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23 Jahre lang war der Chirurg Erhard Schneider am Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt.
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23 Jahre lang war der Chirurg Erhard Schneider am Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt.

Groß-Umstadt

Der Chef-Chirurg geht in Rente

Auf die Frage, wie viele Notfallpatienten er wohl in 23 Jahren am Kreiskrankenhaus in Groß-Umstadt behandelt hat, muss Erhard Schneider lächeln: Fast jeder der 290.000 Einwohner im Landkreis lag - statistisch gesehen - schon einmal auf seinem OP-Tisch.

Fast jeder der 290.000 Einwohner im Landkreis Darmstadt-Dieburg lag - statistisch gesehen - schon einmal auf dem OP-Tisch von Erhard Schneider. Auf die Frage, wie viele Notfallpatienten er wohl in seiner nun zu Ende gehenden 23 Jahre langen Dienstzeit am Kreiskrankenhaus in Groß-Umstadt untersucht und behandelt hat, huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Das ist für ihn, den bescheidenen Mediziner, schon ein Ausdruck großer Emotionalität.

"Etwa 50 Patienten am Tag werden es sein", schätzt der leitende Arzt der unfallchirurgischen Abteilung der Kreisklinik Groß-Umstadt. 50 am Tag, das heißt für ihn Arbeit von vormittags bis in den späten Abend. Zwölf Stunden, täglich. Dazu Wochenenddienste und Bereitschaftszeiten in der Nacht.

"Sie sind einer der letzten chirurgischen Allrounder. Während andere sich längst spezialisiert haben, machen Sie alles - und zwar auf höchstem Niveau", lobte der ärztliche Leiter der Kreisklinik, Hans Jürgen Hain seinen nimmermüden Kollegen.

"Mir war es dabei stets wichtig der Bevölkerung zu zeigen, dass sie hier immer gut versorgt wird", erklärte Schneider. "Wer verletzt ist, soll gerne hierher kommen." Auch in Zukunft, die der komplette Neubau der Kreisklinik für 80 Millionen Euro prägen wird. Angesichts des steigenden Kosten- und Leistungsdrucks sagte Schneider: "Ich wünsche mir, dass meine Art weitergetragen wird; nämlich bei all dem nah am Menschen zu sein."

Das konnte er sein dank einer Ehefrau, die über Jahrzehnte bereit war zu akzeptieren, "dass die Ambulanz zum Wohnzimmer wird", wie es Klinik-Betriebsleiter Christian Keller formulierte. "Meine Frau sagt immer: Hobbyraum", verriet der Chirurg mit Blick zur Gattin. Schneiders Nachfolger ist bereits gefunden. Er kommt aus Nordrhein-Westfalen und wird zum 1. Januar seinen Dienst antreten. (piz)

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