 31. Oktober, 00:00 Uhr). Das ist ein Rückgang um 30 Punkte gegenüber dem Vortag.

Laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung vom Samstag wurden am Samstagvormittag elf Patientinnen und Patienten aufgrund ihrer Corona-Erkrankung im Gesundheitszentrum in Erbach behandelt. Eine Person davon befinde sich auf der Intensivstation. Ein Testergebnis stehe noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises werden nach Auskunft des Kreises sieben Patient:innen behandelt.

Corona-Fälle an sechs Schulen im Odenwald und an 19 an der Bergstraße

Die Kreisverwaltung in Erbach teilte ferner mit, dass wegen mehrerer Corona-Fälle derzeit Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer aus mehreren Klassen aus sechs Schulen in Rai-Breitenbach, Höchst, Reichelsheim, Bad König, Erbach und Michelstadt unter Quarantäne stünden.

Zudem seien fünf Kindergärten in Reichelsheim, Michelstadt und Breuberg bereits komplett oder teilweise geschlossen worden. Außerdem sei für eine Wohngruppe in Erbach eine Quarantäne verfügt worden. Zudem stehe nach wie vor das Alten- und Pflegeheim Oberscholzenhof in Brensbach unter Quarantäne.

Im Kreis Bergstraße gab es nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung vom Freitag einen weiteren Corona-Fall in einer Pflegeeinrichtung in Hirschhorn, einen weiteren Fall an der Nibelungenschule Heppenheim und der Kirchbergschule in Bensheim. Seit Beginn des Schulunterrichts nach den Herbstferien wurden vom Kreisgesundheitsamt nun schon Corona-Fälle an 19 Schulen im Kreis Bergstraße registriert. Zudem gab es in den vergangenen zwei Wochen mehrere Infektionsfälle in Pflegeheimen, Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge und Obdachlose sowie in Kitas und einer Wohnstätte für Behinderte.  

Corona in Darmstadt: Videobotschaft des Oberbürgermeisters

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hat sich unterdessen mit einer Videobotschaft, die am frühen Freitagabend auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht wurde, an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt gewandt und zur aktuellen Situation Stellung genommen. Partsch sagte, die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Menschen und der an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 seien in den vergangenen zwei, drei Wochen deutlich gestiegen. Der von Montag, 2. November, an geltenden „Lockdown light“ sei „richtig“, um zu verhindern dass das Gesundheitssystem überstrapaziert werde und die Lage dann nicht mehr zu beherrschen sei. Es sei sehr wichtig, die Infektionszahlen bis Ende November deutlich zu verringern.

Darmstadts OB Jochen Partsch: „Unterschätzen Sie das Virus nicht!“

Nach Angaben des Darmstädter OB werden derzeit in den drei Darmstädter Krankenhäusern - Klinikum Darmstadt, dem Elisabethenstift und dem Alice-Hospital - 60 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion auf den Normalstationen behandelt und weitere zehn auf den Intensivstationen. Partsch appellierte eindringlich, sich an die in der Innenstadt geltende Maskenpflicht zu halten, zumal es erwiesen sei, dass man sich auch im Freien mit dem Coronavirus infizieren könne. Partsch Warnung lautet daher: „Also: Unterschätzen Sie das nicht! Das Virus spaziert nicht alleine durch unsere Stadt, sondern es wird von uns weiter getragen!“ Deshalb sei es so wichtig, Abstand zu halten und die Maskenpflicht zu berücksichtigen.

Corona in Darmstadt: OB Partsch wirbt dafür, zuversichtlich zu bleiben

Trotz der vielen Sorgen und Verzweiflung etwa von Gastronomen, Schaustellern, Kulturschaffenden und Einzelhändlern, die er sehr ernst nehme, sei es dennoch wichtig, zuversichtlich zu bleiben. Es gehe auch darum, „die Freiheit, die Demokratie und die Unversehrtheit des menschlichen Lebens zu halten“, sagte Partsch. Mit „Kraft, Vernunft, Empathie und Mitgefühl“ sei es möglich, dies hinzubekommen. Und in Anlehnung an den Aufklärer Immanuel Kant äußerte Partsch: „Gerade in schwierigen Zeiten gibt es eine gewisse Pflicht zur Zuversicht.“

Corona-Fälle in Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Griesheim

+++ 18:30 Uhr: In einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in Griesheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) sind mehrere Bewohner:innen positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das hat die Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein mitgeteilt. Die Betroffenen seien daraufhin in anderen Wohnungen untergebracht worden. Weitere Betroffene stünden als Kontaktpersonen unter Quarantäne und sollen Anfang kommender Woche getestet werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln sei sichergestellt. 

Nach Angaben der Kreisverwaltung hilft ein Sicherheitsdienst bei der Orientierung und mit notwendigen Übersetzungsdienstleistungen. Innerhalb der Einrichtung werde „das Möglichste getan, um ein Übertragungsrisiko zu minimieren“. Bereits seit voriger Woche gelte innerhalb der Unterkunft ein verschärftes Schutzkonzept. Hierzu zähle ein Betretungsverbot für Menschen, die nicht in der Unterkunft leben.

Neue Corona-Fälle an Schulen im Kreis Darmstadt-Dieburg

Nachdem in den vergangenen Tagen bereits Corona-Fälle an 13 Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg registriert worden waren, wurden dem auch für den Landkreis zuständigen Darmstädter Gesundheitsamt am Donnerstag und Freitag weitere Corona-Fälle gemeldet. Nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung vom Freitagnachmittag sind die Schule auf der Aue in Münster, die Edward-Flanagan-Schule und die Joachim-Schumann-Schule in Babenhausen, die Goetheschule in Dieburg, das Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt, die Albrecht-Dürer-Schule in Weiterstadt und die Schillerschule in Griesheim betroffen.

Alle Schulen seien aber „nach wie vor geöffnet“, teilte die Kreisverwaltung mit. Die Quarantänemaßnahmen beschränkten sich auf einzelne Gruppen, Klassen oder Kurse und seien entweder durch das Gesundheitsamt angeordnet oder werden vorsorglich umgesetzt worden, bis eine Nachverfolgung der Kontaktketten erfolgt sei. Das Gesundheitsamt habe zu allen Schulleitungen Kontakt aufgenommen.

Nach Angaben der Kreisverwaltung kann es aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens im Landkreis Darmstadt-Dieburg zu Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt kommen. Der Kreis empfiehlt daher allen Betroffenen, bis zur Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt vorsorglich zu Hause zu bleiben. Sofern die Betroffenen jünger als zwölf Jahre seien, werde empfohlen, dass Geschwisterkinder der vermeintlichen Kontaktpersonen Kindertagesstätten und Schulen nicht besuchen.

Corona in Südhessen: Leichter Rückgang der Inzidenz in Darmstadt

Update vom Freitag, 30. Oktober, 15:20 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Darmstadt bleibt weiter auf einem hohem Niveau. Doch zumindest ist am heutigen Freitag kein weiterer Anstieg zu verzeichnen. In den anderen vier Landkreisen in Südhessen sind hingegen die Werte weiter angestiegen.

Laut dem Darmstädter Gesundheitsamt wurden im Vergleich zum Vortag 32 neue laborbestätigte Corona-Infektionsfälle gemeldet. Die Inzidenz sinkt damit leicht auf 133,8. In den vergangenen sieben Tagen wurden 214 neue Corona-Fälle in Darmstadt registriert. Seit Beginn der Pandemie im März gab es nun insgesamt 955 Fälle.

Im Kreis Bergstraße wurden nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums allein in den vergangenen sieben Tagen 411 neue Fälle, im Landkreis Darmstadt-Dieburg 403, im Kreis Groß-Gerau 513 und im Odenwaldkreis 187 neue Corona-Fälle registriert.

Corona in Darmstadt: Ein weiterer Todesfall

Die Stadt Darmstadt meldete am Freitag einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Bereits am vergangenen Wochenende sei eine 77-jährige Frau mit Vorerkrankungen im Elisabethenstift gestorben.

OB Partsch: „Wir nähern uns einer medizinischen Notlage

Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) äußerte in einer Mitteilung der Stadt: „Ab dem kommenden Montag gelten neue, von Bund und Ländern für ganz Deutschland erlassene Einschränkungen, mit deren Hilfe die dramatische Dynamik des Infektionsgeschehens ausgebremst werden soll. Die Einschnitte für uns alle sind hart, es ist eine schwere Zeit, doch müssen wir uns bewusst machen, dass wir uns, wenn wir nichts tun, auf dem Weg zu einer medizinischen Notlage befinden“, so Partsch.

Auch wenn die neuen Einschränkungen erst vom kommenden Montag gelten, sei die Lage doch „ernst“, äußerte der Darmstädter OB. Sein Appell: „Verhalten Sie sich auch am kommenden Wochenende so, wie wir es alle ab Montag tun müssen. Sie leisten damit einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Sie retten Leben.“

Corona in Darmstadt: Lage in den Kliniken bleibt angespannt

Die Lage in den Darmstädter Kliniken bleibt nach Angaben der Stadt vor allem auf den Normalstationen „ernst“. Derzeit befinden sich:

- im Klinikum Darmstadt: 33 an Covid-19 erkrankte Personen auf der Normal-, neun auf der Intensivstation.
- im Elisabethenstift: 16 auf der Normal- und keine auf der Intensivstation.
- im Alice-Hospital: 10 auf der Normal- und eine Person auf der Intensivstation.

Auch die Rettungsdienste bekommen nach Angaben der Stadt die gestiegenen Corona-Fallzahlen zu spüren, so dass sich die Übergabezeiten von Patienten an die Kliniken verlängern.

