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Auf Geruch, Optik und Geschmack kommt es beim Apfelwein-Tasting in Worfelden an.

Büttelborn

„Stöffsche“ abseits der Masse

Beim Apfelwein-Tasting in Worfelden reichen 16 Kelterer ihre Proben ein.

Über eine gute Beteiligung beim dritten Apfelwein-Tasting hat sich Michael Wagner, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Worfelden, gefreut. Insgesamt 23 Apfelweine von 16 Kelterern aus der Gemeinde Büttelborn wurden an diesem Abend bewertet.

„Ich finde, dass dies eine tolle Aktion ist. Ich bin selber bekanntermaßen Apfelweinliebhaber, und Veranstaltungen wie diese zeigen die Verbundenheit zur heimischen Ernte“, lobte Bürgermeister Andreas Rotzinger (CDU) gleich zu Beginn die Idee des Worfelder Obst- und Gartenbauvereins, die Büttelborner Apfelweinkönige zu küren. In drei Kategorien wurden die Besten gesucht, die sich durch den Sieg zudem für die Hessischen Apfelweinmeisterschaften im kommenden Juli qualifiziert haben, die vom 8. bis 10. Juli im „Kanonesteppel“ in Frankfurt-Sachsenhausen ausgetragen werden.

Königsdisziplin ist die „Wiesenmischung“

„Allerdings gibt es eine Einschränkung, die für manchen Teilnehmer problematisch werden könnte: es müssen 30 Liter des betreffenden Apfelweins zur Verfügung gestellt werden“, erläuterte Michael Wagner, Vorsitzender des Worfelder Obst- und Gartenbauvereins, bei seiner Begrüßung. Als Preis für die Sieger gab es etwas Besonderes: einen sogenannten Halbstamm, den sich die Büttelborner Apfelweinkönige in den eigenen Garten stellen können. „Das ist ein Fränkisch-Crumbacher Mostapfel und eine der selteneren Obstsorten der Region“, erklärte Wagner. Gestiftet wurden die Bäume von mehreren Sponsoren.

Beim Tasting traten die Teilnehmer mit ihren ganz individuellen Apfelweinen, die sich von Massenware deutlich unterscheiden, in drei Kategorien an. Im Wettbewerb „Sortenrein“ dürfen nur Apfelweine antreten, die aus einer einzigen Apfelsorte gekeltert sind. Am Wettbewerb „Besonderheit“ können auch Apfelwein-Mixgetränke teilnehmen. „Unsere Königsdisziplin ist aber die ‚Wiesenmischung‘, bei der traditionell die meisten Teilnehmer antreten. Hier dürfen alle Apfelsorten gemischt gekeltert werden“, erläuterte Wagner.

Etwa 25 Juroren hatten sich an diesem Abend im Worfelder Bürgerhaus eingefunden, um die Apfelweine zu probieren und zu bewerten. Zum Neutralisieren des Geschmacks hatte der OGV Wasser und Weißbrot bereitgestellt. „Der Apfelwein wird nicht getrunken, sondern nur gekostet und dann ausgespuckt“, beschrieb Wagner die Testprozedur.

Vier Kriterien wurden anschließend mit Schulnoten bewertet: der Geruch, die Optik, der Kohlensäure-Gehalt und die Säure des „Stöffsche“ sowie im Anschluss der Gesamteindruck. Als neuer Apfelweinkönig durfte sich am Ende OGV-Vorsitzende Wagner feiern lassen. Er gewann die Königsdisziplin „Wiesenmischung“ und lag auch bei den Besonderheiten vorn. Die Kategorie „Sortenrein“ entschied dagegen Robert Kehl für sich. Zweitplatzierter in der Kategorie Wiesenmischung war Günter Fückel, Platz drei teilten sich Klaus-Dieter Schlotter, Torsten Petri und Roger Petri. (eda)

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