Darmstadt

Preisanstieg auf dem Riegerplatz

Gastronomen auf dem Riegerplatz müssen höhere Gebühren zahlen. Für die Lokalbetreiber bedeutet das Mehrkosten von einigen hundert Euro pro Monat.

Gastronomen auf dem Darmstädter Riegerplatz müssen mehr für die Außenbewirtung zahlen. Für Philip Hochdörffer kam das „aus heiterem Himmel“, wie er erzählt. Vor gut zwei Jahren erhielt der Betreiber des „Gastspielhauses“ ein Schreiben der Stadt, dass sich die Sondernutzungsgebühr für Außengastronomie auf dem Riegerplatz ab 2014 auf 15 Euro pro Quadratmeter erhöhe – das doppelte dessen, was Wirte bislang dort zahlen mussten. „Das wären mehrere tausend Euro im Jahr mehr gewesen“, moniert Hochdörffer, der sich sogleich mit anderen Gastronomen vom Riegerplatz zusammensetzte. Mit Unterstützung der „Initiative lebendiger Riegerplatz“ wandten sie sich an die Stadt.

Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) erklärte, der Riegerplatz sei bislang als wenig frequentiert eingestuft worden. Auf anderen Plätzen aber – wie dem Eberstädter Marktplatz oder dem Mollerplatz – sei bislang der gängige Satz von 12,50 Euro pro Quadratmeter erhoben worden, bevor er nun stadtweit auf 15 Euro erhöht wurde. Weil das für die Wirtsleute auf dem Riegerplatz aber einen enormen Anstieg bedeuten würde, bot Reißer einen Kompromiss an: Die Gebühr werde stufenweise auf 10 Euro pro Quadratmeter für das Jahr 2014, auf 12,50 Euro ab 2016 und auf 15 Euro ab 2018 angepasst.

Doch es bleiben Bedenken. Philip Hochdörffer sieht einen Unterschied zwischen der Innenstadt, wo sich vor allem potente Ketten befänden, und dem Riegerplatz mit seinen inhabergeführten Lokalen. Reißer argumentiert, in der Innenstadt sei zwar tagsüber mehr los, aber abends weniger, wohingegen der Riegerplatz auch in den Abendstunden stark bevölkert sei. Zwar gebe es eine günstigere Gebührenkategorie von 10 Euro pro Quadratmeter, doch gelte die nur in Randgebieten.

Für die Lokalbetreiber am Riegerplatz bedeutet das Mehrkosten von einigen hundert Euro pro Monat. Und das, so kündigt Hochdörffer an, werde sich leider auch bei den Preisen bemerkbar machen. „Wir sind gezwungen, das an die Gäste weiterzugeben.“ (aw)

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