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Aufregung im Flamingogehege: Die neue Unterkunft ist offiziell eröffnet.

Darmstädter Zoo

Die Flamingos haben nun mehr Platz

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Der erste Schritt zur neuen Afrikasavanne im Vivarium ist getan. 230.000 Euro investiert der Darmstädter Zoo.

Dieses Jahr wird es wohl nichts mit dem Brüten bei den Flamingos: Zu stressig sei der Umbau in ihrem Gehege im Darmstädter Zoo Vivarium gewesen, sagt eine Tierpflegerin. Auch jetzt rennt die 52-köpfige rosa Schar aufgeregt und kreischend hin und her, weil die Presse ihre neue Unterkunft in Augenschein nimmt.

Auf den ersten Blick ist die Veränderung am Gehege zwischen Riesenschildkröten und Papageienhaus gar nicht so leicht zu erkennen. Dennoch sei der 230.000 Euro teure Neubau ihrer Unterkunft samt neuer Geländeumzäunung eine der „großen Investitionen“ im Bestreben, „das Vivarium attraktiver zu machen“, sagt Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU) am Dienstag bei der Eröffnung. Das 600 Quadratmeter umfassende Gehege soll künftig Teil der neuen Afrikaanlage werden, die derzeit im Entstehen ist.

„Mit der Erweiterung der Flamingoanlage ist der erste sichtbare Schritt gelungen“, sagt Jürgen Thomas, Vorsitzender des Fördervereins Kaupiana. Bis Ende des Jahres soll die Anlage fertig sein; Zebras und Antilopen sollen wieder einziehen. Auch hier sind neue Stallungen und Wegeverbindungen geplant. Die Gesamtkosten der Afrikasavanne lägen bei 1,8 Millionen Euro, so Thomas. Die Kaupiana – mit 12 000 Mitgliedern der größte Verein in Darmstadt – übernimmt die Kosten für das Projekt. Der städtische Eigenbetrieb EAD, der den Zoo betreibt, trage die Eigenleistungen, wie Betriebsleiterin Sabine Kleindiek sagt.

Sobald das Wetter besser ist, werden für die Flamingos in ihrem derzeit etwas nackten Auslauf noch Grasinseln gepflanzt, ein kleiner Teich ist bereits vorhanden. Auch in ihrem Neubau, der mit 52 Quadratmetern doppelt so groß wie die alte Unterkunft ist, können die Vögel im Wasser stehen. Der geflieste Innenraum, der als Rückzugsort fungiert und von den Besuchern nicht betreten werden kann, ist komplett mit zehn bis fünfzehn Zentimeter hohem Wasser bedeckt.

Dort werden die Tiere mit speziellen Pellets gefüttert, die den natürlichen Farbstoff enthalten, der ihr Gefieder rosa werden lässt, sowie mit getrockneten Garnelen. Damit die Wasserfläche bei Frost nicht einfriert, ist der Raum beheizbar. Wie eine Tierpflegerin berichtet, muss das Wasser täglich erneuert werden, weil die Flamingos hier auch hineinkoten.

Notwendig geworden war die Vergrößerung des Flamingohauses, weil durch die kontinuierliche Zucht die Gruppe stark gewachsen war.

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