Mörfelden-Walldorf

Kein Moratorium für den Festplatz

Der Antrag von CDU und DKP/LL zum sozialen Wohnungsbau ist gescheitert. Es gibt kein Moratorium für den Festplatz.

Es gibt kein Moratorium für die auf dem Mörfelder Festplatz geplanten Sozialwohnungen. Ein gemeinsamer Antrag von CDU und DKP/LL ist im Stadtparlament gescheitert. Die Koalition griff aber eine Vorlage der DKP/LL auf, in der zur Wohnbebauung geeignete Flächen vom Magistrat aufgeführt werden sollen.

Ursprünglich hatten CDU und DKP/LL zwei eigene Anträge zum Wohnungsbau eingebracht, sich dann aber auf eine gemeinsame Vorlage verständigt. Diese sah vor, dass bis Oktober eine vollständige Liste mit geeigneten Flächen präsentiert werden sollte. Auch wurde eine Bedarfsanalyse für den sozialen Wohnungsbau gefordert.

Flächen werden geprüft

Geprüft sehen wollte man eine Kooperation mit dem Kreis und eine mögliche Aufstockung von bestehenden Gebäuden. Der Knackpunkt war, dass der Magistrat die Umsetzung sämtlicher Schritte für die Bebauung des Festplatzes in Mörfelden so lange aussetzen sollte, bis das Parlament über Alternativen informiert wurde.

Weder die Koalition noch die Grünen wollten dem zustimmen. „Ein Moratorium führt nur zu Verzögerungen – deshalb lehnen wir es ab“, sagte Grünen-Fraktionschefin Andrea Winkler. Die Warteliste für Sozialwohnungen sei schon jetzt lang, daher möchten die Grünen keine Zeit verlieren.
Es sei geboten, einen Schritt zurückzugehen und zu überlegen, in welcher Form und auf welchen Grundstücken die Stadt den Wohnungsbau voranbringt, meinte dagegen Jan Körner, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten.

Wo neue Wohnungen gebaut werden können, hat nun der Magistrat zu untersuchen. Die Koalition stellte den Prüfantrag der DKP/LL zur Abstimmung. Bis auf die CDU stimmten alle Fraktionen dafür, infrage kommende Flächen zu erfassen und das Parlament dann darüber zu informieren. (eda)

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