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Fit auf dem Campus

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Die TU Darmstadt startet ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Hochschule plant außerdem ein Gesundheitszentrum.

Sportlich betätigen können sich Mitarbeiter der TU Darmstadt seit vielen Jahren in Einrichtungen wie dem Unifit. „Bislang geschah dies ad hoc und eher unsystematisch“, sagt Kanzler Manfred Efinger. Nun soll ein betriebliches Gesundheitsmanagement eine solide Basis schaffen. 5000 Beschäftigte hat die Universität. Der Krankenstand ist bei den Mitarbeitern nicht übermäßig hoch, so Efinger bei der Vorstellung der Pläne. Allerdings wolle die TU in allen Bereichen „exzellent und wandlungsfähig sein“. Deshalb sei es ihm wichtig, das Thema Gesundheit strukturell neu aufzustellen und Angebote zu vernetzen. „In der Summe glaube ich, können wir mehr erreichen“, erläutert der Kanzler.

Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse – der ein Großteil der TU-Mitarbeiter angehören – werden in den kommenden zwei Jahren die „Ressourcen und die Belastungsschwerpunkte“ der Beschäftigten analysiert, danach sollen Gesundheitsprojekte entwickelt und analysiert werden. Mit 50 000 Euro pro Jahr fördert die Krankenkasse die Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. „Die TU gibt dafür einen deutlich höheren Betrag“, sagt der Kanzler, der seit Anfang April auch die Gesundheitsmanagerin Elke Böhme beschäftigt.

Mehr als ein Wellnessangebot

Ihre Aufgabe ist es, so Efinger, dem Thema einen „neuen Schub“ zu geben. Sie entwickelt und koordiniert neue Konzepte, analysiert und ermittelt den Bedarf und stimmt alle Maßnahmen mit den Verantwortlichen im Lenkungsausschuss ab.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement soll auf jeden Fall weit mehr sein als ein bloßes Fitness- und Wellnessangebot. „Es geht darum, die Verhältnisse auf struktureller Ebene zu verändern“, sagt Elke Böhme. Das heißt, es werden auch grundlegende Probleme angegangen, die dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich unwohl oder gar krank fühlen, wie etwa Teamkonflikte oder Probleme mit den Führungskräften. Dies könne dann durchaus dazu führen, dass Arbeitsabläufe neu organisiert werden müssen. „Solche tiefgreifende Veränderungen brauchen Führungskräfte, die diesen Prozess unterstützen“, sagt Elke Böhme.

Auch baulich, so Efinger, werde sich das Gesundheitsengagement auf dem Campus in der Stadtmitte wiederfinden. Geplant sei ein Gesundheitszentrum – und zwar in einem Hallensegment zwischen Mensa und Universitäts- und Landesbibliothek. Die Halle müsse noch saniert werden und stehe voraussichtlich ab 2018 oder 2019 zur Verfügung. „Eine Art Kleinausgabe des Gesundheitszentrums“ wird bereits heute eröffnet: Im Sockelgeschoss des Alten Hauptgebäudes steht ein Bewegungsraum mit verschiedenen Angeboten bereit. (hin)

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