Stadt Darmstadt will Strategie zum Umgang mit Corona-Schnelltests vorlegen

Voraussichtlich in der kommenden Woche soll eine von der Verwaltung erarbeitete Teststrategie für die Stadt Darmstadt zum Umgang mit Schnelltests in Alten-, Pflege-, Behinderten-, Flüchtlings- und Obdachlosenunterkünften vorliegen, so dass der Krisenstab darüber entscheiden kann.

Die vom Land Hessen neue erlassene Allgemeinverfügung zu den Schulen deckt sich mit der Verfügung der Stadt, die ab dem morgigen Samstag gilt. Ab dem 9. November kommen von Landesseite weitere Maßnahmen hinzu.

35 Corona-Fälle in Geriatrie der Kreisklinik Groß-Umstadt

In der Geriatrie der Kreisklinik Groß-Umstadt ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen um sieben auf 35 gestiegen. Nach Angaben der Kreiskliniken ist die Klinik, die sich am Samstag von der Notfallversorgung abgemeldet hatte, seit dem heutigen Freitag wieder für Neuaufnahmen geöffnet. Ursprünglich hatte es geheißen, die Kreisklinik werde bereits am Mittwoch für Neuaufnahmen geöffnet. Das Ausbruchsgeschehen konnte offenbar auf die Geriatrie beschränkt werden.

Nach Angaben der Klinikleitung sind bis Donnerstag (Stand 29. Oktober, 12 Uhr) 24 Patientinnen und Patienten der geriatrischen Klinik und elf Beschäftigte der Geriatrie am Klinikstandort Groß-Umstadt positiv auf Covid-19 getestet worden. Dies sei das Ergebnis der angekündigten Nachtestungen vom Mittwoch. Inzwischen seien alle Patientinnen und Patienten in Groß-Umstadt getestet worden. Der Zustand der Corona-Infizierten sei „stabil“, niemand müsse intensivmedizinisch behandelt werden. Ein Großteil der von einer Infektion Betroffenen zeige keine Symptome.

Betriebsleiter Christoph Dahmen teilte mit: „Nach jetzigem Stand können wir ausschließen, dass es aus der Geriatrie heraus zu weiteren Infektionsketten in der Kreisklinik Groß-Umstadt gekommen ist“. Es sei davon auszugehen, dass es sich „um ein auf die Geriatrie beschränktes, isoliertes Ausbruchsgeschehen handelt“, äußerte Co-Betriebsleiterin Pelin Meyer.

Die am vergangenen Samstagnachmittag getroffene Entscheidung, die Kreisklinik Groß-Umstadt aus Gründen der Vorsicht und der Verantwortung für Patienten und Mitarbeiter für Neuaufnahmen abzumelden, habe sich als richtig erwiesen, betonen die beiden Betriebsleiter.

So hätten in den vergangenen Tagen alle erforderlichen Tests und Vorkehrungen getroffen werden können, um das Ausbruchsgeschehen aufzuarbeiten, so Dahmen und Meyer. Allerdings lässt sich nicht mehr rekonstruieren, wie das Virus in die Geriatrie gelangt ist. Dies lasse sich „nicht mehr nachvollziehen“, räumt die Klinik-Geschäftsführung ein.

Die Covid-Patientinnen und -Patienten in Groß-Umstadt sollten nach einer Ankündigung der Betriebsleitung am Donnerstag in einer größeren Isolationsstation zusammengeführt werden, um die Behandlungskapazitäten zu erweitern. Nach Angaben von Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) wurden am Donnerstag 26 Personen mit Covid-19 in Groß-Umstadt behandelt. Die Kreisklinik in Seeheim-Jugenheim sei nach wie vor Covid-frei“

Eingeschränkter Schulbetrieb in Darmstadt und im Kreis Darmstadt-Dieburg

Update vom Donnerstag, 29. Oktober, 22.45 Uhr: Die Stadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg haben in enger Abstimmung mit Gesundheitsamt und Staatlichem Schulamt in einer Allgemeinverfügung den sogenannten Eingeschränkten Regelbetrieb in Schulen angeordnet. So müssen auch im Unterricht Mund-/Nasenbedeckungen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und weiterem Personal getragen werden. Der Unterricht soll möglichst nur im festen Klassenverband erteilt werden. Schulsport darf nur noch kontaktlos erfolgen.

Corona in Darmstadt: Bundeswehr-Unterstützung ab Montag

Nach der Sitzung des Covid-19-Krisenstabs hat die Stadt Darmstadt mitgeteilt, dass Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr von Montag an das Gesundheitsamt unterstützen werden, um Kontaktpersonen von mit dem Coronavirus infizierten Menschen ausfindig zu machen. Der Darmstadt-Dieburger Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) berichtete in seinem Landrats-Blog von 40 Soldatinnen und Soldaten, die zur Unterstützung nach Darmstadt kämen.

Der Darmstädter Covid-19-Krisenstab beschloss zudem die Erarbeitung eines Konzepts zur Verteilung und dem Einsatz von Antigen-Schnelltests in Alten-, Pflege-, Behinderten-, Obdachlosen-, und Flüchtlingseinrichtungen. Das Konzept soll in der nächsten Woche vorliegen. 

Unbekannte Zahl an Corona-Fällen an Schulen in Darmstadt

Das Darmstädter Gesundheitsamt berichtete, dass die Anzahl der Corona-Fälle gleichbleibend hoch sei und dass zunehmend Einzelfälle bei Schülerinnen und Schülern sowie und Lehrerinnen und Lehrern zu beobachten seien. Zu den betroffenen Schulen machte die Stadt jedoch keine Angaben.

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation nach Angaben der Stadt „angespannt“.

Derzeit befinden sich im Klinikum Darmstadt 30 Patientinnen und Patienten auf der Normal- und sieben uf der Intensivstation. Im Elisabethenstift sind es 16 Patientinnen und Patienten auf der Normal- und niemand auf der Intensivstation. Und im Alice-Hospital werden sieben Patientinnen und Patienten auf der Normal- und keiner oder keine auf der Intensivstation betreut.

Corona in Darmstadt: Mehr Verdachtsfälle als im Frühjahr

Wie das Klinikum Darmstadt berichtet, läuft die Verlegung von Covid-Patienten in Kliniken in anderen Versorgungsbereichen, um Kapazitäten für Nicht-Covid-Patienten zu erhalten, „gut“. Insgesamt gebe es nach wie vor deutlich mehr Verdachtsfälle als im Frühjahr. In den Alten- und Pflegeheimen sei die Lage „aktuell ruhig“.

Unterdessen wurde auch der Pool für die Corona-Helfer wieder aktiviert. Bisher haben sich etwa 50 freiwillige Helfer gemeldet. Erste Personen sind ab sofort wieder im Alice-Hospital im Einsatz. Zudem ruft auch die TU Darmstadt über ihre Kanäle wieder zur Unterstützung auf. Wer helfen möchte, kann eine E-Mail an coronahelfer@darmstadt.de schreiben.

Wie Darmstadts Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Grüne) mitteilte, wurden alle geplanten Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren bis zum Jahresende abgesagt. 

Corona-Fälle in Einrichtungen an der Bergstraße

Im Kreis Bergstraße sind nach Angaben der Kreisverwaltung folgende Einrichtungen von Corona-Fällen betroffen: Eine Pflegeeinrichtung in Grasellenbach und Heppenheim, die Heinrich-Böll-Schule in Fürth, die Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, die Albertus-Magnus-Schule in Viernheim, die Alfred-Delp-Schule in Lampertheim sowie eine Kita in Heppenheim und eine in Mörlenbach.

Zehn Patienten auf der Corona-Station in Klinik in Erbach

Das Gesundheitszentrum in Erbach meldete am Donnerstagmorgen nach einer Mitteilung der Kreisverwaltung zehn stationäre Patienten auf der Corona-Station. Eine Person muss auf der Intensivstation behandelt werden. Außerdem stünden noch zwei Testergebnisse aus. In Kliniken außerhalb des Kreises würden derzeit vier weitere Patienten behandelt.

Kreis Darmstadt-Dieburg: Ganze Jahrgänge wieder in Homeschooling

Update vom Mittwoch, 28. Oktober, 19:00 Uhr: Die Zahl der von Corona-Fällen betroffenen Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist am Mittwoch weiter gestiegen. Nach einer Mitteilung des Landkreises seien an weiteren Schulen in Griesheim. Dieburg, Münster und Reinheim am Mittwoch Covid-19-Infektionen gemeldet worden.

An der Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim seien sechs Schüler aus verschiedenen Klassen sowie eine Lehrkraft positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sieben Klassen der Sekundarstufe I sowie 47 Schüler und Schülerinnen aus der Q3 seien daraufhin in Quarantäne. Weil zudem rund die Hälfte des Lehrerkollegiums in Quarantäne ist, werden von Donnerstag, 29. Oktober, an bis einschließlich Freitag, 6. November, die Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse zu Hause unterrichtet.

Nur für die Klassen 5 bis einschließlich 7 geht der Schulbetrieb normal weiter und es findet ein Präsenzunterricht statt. Das haben das Staatliche Schulamt, die Schulleitung und der Verwaltungsstab des Landkreises in einer kurzfristig angelegten Telefonkonferenz am heutigen Mittwochmittag beschlossen.

Corona-Fälle an 13 Schulen im Kreis Darmstadt-Dieburg

Nach Angaben der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein gab es in den vergangenen Tagen bereits Corona-Fälle an der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg, der Eichwaldschule in Schaafheim, der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt, der Gerhart Hauptmann-Schule in Griesheim, der Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim, der Hessenwaldschule und der Astrid-Lindgren-Schule in Weiterstadt, im Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim sowie in Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt, der Schule am Pfaffenberg in Mühltal, der Schule auf der Aue in Münster, der Otzbergschule in Otzberg-Lengfeld sowie an der Stephan-Gruber-Schule in Eppertshausen.

