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Bufdi statt Zivi

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Internationaler Bund vermittelt jetzt Bundesfreiwilligendienst

Zivildienst war gestern. Allerdings sind mit der Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit einhergehenden Ende des Ersatzdienstes die bisherigen Arbeitsfelder der Wehrdienstverweigerer nicht ebenfalls weggefallen. Der Bedarf an Helfern in Einrichtungen aller Art ist nach wie vor groß.

Um ihn abzudecken, hat die Bundesregierung den Bundesfreiwilligendienst (BFD) erfunden: ein Jahr Dienstleistung für die Gesellschaft gegen eine Aufwandsentschädigung. Wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr. Aber im Gegensatz dazu nicht nur für 18- bis 25-Jährige. Und nicht nur in sozialen Institutionen.

Der Internationale Bund vermittelt nun auch in Darmstadt für ganz Südhessen auch die sogenannten Bufdis. „Das war lange ein Tätigkeitsfeld des IB in Frankfurt, Kassel und Göttingen“, erläutert die Darmstädter IB-Chefin Maria Pohl. Die Bundesgeschäftsstelle habe mit der Gesetzesnovelle beschlossen, das auch an anderen Standorten einzuführen.

Auch für Ältere geeignet

Ein Grund dafür ist, dass die Aktivitäten von Bildungsträgern in den klassischen Sektoren der betreuten Aus- und Weiterbildung „immer schwerer umzusetzen“ seien, wie Pohl sagt. Förderungen werden eingeschränkt oder ganz gestrichen. Und so schaute sich der IB nach neuen Geschäftsfeldern um – auch, um seine Mitarbeiter halten zu können.

Zwei Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Freiwilligen: Ramona Teplá und Claudia Raß. Der BFD sei für Einsatzstellen attraktiv, die sich bislang gescheut hätten, FSJler einzusetzen. Etwa, weil sie keine rein soziale Institution sind, sagt Ramona Teplá. Von der Finanzierung her sind die BFD-Stellen attraktiver, ergänzt Claudia Raß.

FSJ und BFD haben denselben Bildungsanteil: 25 Seminartage im Jahr mit unterschiedlichen Inhalten. Bis jetzt sind es vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die das Angebot nutzen. Teplá und Raß haben aber auch diverse Einsatzstellen, die ältere Freiwillige suchen. Bis jetzt hat sich aber noch niemand gemeldet, bedauert Teplá. ( rwb)

Mehr Informationen unter Telefon 06151/3663-22 oder 3663-26.

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