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Neben dem Haupthaus entsteht ein Neubau mit sieben Wohnungen.
Neben dem Haupthaus entsteht ein Neubau mit sieben Wohnungen. © Claus Völker

Das einst heruntergekommene Anwesen in der Alicenstraße 2 ist von Grund auf saniert - und endlich auch wieder bewohnt.

"Alle sind ganz erfreut, dass das so geworden ist“, beschreiben die Frauenärzte Isolde und Udo Voltz die Reaktionen auf ihre neuen Praxisräume in der Darmstädter Alicenstraße 2. Das Gebäude ist auch bekannt als Vieth-Haus, nach dem Vorbesitzer Theo Vieth. Die beiden Ärzte haben im Hochparterre des von Grund auf sanierten Gebäudes ihre neuen Praxisräume. „Darmstädter kennen das Haus“, sagt Isolde Voltz. Daher seien Patientinnen bei ihrem ersten Besuch ganz gespannt, wie es geworden ist.

Da das Haus entkernt werden musste, konnten die drei Etagen komplett neu geplant und den Käuferwünschen angepasst werden. Die Praxis hat daher eine kleine Wendeltreppe zu ihren Räumen im ehemaligen Keller. Das Arztpaar Voltz kam über Hausnachbar Stefan Becker auf die Idee, eine größere Praxis in der Alicenstraße zu suchen. Becker wohnt seit Juli mit seiner Partnerin Iris Derenthal im ersten Obergeschoss des Hauses.

Gebäude wurde entkernt

„Als das noch Brandruine war, waren wir schon dabei“, erinnert sich Becker an die ersten Besichtigungen vor einem Jahr. Für sie sei die Nähe zur Stadt und die Lage am Herrngarten interessant gewesen: „Der größte Garten Darmstadts, den man nicht selber pflegen muss.“ Ein freistehendes Haus mit Fenstern nach allen Seiten und einer ganz eigenen Geschichte in der Stadt habe „Charme mit allem drum und dran“, findet Becker. Da das westliche Nachbargebäude im Zuge der Sanierung abgerissen wurde, war es möglich, an der nun freien Hausseite Balkone anzubringen.

Der zur Zeit im Bau befindliche Neubau (künftig Alicenstraße 4) wird sieben Wohnungen zwischen 106 und 170 Quadratmeter haben. „Die sind zum Teil schon verkauft“, erklärt Architekt Klaus Ethner. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau stehen. Anfang 2011 könnte das Dach fertig sein. Zu den beiden Häusern kommt eine Tiefgarage mit einem Dutzend Stellplätzen.

Die Straße ist wegen der Baustelle derzeit gesperrt. Sicherlich fehlten Parkplätze und Durchfahrtsmöglichkeit, räumt der Architekt ein. Er hofft jedoch, dass die Anwohner auch froh sind, „dass etwas passiert“. Ethner geht von einer Sperrung bis Juni aus; die Stadt erklärt, dass die Baustelle voraussichtlich noch bis Ende 2011 dauert.

Der städtische Denkmalpfleger Nikolaus Heiss lobt die Kooperation zwischen Stadt und Architekt. Der Neubau nebenan war möglich, weil das dort bestehende Gebäude, in dem Vieth einige Jahre den Musikkeller Jampott betrieben hatte, nicht unter Denkmalschutz stand. Der Neubau muss sich nur in die Umgebung einpassen. ( mawi)

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