Steigende Zahl an Corona-Patienten in Darmstädter Kliniken

Die Darmstädter Kliniken melden steigende Zahlen von Covid-19-Patienten. Deshalb wurde die Eskalationsstufe 2 für das Versorgungsgebiet 6 ausgerufen. Hessen ist in Bezug auf die stationäre Versorgung in sechs Versorgungsgebiete eingeteilt. Zum Gebiet 6 gehören Darmstadt, der Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Odenwaldkreis, der Landkreis Bergstraße sowie der Kreis Groß-Gerau.

Wie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mitteilte, sieht der Stufenplan des Landes bei Stufe 2 den weiteren Ausbau von Intensivkapazitäten sowie die Möglichkeit der Verlegung von Patientinnen und Patienten in andere Versorgungsgebiete vor. Laut Stadt Darmstadt werden nun vereinzelt Kranke auf Kliniken nach Kassel und Fulda verlegt. Auch im Rettungsdienst steigen den Angaben zufolge die Transporte mit Verdachts- oder bestätigten Fällen.

Derzeit befinden sich in Darmstädter Krankenhäusern 72 Covid-19-Patienten, elf von ihnen werden intensivmedizinisch behandelt.

Hilfe von Soldaten der Bundeswehr für das Gesundheitsamt Darmstadt

Die Bundeswehr soll das Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg voraussichtlich ab kommender Woche unterstützen. Darauf haben sich Stadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg geeinigt, heißt es in einer Mitteilung. Am Donnerstag soll es Gespräche zur Organisation geben. Wie diese Hilfe aussehen soll, war zunächst nicht bekannt. In der vergangenen Zeit war es immer wieder zu Verzögerungen bei der Meldung der Fallzahlen gekommen. Angeblich wegen technischer Probleme, wie es hieß.

Zusätzlich hat das Gesundheitsamt zusammen mit dem Staatlichen Schulamt eine neue Verfügung für die Schulen in Stadt und Landkreis erarbeitet. Allein im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind derzeit elf Schulen von Corona-Infektionsfällen betroffen.

Corona im Odenwald: Quarantäne für weitere Schulklasse und Kita-Gruppen

Der Odenwaldkreis teilte bam Mittwoch mit, dass seit Dienstag die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer einer weiteren Klasse der Ernst-Göbel-Schule in Höchst unter Quarantäne stünden. Außerdem müssten zwei Gruppen des Kindergartens Mäusebande in Breuberg-Sandbach aufgrund von Corona-Fällen zuhause bleiben.
 
Am Mittwochmorgen wurden nach Angaben der Kreisverwaltung im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis in Erbach zwölf Patienten stationär behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Außerdem warten noch drei Personen auf ihr Testergebnis. In Klinken außerhalb des Kreises befinden sich drei Patienten.

Kreis Groß-Gerau hebt Sperrstunde auf

+++ 20.30 Uhr: Der Kreis Groß-Gerau hat seine Allgemeinverfügung bezüglich der Sperrzeit für das Gaststättengewerbe im Kreis wieder aufgehoben. Ein Sprecher der Kreisverwaltung begründete dies damit, dass es bereits mehrere Verwaltungsgerichtsurteile zugunsten von Gaststättenbetreiber:innen gegeben habe. An der Allgemeinverfügung vom 16. Oktober werde „nicht weiter festgehalten“, heißt es in einer Veröffentlichung des Kreises.

Weiterhin untersagt bleiben jedoch der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum sowie der Ausschank, die Abgabe und der Verkauf alkoholischer Getränke zwischen 23 und 6 Uhr. In Darmstadt und anderen Landkreisen wird hingegen weiter an der Sperrstunde festgehalten und entsprechende Verstöße werden geahndet.

Corona in Südhessen: 14 neue Todesfälle binnen einer Woche

Update vom Dienstag, 27. Oktober, 13.30 Uhr: Im Kreis Groß-Gerau sind seit Beginn der Pandemie nun mehr als 2.000 laborbestätigte Corona-Fälle registriert worden. Das geht aus den am Dienstagmorgen veröffentlichten aktuelen Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Berlin hervor.

Den Angaben zufolge gab es im Kreis Groß-Gerau einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Ein Kreissprecher hatte am Montag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mitgeteilt, dass in den vergangenen Tagen allein fünf Menschen aus einem Pflegeheim in Kelsterbach verstorben seien, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Binnen einer Woche sind in Südhessen insgesamt 14 neue Todesfälle registriert worden - davon sieben im Kreis Groß-Gerau, fünf im Kreis Bergstraße (hier starben drei Personen aus einem Pflegeheim in Biblis) und jeweils ein Todesfall im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Odenwaldkreis. (auch hier lebte die zuletzt verstorbene Person in einem Pflegeheim).

Der Odenwaldkreis teilte am Dienstagmorgen mit, neun Patienten würden derzeit stationär im Krankenhaus behandelt. Sechs davon im Gesundheitszentrum (GZO) in Erbach, drei in Kliniken außerhalb des Kreises. Im GZO warten außerdem noch zwei Personen, bei denen der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht, auf ihr Testergebnis. In den Schulen im Odenwald gilt seit diesem Dienstag, 27. Oktober, der „eingeschränkte Regelbetrieb“

Odenwald: Kommunen und Kreis schließen Hallen für den Sport

Zudem haben die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Odenwald sowie der Landrat des Odenwaldkreis laut einer Mitteilung des Kreises während einer Telefonkonferenz beschlossen, angesichts der rasant steigenden Corona-Fallzahlen ab sofort bis auf weiteres ihre kommunalen Hallen und sonstige öffentliche Gebäude für den Sport- und Übungsbetrieb zu schließen.

Kreisklinik Groß-Umstadt nimmt bis Mittwoch keine Patienten auf

Update vom Montag, 26. Oktober, 18.15 Uhr: In Südhessen stoßen einige Krankenhäuser wegen der deutlichen Zunahme an Covid-19-Fällen an ihre Kapazitätsgrenzen. Die beiden Kreiskrankenhäuser in Groß-Umstadt und Groß-Gerau haben sich wegen belegter Betten und einem Corona-Ausbruch von der Notfall-Versorgung abgemeldet.

Die Zahl der Covid-19-Fälle an der Kreisklinik Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist derweil bis Montagnachmittag auf 28 gestiegen. Ein weiterer Geriatrie-Patient und vier weitere Beschäftigte der geriatrischen Klinik seien inzwischen positiv getestet worden, teilte die Klinik mit. Demnach seien 18 Patienten und zehn Klinik-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert. Alle Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geriatrie seien inzwischen getestet. Von Mittwoch an soll es dann Nachtestungen geben. Der Zustand der Patienten sei stabil, niemand liege auf der Intensivstation.

Klinikchef in Groß-Umstadt: „Wir schicken keinen Notfall weg“

Die Kreisklinik Groß-Umstadt hatte sich am Samstagnachmittag für Neuaufnahmen abgemeldet und die Rettungsleitstelle bis einschließlich Mittwoch, 28. Oktober, gebeten, Notfälle in anderen Häusern unterzubringen, sofern dies aus Kapazitätsgründen möglich sei. Diese Abmeldung bei Ivena, einem webbasierten System zur Steuerung der Verteilung von Notfallpatienten auf Krankenhäuser, sei jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Schließung der Kreisklinik, betonte der Betriebsleiter der Kreiskliniken Christoph Dahmen: „Wir schicken keinen Notfall weg, der in Groß-Umstadt vor der Kliniktür steht und auch keine Frau in den Wehen.“

Ursache für Corona-Ausbruch in Kreisklinik Groß-Umstadt unklar

Unklar blieb, was zum Ausbruch am Klinikstandort Groß-Umstadt geführt hat. Dies sei nicht mehr nachzuvollziehen.  „Wir werden bei dieser Anzahl von Positivtests nicht mehr nachverfolgen können, wie das Virus in die Klinik geraten ist, Spekulationen verbieten sich da“, erklärte Co-Betriebsleiterin Pelin Meyer. Man werde nach diesem Ausbruch „selbstverständlich jeden internen Ablauf nochmals hinterfragen – auch wenn die Vergangenheit besonders auch in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen gezeigt hat, dass sich solche Fälle schlicht nicht vermeiden lassen“, so die Einschätzung der Kliniklleitung.

Die geriatrische Klinik des Hauses sei vergleichbar mit einem Alten-und Pflegeheim, sagte der Leiter der Geriatrie in Groß-Umstadt, Martin Schunck. Hier werden ältere Menschen mit Mehrfach-Erkrankungen behandelt, die zu einer Beeinträchtigung des täglichen Lebens führen – also einer ohnehin kritischen Patientengruppe, bei der die Ansteckungswahrscheinlichkeit hoch ist.

Kreisklinik Groß-Umstadt schaltet Telefon für Angehörige

Die Kreisklinik Groß-Umstadt hat ein Telefon für Angehörige eingerichtet. Unter der Rufnummer 06078/79-2301 werden montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr Anrufe entgegengenommen und Rückrufe organisiert. Die Klinikleitung bittet, dass sich ausschließlich Angehörige betroffener Patienten an diese Nummer wenden.

Mehr Covid-19-Patienten in Kliniken in Darmstadt

Auch in Darmstadt steigen die Zahlen der Patienten, die mit Covid-19, in Krankenhäusern behandelt werden. Das Klinikum Darmstadt betreue derzeit 18 Covid-19-Patienten auf der Normalstation, sieben auf der Intensivstation, hinzu kommen sechs Verdachtsfälle, teilte die Stadt mit.

Im Elisabethenstift liegen elf Patienten auf der Normalstation, einer auf der Intensivstation. Hinzu kommen weitere vier Verdachtsfälle. Im Alicehospital sind es sieben Patienten auf der Normalstation. Auch der Rettungsdienst vermeldet nach Angaben der Stadt vermehrt Transportfahrten in Zusammenhang mit Corona-Fällen.

Laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung des Odenwaldkreises in Erbach wurden am Montag stationär neun Patienten behandelt, davon sechs im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO) in Erbach und drei in Kliniken außerhalb des Kreisgebiets. Im GZO stehen noch zwei Testergebnisse aus.

Im Kreis Bergstraße befanden sich am Montag nach Angaben der Kreises 22 Patienten mit einer bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße. Zudem befanden sich zehn Patienten mit einer entsprechenden Verdachtskonstellation in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße. Insgesamt befinden sich derzeit 20 Personen aus dem Kreis mit einer bestätigten Corona-Infektion in stationärer Behandlung. 

Der Kreis Bergstraße meldete am Samstag und Montag zudem den siebten und achten Todesfall seit dem Beginn der Covid-19-Pandemie im März, der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht. Bei den Verstorbenen habe es sich um eine 85-jährige Person aus einem Pflegeheim in Biblis und eine 90-jährige Person aus Groß-Rohrheim gehandelt.

Verstöße gegen Corona-Hygieneauflagen in Darmstadt

Die Kommunalpolizei hat am Wochenende in Darmstadt bei 325 Gastronomie- und anderen Betrieben kontrolliert, inwieweit die Bestimmungen und Verordnungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie eingehalten werden. Dies war nach einer Mitteilung der Stadt in rund zehn Prozent der Kontrollen nicht der Fall, hier gab es Verstöße sowohl gegen die Maskenpflicht als auch gegen das korrekte Führen der Gästelisten.

In zwei Fällen wurde gegen die Sperrstunde verstoßen, die in Darmstadt von 23 Uhr bis 6 Uhr gilt.. Positiv sei registriert worden, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt überwiegend an die in der Fußgängerzone geltende Maskenpflicht auf Straßen und Plätzen gehalten hätten, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

Corona in Südhessen: Die Fallzahlen vom 26. Oktober

+++ Montag, 26. Oktober, 9 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin meldete am Montagmorgen für die Stadt Darmstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 140,7 Fällen pro 100.000 Einwohner bei bislang 848 registrierten Fällen (Stand: 26.10., 0 Uhr). Das waren 42 Fälle mehr als im Vergleich zum Vortag.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Südhessen gibt es derzeit im Kreis Groß-Gerau mit 146,9. Seit Beginn der Pandemie im März gab es dort 1.967 laborbestätigte Corona-Fälle. Das waren 54 mehr als noch am Samstag.

Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg hat das RKI - bei bislang 1281 registrierten Fällen (+42 im Vergleich zum Sonntag) - eine Sieben-Tage-Inzidenz von 114,2 berechnet. Allein in den vergangenen sieben Tagen gab es nach Angaben der Kreisverwaltung 316 bestätigte Corona-Fälle.

Im Odenwaldkreis beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz nun 130,3 bei  671 bislang registrierten Fällen (+13 im Vergleich zum Sonntag).

Die Wochen-Inzidenz für den Kreis Bergstraße gibt das RKI am Montag unverändert mit 90,3 an, bei insgesamt 1.105 bislang registrierten Corona-Fällen. Das waren acht Fälle mehr als noch am Samstag. Allein in den vergangenen sieben Tagen waren nach Angaben des hessischen Sozialministeriums 244 neue Corona-Fälle registriert worden.

Corona in Südhessen: Neue Höchststände am Wochenende

In Südhessen haben am Wochenende die auf eine Woche bezogenen Corona-Infektionsraten neue Höchststände erreicht. In Darmstadt und allen vier benachbarten Landkreisen gilt inzwischen die höchste Warnstufe nach dem Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen, weil überall mehr als 75 Corona-Fälle und bis auf den Kreis Bergstraße inzwischen sogar mehr als 100 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert worden sind.

Auffällig ist, dass in den vergangenen Tagen wieder deutlich mehr Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind und auch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern wieder deutlich angestiegen ist. Eine Woche nach dem Ende der Herbstferien sind auch wieder mehrere Schulen und Kitas in der Region von neuen Corona-Fällen betroffen.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg berichteten am Wochenende von einem Corona-Ausbruch in der Geriatrie der Kreisklinik in Groß-Umstadt. Die Klinikleitung entschied daraufhin, in Groß-Umstadt zunächst bis einschließlich Mittwoch keine Notfallpatienten mehr aufzunehmen.

Corona in Kreisklinik Groß-Umstadt: 23 positive Tests

+++ 20:30 Uhr: Bei fünf weiteren Patienten der Geriatrie in der Kreisklinik in Groß-Umstadt liegen inzwischen positive Covid-19-Testergebnisse vor, auch zwei weitere Klinik-Beschäftigte seien positiv getestet worden. Damit gebe es 17 Patienten mit positiven Covid-19-Tests sowie sechs betroffene Mitarbeitende, teilte der Landkreis Darmstadt-Dieburg am Sonntagabend mit.

Nach Angaben der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein wurden am Sonntagnachmittag im Kreiskrankenhaus in Groß-Umstadt 19 Covid-19-Patienten behandelt. Am Standort in Seeheim-Jugenheim gebe es derzeit keine Patienten.

Etliche Corona-Fälle an Schulen und Kindergärten in Südhessen

+++ 16:30 Uhr: Nach positiven Corona-Testergebnissen stehen derzeit die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer von drei Klassen der Ernst-Göbel-Schule in Höchst und von drei Klassen der Georg-Ackermann-Schule in Breuberg/Rai-Breitenbach unter Quarantäne. Das hat der Odenwaldkreis am Sonntagnachmittag mitgeteilt. Außerdem sei der Kindergarten „Weltentdecker“ in Reichelsheim/Klein Gumpen geschlossen und eine Quarantäne für die Kinder und Erzieherinnen einer Gruppe des Montessori-Kindergartens in Michelstadt erlassen worden.
 
Elf Patienten mit Covid-19 aus dem Odenwald werden stationär in Krankenhäusern behandelt – sieben im Gesundheitszentrum in Erbach, vier in Kliniken außerhalb des Kreises. 

Der Kreis Bergstraße meldete am Wochenende neue Corona-Fällen an der Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach, der Friedrich-Fröbel-Schule in Viernheim, der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, der Joseph-Heckler-Schule und der Karl-Kübel-Schule in Bensheim, dem Lessing-Gymnasium in Lampertheim, der Martin-Luther-Schule in Rimbach und der Nibelungenschule in Heppenheim.

Betroffen seien auch eine Pflegeeinrichtung in Grasellenbach sowie eine Gemeinschaftseinrichtung für Flüchtlinge in Heppenheim und eine Obdachlosenunterkunft im Ried

Die Corona-Fallzahlen für Südhessen vom 25. Oktober

Update vom Sonntag, 25. Oktober, 13:00 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin meldete am Sonntagmorgen für die Stadt Darmstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 122,6 Fällen pro 100.000 Einwohner bei bislang 806 registrierten Fällen (Stand: 25.10., 0 Uhr). Das waren 22 Fälle mehr als im Vergleich zum Vortag und 196 bestätigte Fälle in den letzten sieben Tagen.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Südhessen gibt es derzeit im Kreis Groß-Gerau mit 146,5. Seit Beginn der Pandemie im März gab es dort 1.966 laborbestätigte Corona-Fälle. Das waren 53 mehr als noch am Samstag und 404 neue Fälle in den vergangenen sieben Tagen.

Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg hat das RKI - bei bislang 1.239 registrierten Fällen (+52 im Vergleich zum Samstag) - eine Sieben-Tage-Inzidenz von 106,1 berechnet. Allein in den vergangenen sieben Tagen gab es nach Angaben der Kreisverwaltung 316 bestätigte Corona-Fälle.

Im Odenwaldkreis beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz nun 123,1 bei 658 bislang registrierten Fällen (+37 im Vergleich zum Samstag). Am Sonntagnachmittag hieß es in einer Mitteilung des Odenwaldkreises, die Zahl der positiven Testergebnisse auf das Coronavirus sei inzwischen auf 667 (Stand: 25.10., 14:00 Uhr) angestiegen. Davon seien 455 Personen bereits wieder genesen. Das seien vier mehr als am Vortag gewesen.

In den vergangenen sieben Tagen wurden im Odenwaldkreis nach Angaben der Kreisverwaltung 117 neue Corona-Fälle registriert. Dabei, so teilte die Kreisverwaltung am Sonntagnachmittag mit, seien die Teilregionen unterschiedlich stark betroffen: Gersprenztal mit 52 Fällen (Reichelsheim 9, Brensbach 40, Fränkisch-Crumbach 3); Unterzent mit 44 Fällen (Höchst 14, Breuberg 21, Lützelbach 9); Erbach/Michelstadt mit 14 Fällen; Oberzent/Mossautal mit 5 Fällen und Bad König/Brombachtal mit 2 Fällen. 

Und die Wochen-Inzidenz für den Kreis Bergstraße gibt das RKI mit 90,3 an, bei insgesamt 1.105 bislang registrierten Corona-Fällen. Das waren acht Fälle mehr als noch am Samstag. Allein in den vergangenen sieben Tagen waren nach Angaben des hessischen Sozialministeriums 244 neue Corona-Fälle registriert worden.

Corona in Südhessen: Zwölf neue Todesfälle in einer Woche

Zudem meldete das RKI am Sonntag für den Kreis Groß-Gerau einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Innerhalb einer Woche sind im Kreis Groß-Gerau nun schon acht Corona-Todesfälle registriert worden. Insgesamt sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion oder der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 seit Beginn der Pandemie im März 26 Menschen aus dem Kreis gestorben.

Der Kreis Bergstraße hatte bereits am Mittwoch, Donnerstag und Freitag drei weitere Todesfälle mitgeteilt. An der Bergstraße sind bislang sechs Menschen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Und auch der Odenwaldkreis hatte am Samstag einen 64. Todesfall gemeldet. Die verstorbene Person habe in einem Heim gelebt und zur Altersgruppe der über 90-Jährigen gezählt.

