1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Bürger werden gehört

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Über einen Lenkungskreis und Bürgerwerkstätten will Darmstadts Baudezernent Dieter Wenzel die Bürger an der Entwicklung der ehemaligen Militärflächen der US-Armee beteiligen.

Über einen Lenkungskreis und Bürgerwerkstätten will Darmstadts Baudezernent Dieter Wenzel (SPD) die Bürger an der Entwicklung der ehemaligen Militärflächen der US-Armee beteiligen. Dabei soll vor allem der Informationsfluss über das weitere Vorgehen gewährleistet werden. Diese Aufgabe wird der Lenkungskreis, der sich aus Vertretern der Fraktionen und der Stadtverwaltung zusammensetzt, übernehmen. In den Werkstätten können Darmstädter ihre Interessen bei der künftigen Nutzung der Kasernen- und Siedlungsflächen wahrnehmen.

Mit einem "langwierigen Prozess", der bis zu sechs Jahre dauern könne, rechnet Wenzel. Mehr als 300 Hektar Fläche hat die US-Armee vor zwei Jahren geräumt. Rund 64 Hektar davon sollen zu Wohngebieten werden. Das weitere Verfahren legt eine Rahmenvereinbarung zwischen der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) fest, die das Parlament einstimmig gebilligt hat.

Katrin Kosub (SPD) sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt: "Jetzt geht´s hoffentlich los." Auch sie plädierte im Parlament für eine enge Bürgerbeteiligung. "Wir wollen keine Ghetto-Bildung, sondern Vielfalt bei der Bebauung", nennt Wenzel das Ziel. Doris Fröhlich (Grüne) schlug vor, die Möglichkeit zu prüfen, dass die Stadt die Flächen kauft und bekam dabei Unterstützung von Ludwig Achenbach von der CDU. Auf diese Weise könne man stärker Einfluss nehmen, als wenn die Flächen europaweit ausgeschrieben würden. (rf)

Auch interessant

Kommentare