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Eine Teilnehmerin der Gegendemonstration - mit Maske.
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Eine Teilnehmerin der Gegendemonstration - mit Maske.

Darmstadt

„Querdenken“-Demo in Darmstadt: Buntes Bündnis stellt sich quer

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Friedlicher Protest gegen „Querdenken“-Szene und die Corona-Maßnahmen in Darmstadt. Polizei mit Großaufgebot von mehreren hundert Einsatzkräften in der Stadt präsent.

In Darmstadt haben sich am Sonntag im Zusammenhang mit einer Kundgebung der „Querdenken“-Szene die Bilder von Kassel mit gewalttätigen Auseinandersetzungen nicht wiederholt. Zum einen kamen statt der angemeldeten 900 Menschen nur etwa die Hälfte nach Darmstadt, um auf dem Parkplatz des Fußballstadions am Böllenfalltor gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

Motto der Gegendemo in Darmstadt: „Querdenken entgegentreten“

Zum anderen hatte ein breites Bündnis aus antifaschistischen Gruppen, Parteien, Gewerkschaften, Initiativen und den Ultras der Darmstädter Lilien unter dem Motto „Querdenken entgegentreten“ mobil gemacht. Die Polizei sprach von rund 600 Menschen, die an der Gegendemonstration teilgenommen hätten. Bereits am Sonntagvormittag hatte bereits die Klimabewegung „Fridays for future“ zu einer Fahrraddemo vom Darmstädter Hauptbahnhof zum Friedensplatz aufgerufen, an der rund 150 Menschen teilnahmen.

Am Mittag zogen die Gegendemonstrant:innen dann von der Innenstadt zum Stadion am Böllenfalltor, um auf der für den Verkehr gesperrten Nieder-Ramstädter Straße gegen Verschwörungsideologien zu protestieren. „Solidarität statt verschwurbelter Egoismus“, „Kein Platz für Eure Hetze!“ oder „Darmstadt bleibt stabil – Gegen Faschismus und Verschwörungstheorien“ war auf Plakaten und Transparenten zu lesen.

„Querdenken“-Demo in Darmstadt: Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Die Polizei war mit einem Großaufgebot mit mehreren hundert Einsatzkräften in der Stadt präsent. An den Zufahrten in die Innenstadt sowie am Hauptbahnhof kontrollierten die Beamtinnen und Beamten zudem die auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes erlassenen Corona-Regeln.

So wurden auch Autofahrer:innen verwarnt, weil sie im Wagen keine Masken trugen, wenn eine weitere Person im Auto saß, die nicht zum eigenen Hausstand gehörte.

Versammlungen von „Querdenken“ und Gegendemos bleiben friedlich

Sowohl die „Querdenken“-Kundgebung als auch die Gegendemonstration verliefen bei sonnigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen friedlich.

Die Polizei berichtete, ein Teilnehmer der „Querdenken“-Versammlung habe einem anwesenden Journalisten die Kamera aus der Hand geschlagen. Die Einsatzkräfte hätten die Personalien des Mannes festgestellt und einen Platzverweis erteilt. Gegen ihn werde wegen des Verdachts der Nötigung und Sachbeschädigung ermittelt.

„Querdenken“-Kundgebung in Darmstadt: Polizei setzt Auflagen durch

Am Eingang des Stadion-Parkplatzes wurden alle kontrolliert, die an der „Querdenken“-Demo teilnehmen wollten. Viele wiesen ein Attest zur Befreiung von der Corona-Masken-Auflage vor, andere zogen ihre Mund-Nase-Bedeckung nach der Kontrolle gleich wieder vom Gesicht. Die Polizei ahndete wiederholte Verstöße gegen die Versammlungsauflagen zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen und schloss 13 Personen von der „Querdenken“-Versammlung aus. Auch ein Redner wurde nicht auf das Versammlungsgelände gelassen, weil er keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen wollte und dafür kein Attest vorweisen konnte.

Bei der „Querdenken“-Demonstration am Stadion in Darmstadt wurde nur widerwillig Maske getragen und Abstand gehalten.

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