Corona-Ausbruch in Klinik für Geriatrie in Groß-Umstadt

+++ 22:15 Uhr: Die Kreisklinik Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg nimmt angesichts mehrerer Covid-19-Fälle derzeit keine Notfallpatienten auf. Die Kreisverwaltung und die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg teilten am Samstagabend mit, dass in der Klinik für Geriatrie am Samstag zwölf Patienten positiv auf Covid-19 getestet worden seien. Auch vier Mitarbeiter der altersmedizinischen Einrichtung seien positiv getestet worden. Weitere Testergebnisse sollen bis spätestens Montag vorliegen, heißt es in der Mitteilung der Kreiskliniken.

Kreisklinik Groß-Umstadt nimmt bis Mittwoch keine Notfallpatienten auf

Die „Covid-Task-Force der Kreiskliniken“ habe am Samstagnachmittag entschieden, den Klinikstandort Groß-Umstadt von der Versorgung von Notfallpatienten zunächst bis einschließlich Mittwoch abzumelden. „Aus Gründen der Vorsicht und aus Verantwortung für die uns anvertrauten Patienten und unserer Mitarbeiter haben wir die Rettungsleitstelle Darmstadt-Dieburg gebeten, Notfälle bevorzugt in anderen Häusern unterzubringen, solange sie dort versorgt werden können“, teilten Christoph Dahmen und Pelin Meyer, die die Darmstadt-Dieburger Kreiskliniken als Geschäftsführer und Geschäftsführerin leiten, mit.

Was zum Ausbruchsgeschehen am Klinikstandort Groß-Umstadt geführt habe, werde derzeit ermittelt. Es sei „nicht hilfreich“, darüber zu spekulieren, wie es zu dem Ausbruch gekommen sei, so Dahmen und Meyer. Aktuell sei der Corona-Ausbruch auf die Geriatrie begrenzt. Die anderen Bereiche des Krankenhauses seien nicht betroffen.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Neun Patienten in Kreisklinik

Nach Angaben des Landkreises Darmstadt-Dieburg wurden am Samstag am Klinikstandort Groß-Umstadt neun Patienten mit Covid-19 stationär behandelt. Am Standort in Seeheim-Jugenheim gebe es derzeit keine Patienten mit einer Corona-Infektion.

Die geriatrische Klinik der Kreiskliniken sei mit Blick auf die Patienten „vergleichbar mit einem Alten-und Pflegeheim“, erläuterte Chefarzt Martin Schunck, der Leiter der Geriatrie in Groß-Umstadt. In der Klinik werden ältere Menschen mit Mehrfach-Erkrankungen und Patienten mit Störungen der Beweglichkeit behandelt. Lautr Chefarzt Schunck zählen die Menschen ohnehin zur „kritischen Patientengruppe, bei der eine Ansteckungswahrscheinlichkeit bekanntermaßen hoch sei“.

Besuchsverbot in den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg seit Donnerstag

Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD), der auch Klinikdezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg ist, teilte mit, er unterstütze die von der Klinikleitung am Samstagnachmittag getroffene Entscheidung. „Das, was jetzt in unserer Geriatrie passiert ist, zeigt, in welcher Phase der Pandemie wir angekommen sind“, äußerte Schellhaas mahnend.

Seit Donnerstag gilt an den Klinik-Standorten in Groß-Umstadt und Jugenheim ein generelles Besuchsverbot. Die Klinikleitung ist der Auffassung, sie habe „sehr früh verantwortungsvoll agiert“, weil bereits vor dem Erreichen des kritischen Inzidenz-Werts von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen das Besuchsverbot eingeführt worden sei. Ob durch ein früher verhängtes Besuchsverbot das Infektionsgeschehen möglicherweise hätte verhindert werden können ist derzeit unklar.

In der vergangenen Woche hatte sich bereits die Kreisklinik Groß-Gerau schon zum zweiten Mal für Notfälle abgemeldet, weil alle 20 für Corona-Patienten und Verdachtsfälle vorgesehenen Betten belegt waren. Zugleich hatte das GPR-Klinikum in Rüsselsheim die Betten-Kapazitäten aufgestockt.

Corona in Südhessen: Sieben neue Todesfälle in vier Tagen

+++ 18:30: Nachdem es im Sommer und in den vergangenen Wochen in Südhessen kaum Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion und die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 gegeben hatte, sind in den vergangenen Tagen gleich sieben Menschen verstorben.

Der Kreis Bergstraße meldete am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils einen neuen Todesfall. Bei den Verstorbenen handelte es sich um eine 92, 94 und 75 Jahre alte Senioren aus Biblis und Lampertheim, von denen zwei zuvor in Pflegeheimen lebten. Seit Beginn der Pandemie sind an der Bergstraße nun sechs Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Auch im Kreis Groß-Gerau sind seit Donnerstag drei weitere Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. Die Gesamtzahl stieg somit laut einer Veröffentlichung der Kreisverwaltung vom Samstag auf nun 25 Todesfälle seit Beginn der Pandemie im März an. Zu den Verstorbenen machte die Kreisverwaltung zunächst keine Angaben.

Auch der Odenwaldkreis meldete am Samstag einen weiteren Todesfall. Die Person, die älter als 90 Jahre gewesen sei, habe in einem Heim gelebt. Seit Beginn der Pandemie sind im Odenwald nun 64 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Im Frühjahr hatte es zu Beginn der Pandemie zahlreiche Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen gegeben.

Die Stadt Darmstadt verzeichnete bislang 18 Corona-Todesfälle und der Landkreis Darmstadt-Dieburg 22.

Corona im Odenwald: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf über 100

Im Odenwaldkreis wurden am Samstag laut einer Mitteilung der Kreisverwaltung in Erbach sieben Personen stationär behandelt werden, sechs davon im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO) in Erbach und eine Person in einem Krankenhaus außerhalb des Kreises. Im GZO stehe noch ein Testergebnis aus.

Nach Angaben der Odenwälder Kreisverwaltung waren am Samstagmittag (Stand 24.10., 12:00 Uhr) bereits 640 Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Dies seien 25 mehr als noch am Freitag gewesen. Die Zahl der Genesenen sei um vier auf 451 gestiegen. Der Kreis kündigte zugleich an, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Verlauf des Tages den Wert von 100 überschreiten werde.

Höchste Corona-Warnstufe in ganz Südhessen erreicht

Update vom Samstag, 24. Oktober, 09:15 Uhr: In Darmstadt und in den vier Landkreisen in Südhessen steigen die Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 weiter rapide an. Die nach dem Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen höchste Warnstufe Dunkelrot, die ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 75 gilt, ist inzwischen überall in Südhessen erreicht worden.

Die Stadt Darmstadt und die vier benachbarten Kreise reagieren mit neuen Allgemeinverfügungen auf die steigenden Infektionszahlen und wollen auf diese Weise die sozialen Kontakte weiter beschränken. Unterdessen hat ein Corona-Ausbruch in der Kreisklinik in Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg Folgen für Notfälle.

Im Bereich der Darmstädter Fußgängerzone in der Innenstadt muss von diesem Samstag, 24. Oktober, an in der Zeit von 8 bis 22 Uhr eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. In welchen Bereichen in Darmstadt die Maskenpflicht besteht, ist auf dieser Infografik zu sehen. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind die Bereiche der Außengastronomie, auf denen Stühle stehen. Kinnvisiere hält die Stadt explizit für „keine geeigneten Mund-Nasen-Bedeckungen“. Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, müssen keine Masken tragen.

Corona in Darmstadt: Neuer Höchstwert bei Sieben-Tage-Inzidenz

Das Darmstädter Gesundheitsamt meldete am Freitag für die Stadt Darmstadt 40 neue laborbestätigte Corona-Fälle im Vergleich zum Donnerstag. Im weiteren Verlauf des Tages kamen jedoch 42 weitere Fälle hinzu, so dass das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin am Samstagmorgen nun insgesamt 784 Corona-Fälle für Darmstadt auflistete (Stand: Samstag, 24.10., 0 Uhr), die seit Beginn der Pandemie im März gemeldet wurden. Von diesen betrachtet das Darmstädter Gesundheitsamt mindestens 482 als „geheilt“.

Die Sieben-Tagesinzidenz stieg in Darmstadt am Freitag zunächst auf 107,6 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an. Am Samstag wurde mit 113,8 ein neuer Höchstwert erreicht.

Für den Kreis Groß-Gerau teilten das RKI in Berlin und das Hessische Sozialministerium in Wiesbaden am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 122,1 bei kumuliert 1824 Fällen und 337 neu gemeldeten Fällen in den vergangenen sieben Tagen mit. Am Samstag stieg die Wochen-Inzidenz dann auf den neuen Höchstwert von 137,1 bei 1913 bislang registrierten Fällen.

Nur noch fünf Personen dürfen sich öffentlich treffen

Der Kreis Groß-Gerau hat bereits mit neuen Verfügungen auf die stark steigenden Corona-Zahlen reagiert und will somit die sozialen Kontakte weiter einschränken. So wird die Zahl der Menschen, die sich im öffentlichen Raum treffen, auf maximal fünf Personen oder zwei Hausstände begrenzt. Schärfere Regeln wurden in einer eigenen Verfügung auch für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Alten- und Pflegeheime beschlossen.  

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag noch bei 80,2 (kumuliert 1.119 Fälle, +239 in den letzten sieben Tagen). Am Samstag stieg die Inzidenz dann auf 94,7 bei nun insgesamt 1.187 Fällen an.

Für den Kreis Bergstraße wurde am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 79,9 bei kumuliert 1017 Fällen (+216 in den letzten sieben Tagen) gemeldet. Am Samstag erreichte der Wert dann den Höchststand von 90,6 bei 1097 Fällen, die seit März den Behörden gemeldet wurden.

