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Kranzniederlegung am neuen Gedenkort: Erhard Göhl, Karin Wolff und Innenminister Beuth (v.l.)

Darmstadt

Neuer Standort für Gedenktafel

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An die Opfer des Volksaufstands am 17. Juni 1953 in der DDR und die Opfer des Kommunismus in Deutschland wird künftig am Wilhelminenhaus am Luisenplatz erinnert.

In den vergangenen fünf Jahren fristete eine Gedenktafel für die Opfer des Kommunismus in Deutschland im historischen Kollegiengebäude am Darmstädter Luisenplatz ein Schattendasein. Die Tafel hatte die Landesregierung am 17. Juni 2013 zum Gedenken an die Opfer des Volksaufstands des 17. Juni 1953 in der DDR und des Kommunismus in Deutschland im Eingangsbereich des Darmstädter Regierungspräsidiums anbringen lassen. Auf Anregung der früheren hessischen Kultusministerin und scheidenden CDU-Landtagsabgeordneten Karin Wolff wurde die Tafel nun an der Mauer des benachbarten Wilhelminenhauses unterhalb eines großen Mosaiks angebracht.

An einer kleinen Feier anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel nahm am Montag auch Erhard Göhl, der frühere Bundesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, teil. Göhl hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aktiv für die Aufarbeitung der SED-Diktatur wie auch für das Gedenken an die Opferschicksale eingesetzt.

Innenminister Peter Beuth (CDU) bezeichnete den Volksaufstand in der früheren DDR als „Schlüsselereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte“, das niemals in Vergessenheit geraten dürfe. Die Gedenktafel sei „ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung“ der Menschen, die sich unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit und Demokratie eingesetzt hätten. Die Tafel solle verdeutlichen, „dass es kostbar ist, in einem freien und vereinten Deutschland zu leben und dass wir unsere gemeinsamen Werte immer wieder verteidigen müssen“, sagte Beuth.

Regierungsvizepräsident Alexander Böhmer sagte, die Gedenktafel hänge nun sichtbar im Stadtbild. Der neue Gedenkort biete bei Jahrestagen die Möglichkeit, die Tafel bei Gedenkveranstaltungen öffentlich einzubeziehen. Anlässlich der Verlegung der Gedenktafel hat das Regierungspräsidium zudem eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in das Hauptgebäude am Luisenplatz geholt. Die Ausstellung kann montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags bis 15 Uhr besichtigt werden.

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