Odenwald erreicht binnen 24 Stunden die höchste Corona-Warnstufe

Und im Odenwaldkreis wurde am Freitag mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 54,8 bei kumuliert 578 Fällen (+53 in einer Woche) zunächst die rote Warnstufe nach dem Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen erreicht. Im Verlauf des Tages kamen jedoch 43 weitere Fälle hinzu, so dass binnen 24 Stunden nun auch im Odenwald die höchste Warnstufe Dunkelrot gilt.

Das RKI meldete am Samstagmorgen für den Odenwald eine Sieben-Tage-Inzidenz von 91,0 bei nun kumuliert 621 Corona-Fällen, die seit Beginn der Pandemie registriert wurden. Nach dem laut Landrat Frank Matiaske (SPD) „dramatischen Anstieg der Fallzahlen“ gelten auch im Odenwald neue Beschränkungen.

Corona in Darmstadt: Krisenstab will Lage am Montag neu bewerten

Nach der Sitzung des Covid-19-Krisenstabs teilte die Stadt Darmstadt am Freitag mit, dass keine weiteren Maßnahmen zusätzlich zu den von diesem Samstag an geltenden Beschränkungen verhängt würden. Am kommenden Montag, 26. Oktober, soll die Lage mit den Zahlen vom Wochenende dann neu bewertet werden. „Übergeordnetes Ziel“, so Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) sei weiterhin, „einen erneuten Lockdown unbedingt und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern“. Die Ausbreitung des Coronavirus sei „weiterhin diffus“. Diese Einschätzung decke sich mit den Erfahrungen aller anderen stark betroffenen Städte und Landkreise in Hessen.

38 Corona-Patienten werden in den Kliniken in Darmstadt behandelt

Die Situation in den Darmstädter Krankenhäusern spitzt sich nach Angaben der Stadt inzwischen allmählich weiter zu. Am Freitag wurden im Klinikum Darmstadt 20 bestätigte Covid-19-Fälle auf der Normalstation behandelt, fünf auf der Intensivstation. Im Elisabetenstift liegen fünf Patienten auf der Normalstation und ein Patient auf der Intensivstation. Und im Alice-Hospital gibt es sieben Patienten auf der Normalstation, aber kein Mensch, der intensivmedizinisch versorgt werden muss.

Laut der Mitteilung der Stadt will der Krisenstab am Montag abermals über Besuchsmöglichkeiten in Altenheimen neu beraten und entscheiden. Derzeit können Heimbewohner:innen drei Mal die Woche von zwei Personen besucht werden.

Maskenpflicht in der Innenstadt: Infos auf Plakaten und Bildschirmen

In der Stadt und an Bahnhöfen sind mehrsprachige Plakate aufgehängt worden, mit denen über die von diesem Samstag an geltende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Zeit von 8 bis 22 Uhr informiert werden soll. Zusätzlich gibt es Hinweise auf der Internetseite der Darmstädter Marketinggesellschaft, auf Bildschirmen in Bussen und Straßenbahnen, auf digitalen Anzeigeflächen an den Bahnhöfen, im Einkaufszentrum „Luisencenter“ sowie in den Darmstädter Parkhäusern.
 
Das Darmstädter Ordnungsamt meldete am Freitag zudem, dass bei sich bei den Kontrollen der von 23 Uhr an geltenden Sperrstunde durch die Kommunalpolizei bis auf wenige Ausnahmen alle kontrollierten Gastronomen an die verfügten Vorgaben gehalten hätten.

Corona im Kreis Darmstadt-Dieburg: Rund 150 Fleischer in Quarantäne

Rund 150 Menschen, die einem Fleischereibetrieb arbeiten und in einer Gemeinschaftsunterkunft in Münster-Breitefeld im Landkreis Darmstadt-Dieburg wohnen, hat das zuständige Darmstädter Gesundheitsamt per Allgemeinverfügung unter Quarantäne gestellt. Zuvor waren 23 Bewohner der Unterkunft positiv auf das Coronavirus getestet und isoliert worden. teilte der Kreis mit.

Alle übrigen Bewohner sollten am Freitag auf Covid-19 getestet werden. Die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber aus der fleischverarbeitenden Industrie lobte der Kreis als „vorbildhaft“ . Für alle Bewohner der Unterkunft sei die Lebensmittelversorgung sichergestellt worden. Zudem, so teilte Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) mit, befänden sich „alle Betroffenen bei guter Gesundheit.“

Landkreis Darmstadt-Dieburg: Corona-Fälle an fünf Schulen

Die Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein teilte am Freitagabend mit, dass es mehrere neue Corona-Fälle an Schulen im Landkreis Darmstadt-Dieburg gebe. Positiv getestet worden seien jeweils ein Schüler am Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt, an der Carl-Ulrich-Schule in Weiterstadt, am Schuldorf Bergstraße in Seeheim-Jugenheim und an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim. An der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg seien zwei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet.

Das für den Landkreis zuständige Gesundheitsamt in Darmstadt habe zu allen Schulleitungen Kontakt aufgenommen. Aufgrund der sprunghaft angestiegenen Infektionszahlen im Landkreis Darmstadt-Dieburg könne es zu Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt kommen. Die Kreisverwaltung empfiehlt daher allen Betroffenen bis zur Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt vorsorglich am Montag, 26. Oktober, zu Hause zu bleiben.

Landkreis Darmstadt-Dieburg erreicht höchste Corona-Warbstufe

Nachdem am Freitag im Landkreis Darmstadt-Dieburg erstmals seit Beginn der Pandemie die letzte Warnstufe Dunkelrot von 75 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden ist, treten im Landkreis weitere Kontaktbeschränkungen in Kraft, um die Ausbreitung des Virus möglichst einzudämmen beziehungsweise zu verlangsamen.

Öffentliche Veranstaltungen werden nach einer Mitteilung des Landkreises auf maximal 100 Teilnehmende begrenzt. Ausnahmen bedürfen Veranstaltungen einer Genehmigung des Gesundheitsamtes unter Vorlage eines abgestimmten Hygienekonzeptes.

Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen treffen. Bei privaten Treffen oder Feierlichkeiten empfiehlt der Kreis „dringend“, sich nicht mit mehr als fünf Personen oder einem weiteren Hausstand zu treffen.

Darmstadt-Dieburger Landrat Schellhaas: „Die Lage ist bedrohlich“

Am Freitagabend teilte der Darmstadt-Dieburger Landrat Klaus Peter Schellhaas mit, dass die aktuelle Entwicklung und Lage „bedrohlich“ sei. Mit „brutaler Geschwindigkeit“, so Schellhaas, habe die sogenannte „zweite Welle“ den Landkreis erreicht. Die Corona-Fallzahlen seien „sprunghaft angestiegen“.

Er appelliere nochmals eindringlich an jeden Einzelnen: „Haltet die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) ein, vermeidet jegliche nicht notwendigen sozialen Kontakte, nehmt Rücksicht aufeinander. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, so Schellhaas.

Schellhaas: „Der Vernunft für einige Wochen die Planung überlassen“

Der Landrat warnte zugleich: „Wir können uns überall infizieren!“ Und gerade im wichtigsten Lebensumfeld geschehe dies im Moment zunehmend. Schellhaas äußerte, es sei „bitter“, dass gerade im privaten Umfeld die meisten Neuinfektionen registriert würden. Der Landrat rät dazu, nun „nicht in Hektik oder übertriebene Angst zu verfallen“. Dafür gebe es „keinen Grund“. Gleichwohl sollte man „für einige Wochen der Vernunft die Planung überlassen“. „Hinterfragt ALLES!“, lautet der mahnende Appell von Schellhaas, der davon ausgeht, dass nun „schwierige und vielleicht auch traurige Wochen“ folgen werden.

Etliche Unternehmen in Südhessen planen in Corona-Krise Stellenabbau

Die Wirtschaft in Südhessen hat sich nach den düsteren Prognosen vor vier Monaten wieder berappelt. Laut der Herbstumfrage, die die Industrie- und Handelskammer Darmstadt am Freitag präsentiert hat, nimmt die Konjunktur nach der Vollbremsung im März und April wieder Fahrt auf. Gleichwohl plant etwa ein Drittel der Unternehmen einen Stellenabbau.

Stadt Darmstadt erreicht höchste Corona-Warnstufe

Update vom Donnerstag, 22. Oktober, 16:06 Uhr: Die Stadt Darmstadt hat die höchste Warnstufe nach dem hessischen Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen mit mehr als 75 bestätigten Corona-Infektionsfällen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage erreicht.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin und das hessische Sozialministerium in Wiesbaden meldeten am Donnerstag, 21. Oktober (Stand: 0 Uhr) für Darmstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 88,8 und bislang 702 registrierten Corona-Fällen seit März. Das waren 45 Fälle mehr als noch am Mittwoch und 142 neue Fälle in den vergangenen sieben Tagen.

Für den Kreis Groß-Gerau beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz nun 110,5 (kumuliert 1775 Fälle und davon allein 305 neu registrierte Fälle in den vergangenen sieben Tagen ), für den Kreis Bergstraße 68,4 (966 Fälle, 185 bestätigte neue Fälle in einer Woche), für den Landkreis Darmstadt-Dieburg 69,8 (kumuliert 1073, 208 neue Fälle in einer Woche) und für den Odenwaldkreis 39,3 (kumuliert 559, 38 bestätigte neue Fälle in einer Woche).

Corona in Darmstadt: Maskenpflicht in der Fußgängerzone ab Samstag

Die Stadt Darmstadt kündigte am Donnerstag in einer Mitteilung an, sie habe angesichts der rasant steigenden Infektionen eine weitere Allgemeinverfügung auf den Weg gebracht, die weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Pandemie vom kommenden Samstag, 24. Oktober, vorsehe.

Von Samstag, 24. Oktober, gilt - zunächst befristet bis zum 21. November - zusätzlich zu den bereits verfügten Maßnahmen, dass bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten zusätzlich auch am eigenen Sitzplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt ebenfalls die Maskenpflicht. Die ab Samstag geltenden strikteren Kontaktbeschränkungen werden nach Angaben der Stadt „nur dann ausgesetzt, wenn die Inzidenz wieder mindestens vier aufeinander folgende Tage unterhalb von 50 liegt“.

Bei privaten Zusammenkünften in angemieteten oder öffentlichen Räumen wird die Höchstteilnehmerzahl auf zehn Personen oder zwei Hausstände beschränkt. Die Stadt empfiehlt zudem dringend, private Zusammenkünfte in privaten Räumen ebenfalls auf eine Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen oder zwei Hausstände zu begrenzen.

Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum bleibt weiterhin zwischen 23 und 6 Uhr verboten.

Öffentliche Veranstaltungen werden auf maximal 100 Teilnehmende begrenzt. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Gesundheitsamtes unter Vorlage eines abgestimmten Hygienekonzeptes.

Maximal fünf Personen dürfen sich in der Öffentlichkeit treffen

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 75 oder bei weiterem kontinuierlichen Anstieg über zehn Tage über 50 dürfen sich laut der neuen Allgemeinverfügung im öffentlichen Raum nur noch maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Hausständen treffen. In diesem Fall sind bereits erteilte oder noch zu erteilende Genehmigungen für öffentliche Veranstaltungen mit einem strengen Maßstab zu überprüfen und gegebenenfalls zu widerrufen.

Die Stadt Darmstadt hat zudem Einheiten der Bundespolizei angefordert, die die Kommunalpolizei bei der Durchsetzung der Kontrollen der neuen Beschränkungsregelungen unterstützen sollen. 

Corona in Münster: 20 Infektionen in Fleisch-Industrie

Update vom Mittwoch, 21. Oktober, 18.05 Uhr: Einen Ausbruch in der Fleisch-Industrie verzeichnet die Gemeinde Münster im Landkreis Darmstadt-Dieburg. 20 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 seien „in einer  größeren Wohneinheit“ im Ortsteil Breitefeld bekannt geworden, teilte Bürgermeister Joachim Schledt (parteilos) am Mittwoch mit. Laut OP-Online handelt es sich um ein ehemaliges Hotel, in dem überwiegend Menschen aus Südosteuropa leben, die in fleischverarbeitenden Betrieben in Nachbarkommunen arbeiten.

In einer Videobotschaft nimmt Bürgermeister Schledt Bezug auf die kreisweite Corona-Entwicklung. Stand 21. Oktober liege die sogenannte Inzidenz (also die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche) bereits bei 61,7, nachdem sie die kritische Schwelle von 50 erstmals gestern überschritten hatte. Er rief dazu auf, Kontakte soweit wie möglich zu vermeiden, um die Infektionsgefahr im Griff zu behalten.

Corona-Fälle in drei Kitas in Darmstadt

In Darmstadt sind an drei Kitas Corona-Fälle aufgetreten. Wie die Kinder- und Jugenddezernat mitteilte, sind an drei Darmstädter Kitas pädagogische Fachkräfte positiv auf die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 getestet worden. Betroffen seien die städtische Kindertagesstätte „Wurzel“, die evangelischen Kita „Mittendrin“ und an die Kita „Arheilger Strolche“. Das Gesundheitsamt Darmstadt ermittele die Kontaktpersonen und veranlasse die nötigen Maßnahmen, hieß es in einer Mitteilung.

Corona in Südhessen: Die aktuellen Zahlen

Das hessische Sozialministerium meldete am Mittwoch (21. Oktober, Stand: 0 Uhr) für Darmstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 68,2 und bislang 657 registrierten Corona-Fällen seit März. Für den Kreis Groß-Gerau beträgt der Wert nun 99,6 (1668 Fälle), für den Kreis Bergstraße 83,2 (966 Fälle), für den Landkreis Darmstadt-Dieburg 61,1 (1018) und für den Odenwaldkreis 38,3 (554).

Corona-Warnstufe Rot im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Update vom Dienstag, 20. Oktober, 13:40 Uhr: Auch in Südhessen steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiter rasant an. Nach den Kreisen Groß-Gerau und Bergstraße und der Stadt Darmstadt hat nun auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg die Warnstufe Rot nach dem Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen überschritten. Die Stadt Darmstadt und der Kreis Bergstraße nähern sich nun sogar der höchsten Warnstufe mit 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage mit dem Coronavirus Sars-CoV-2.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin meldete am Dienstagmorgen (Stand: 0 Uhr) für Darmstadt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 68,2 und bislang 639 registrierten Corona-Fällen seit März. Für den Kreis Groß-Gerau beträgt der Wert nun 82,0 (1590 Fälle), für den Kreis Bergstraße 72,5 (921 Fälle), für den Landkreis Darmstadt-Dieburg 52,7 (980) und für den Odenwaldkreis 36,2 (548).

Jürgen Krahn, der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg, teilte am Dienstagmittag mit, am Sonntag, 18. Oktober, seien der Behörde 20 und am Montag weitere 26 neue, laborbestätigte Corona-Fälle mitgeteilt worden. Von den nun registrierten 639 Personen, die sich mit dem Coronavirus seit März infiziert hätten, betrachte das Gesundheitsamt 447 als geheilt.

Zudem teilte die Stadt Darmstadt am Dienstag auf ihrer Internetseite mit, dass sich die Regeln für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes geändert hätten. Von nun an müsse ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 bei Trauerfeiern in den Trauerhallen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Corona in Darmstadt: Höchststand an registrierten Fällen

Update vom Montag, 19. Oktober, 18.36 Uhr: Darmstadt bleibt mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 50 im kritischen Bereich, auch wenn die aktuellen Zahlen am Montag nach Angaben des hessischen Sozialministeriums leicht gesunken sind. Dies lag aber daran, weil das Darmstädter Gesundheitsamt am Wochenende keine Fallzahlen gemeldet hatte.

In der vergangenen Woche sind dem Gesundheitsamt Darmstadt nach Angaben der Stadt so viele Fälle wie noch nie seit Beginn der Covid-19-Pandemie gemeldet worden. Wie ein Sprecher der Stadt am Montagabend mitteilte, waren es insgesamt mehr als 160 laborbestätigte Corona-Fälle für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg zusammen. Die genaue Zahl für Darmstadt könne erst am Dienstag, 20. Oktober, nachgemeldet werden.

Seit Samstag, und auch für den Montag, liege die Inzidenz in jedem Fall über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Deshalb blieben alle ab dieser Schwelle geltenden Beschränkungsregelungen in Kraft. Sollte sich diese Entwicklung verstetigen, erwäge das Gesundheitsamt, weitere Mitarbeiter aus anderen Bereichen abzuziehen und dem festen Corona-Team temporär zur Bewältigung der Lage zuzuordnen, hieß es nach der aktuellen Sitzung des Darmstädter Krisenstabs.

Corona in Darmstadt: Technische Probleme im Gesundheitsamt

Offenbar gibt es in dem für die Stadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg zuständigen Gesundheitsamt in Darmstadt „anhaltende technische Probleme mit der Übermittlung der Daten zum Infektionsgeschehen“, wie Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) mitteilte. So seien in den vergangenen beiden Tagen keine Neuinfektionen gemeldet worden. Es sei davon auszugehen, dass die Inzidenz dadurch am Dienstag „rasant ansteigen“ werde.

Da es viele Anfragen zur Erreichbarkeit des Gesundheitsamts gegeben hat, rief Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) zur Besonnenheit auf. Man solle sachlich und ruhig bleiben „auch, wenn etwas einmal nicht so klappt, wie wir uns es wünschen“.

Corona in Darmstadt: Zahl der Covid 19-Patienten in Kliniken steigt

In den Kliniken ist nach Wochen der relativen Ruhe vor allem im Bereich der Verdachtsfälle ein erster Anstieg zu verzeichnen. Das teilte die Stadt weiter mit. Aktuell befänden sich im Klinikum Darmstadt vier Covid-19-Patienten auf der Normal- und vier auf der Intensivstation, im Elisabethenstift vier Patienten auf der Normalstation und im Alicehospital fünf auf der Normalstation. Festzustellen sei, dass die Infektionen aus dem privaten Bereich mittlerweile auch in den Gesundheitsdiensten ankämen. „Umso wichtiger ist das eigene Verhalten im privaten Bereich, die Reduzierung der persönlichen Kontakte, der Verzicht auf Feiern und andere nicht unbedingt notwendige Zusammenkünfte“, äußerte Oberbürgermeister Partsch.

Corona in Darmstadt: Busse und Straßenbahnen halten zum Lüften

Das Darmstädter Nahverkehrsunternehmen Heag Mobilo hat angekündigt, dass bei Fahrzeugen, in denen die Luft ohnehin durch Lüftungsanlagen drei bis sieben Mal pro Stunde ausgetauscht wird, ab sofort zusätzlich zu Endhaltestellen und Hauptverkehrsknoten, alle 20 Minuten die Türen für einen zusätzlichen Luftaustausch komplett geöffnet werden. Zudem gelte seit Montag, 19. Oktober, eine Maskenpflicht an allen Haltestellen

Corona-Hotspot Südhessen: Warnstufe Rot an der Bergstraße

Für den Kreis Groß-Gerau meldeten das RKI und das Sozialministerium am Montag (Stand: 0 Uhr) eine 7-Tage-Inzidenz von 85,1 (bei 235 bestätigten Fällen in den vergangenen sieben Tagen). Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde der Wert mit 25,2 (+75 Fälle in einer Woche) angeben.

Für den Kreis Bergstraße (57,3) mit 155 bestätigten Corona-Fällen in den vergangenen sieben Tagen gilt nun auch die Warnstufe Rot, nachdem der kritische Schwellenwert von 50 überschritten wurde. Und für den Odenwaldkreis wurde am Montag  eine 7-Tage-Inzidenz von 35,2 bei 34 bestätigten neuen Infektionen in einer Woche angegeben.

Corona in Darmstadt: Gesundheitsamt meldet keine Zahlen

Update vom Sonntag, 18. Oktober, 19.00 Uhr: Nachdem die Stadt Darmstadt am Samstag die Warnstufe Rot mit einer 7-Tage-Inzidenz von 54,4 erreicht hatte, ist die Kennziffer am Sonntag wieder leicht unter die kritische Marke von 50 Fällen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gesunken. Das könnte sich jedoch in den nächsten Tagen wieder ändern, weil das Darmstädter Gesundheitsamt am Sonntag weder für die Stadt Darmstadt noch für den Landkreis Darmstadt-Dieburg neue laborbestätigte Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 meldete.

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin und dem Hessischen Sozialministerium in Wiesbaden lag die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag (Stand: 0 Uhr) in Darmstadt mit 76 bestätigten Corona-Fällen in den vergangenen sieben Tagen bei 47,5.

Corona in Südhessen: Kreis Bergstraße erreicht Warnstufe Rot

Für den Kreis Groß-Gerau meldeten das RKI und das Sozialministerium eine 7-Tage-Inzidenz von 85,1 (bei 235 bestätigten Fällen in den vergangenen sieben Tagen). Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde der Wert mit 26,5 (+79 Fälle in einer Woche) angeben. Für den Kreis Bergstraße (57,3) mit 155 bestätigten Corona-Fällen in den vergangenen sieben Tagen gilt nun auch die Warnstufe Rot, nachdem der kritische Schwellenwert von 50 überschritten wurde. Und für den Odenwaldkreis wurde am Sonntag eine 7-Tage-Inzidenz von 32,1 bei 31 bestätigten neuen Infektionen in einer Woche angegeben.

Erstmeldung vom Samstag, 17. Oktober, 16.20 Uhr: Die Stadt Darmstadt hat den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten.

Die südhessische Großstadt mit rund 160.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gilt nun als Corona-Hotspot und hat nach dem Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen nun die Warnstufe Rot erreicht.

Corona in Darmstadt: Sieben-Tage-Inzidenz jetzt über kritischer Marke 50

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin (Stand: 17. Oktober, 0 Uhr) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Darmstadt bei 54,4. Im Vergleich zum Freitag wurden dem Gesundheitsamt in Darmstadt 24 neue laborbestätigte Infektionenfälle mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Seit Beginn der Pandemie sind von der Behörde 593 Fälle registriert worden.

Corona in Südhessen: Die aktuellen Infektionszahlen in den Landkreisen

Für den Kreis Groß-Gerau, in dem bereits die höchste Warnstufe von 75 Fällen überschritten worden ist, meldete das RKI am Samstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 89,2 bei 1537 bislang registrierten Corona-Infektionsfällen. Das waren 49 Fälle mehr als noch am Vortag. Die Groß-Gerauer Kreisverwaltung hatte bereits in den vergangenen Tagen mit neuen Allgemeinverfügungen auf die rasant steigenden Infektionszahlen reagiert.

So hatte der Kreis bereits am Dienstag, 13. Oktober, eine Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5 nach den Herbstferien angeordnet. Zudem gilt seit diesem Samstag, 17. Oktober, ab 23 Uhr eine Sperrstunde in Gaststätten. Alkohol darf von 23 bis 6 Uhr nicht verkauft werden. Und in der Öffentlichkeit und bei privaten Feiern dürfen sich im gesamten Kreisgebiet maximal zehn Personen treffen.

Der Kreis Bergstraße nähert sich mit einem Wert von 48,5 ebenfalls der Warnstufe Rot. Der Odenwaldkreis hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 33,1 die nächste Eskalationsstufe von 35 fast erreicht. Und auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg nähert sich mit einem Wert von 30,9 der dritten von fünf Warnstufen nach dem Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen.

Corona-Hotspot in Darmstadt: Sperrstunde kommt

Der Covid-19-Krisenstab der Stadt Darmstadt hat bereits am Freitag mehrere einschränkende Maßnahmen beschlossen, die nun in Kraft treten sollen. Nachdem nun die Warnstufe Rot erreicht wurde, soll nun auch in Darmstadt eine verbindliche Sperrstunde für die Gastronomie und ein generelles Alkoholverkaufsverbot von 23 Uhr bis 6 Uhr gelten.

Corona-Warnstufe Rot in Darmstadt: Maskenpflicht ab Klasse 5

Per Allgemeinverfügung will die Stadt zudem in Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht ab der Klasse 5 anordnen. Die Regelung soll vom kommenden Montag, 19. Oktober, an für zunächst 14 Tage gelten. Auch im benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg soll diese Regelung gelten, obwohl der Kreis bislang noch nicht die dritte Warnstufe erreicht hat.

Corona in Darmstadt: Besuchsverbot in Kliniken gilt ab Montag

In den drei Darmstädter Krankenhäusern – dem städtischen Klinikum, dem Agaplesion Elisabethenstift und dem Alice Hospital – gilt zudem von Montagmorgen 8 Uhr an wieder ein generelles Besuchsverbot. Darüber hinaus empfiehlt der Krisenstab, die Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen auf maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch zu begrenzen. Beschlossen wurde auch, dass in Trauerhallen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.

„Wir stehen an einer entscheidenden Schwelle – jetzt geht es darum, mit Vernunft auf die Herausforderung stark steigender Neuinfektionen zu reagieren“, äußerte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) in einer Mitteilung. Partsch appellierte an alle, auf „vermeidbare Unternehmungen“ zu verzichten.

Corona-Hotspot Darmstadt: Lilien sagen Mitgliederversammlung ab

Der Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 teilte am Freitag mit, dass die ordentliche Mitgliederversammlung des SV Darmstadt 98, die am Dienstag, 27. Oktober, stattfinden sollte, abgesagt wird. Aufgrund der aktuellen Pandemieentwicklung und der damit verbundenen Maßnahmen der Stadt habe das Ordnungsamt die bereits erteilte Genehmigung für eine Veranstaltung mit mehr als 250 Teilnehmern widerrufen.

Die Mitgliederversammlung der Darmstädter Lilien soll unter Einhaltung der üblichen Fristen als Präsenzveranstaltung neu angesetzt werden, sobald dies die Gesamtsituation zulasse. Gemäß der Vereinssatzung bleibe das Präsidium bis zu einer Neuwahl im Amt.

Corona-Beschränkungen gelten auch im Kreis Darmstadt-Dieburg

Obwohl der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 im Landkreis Darmstadt-Dieburg bislang noch nicht übertroffen wurde, wird sich der Kreis den einschränkenden Corona-Maßnahmen anschließen, die bereits in den benachbarten Landkreisen und Städten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 gelten. Das hat Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) am Freitag mitgeteilt.

Das Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Verwaltungsstab der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein haben sich nach Angaben des Landrats darauf verständigt, dass mit Beginn des Schulunterrichts nach den Herbstferien von diesem Montag, 19. Oktober, an auch in den Schulen im Landkreis eine Maskenpflicht für alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage gilt.

Corona in Darmstadt-Dieburg: Schulsport vorerst nur noch kontaktlos

Schulsport ab der 5. Klasse soll für zunächst 14 Tage nach dem Ende der Herbstferien „nur kontaktlos und im Freien“ stattfinden, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. Der Sportunterricht in den Grundschulen soll in diesem Zeitraum nur kontaktlos stattfinden.

Profisport-Veranstaltungen finden ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 - entsprechend dem Beschluss des Bundeskanzleramts und der Chef/innen der Staatskanzleien - ohne Zuschauerinnen und Zuschauer statt.

Auch bei Amateursport-Veranstaltungen wird ab einer Inzidenz von 35 ebenfalls kein Publikum zugelassen. Ausgenommen davon sind „jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmenden sowie die Trainer/innen und Betreuer/innen“.

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 gilt in Alten- und Pflegeheimen die Besuchsregelung, das maximal drei Besuche pro Woche für jeweils eine Stunde und maximal zwei Personen pro Besuch gestattet werden.

Auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg wird nach Angaben der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein eine Sperrstunde in der Gastronomie sowie ein Alkoholverkaufsverbot in der Zeit von 23 bis 6 Uhr vorbereitet und soll abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz angeordnet werden.          

Landrat gegen „Flickenteppich“ bei Beschränkungen in der Region

Der Darmstadt-Dieburger Landrat Schellhaas teilte mit: „Das Virus macht vor den Kreisgrenzen nicht halt. Auch wir werden uns einer höheren Inzidenz annähern und deshalb ist es wichtig, dass wir schon jetzt die Maßnahmen, die gestern von unseren Nachbarkreisen und Nachbarstädten getroffen wurden, umsetzen.“ Der Landkreis liege inmitten der Rhein-Main-Region und es hier könne und dürfe „kein Flickenteppich entstehen“, so Schellhaas. Die Menschen bräuchten einheitliche Regeln und die Maßnahmen, die nun ergriffen würden, seien präventiv.    

Landrat Schellhaas: „Seid solidarisch und passt aufeinander auf“

Schellhaas äußerte ferner: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen, um die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Ich appelliere nochmals eindringlich an alle, die AHA-Regeln einzuhalten: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske; und an die Corona-Warn-App und das Lüften zu denken.

Zudem äußerte der Landrat die Bitte, alle sollten nun „gut überlegen, ob die Familienfeier, das Treffen mit Freunden, der Besuch einer Veranstaltung oder die Teilnahme an einer Sitzung sein müssen“. Seine Empfehlung lautet: „Seid solidarisch und passt aufeinander auf.“

+++ Hier geht‘s zu den alten News-Tickern zur Corona-Krise in Darmstadt und Südhessen mit den Nachrichten von Anfang Juli bis zum 16. Oktober 2020 und den Nachrichten von Mitte März bis Anfang Juli 2020 +++

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare