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Das Gesundheits- und Ökozentrum des Psycho-Gurus Andreas Hortmann sollte unweit des Lichtenberger Schlosses entstehen. (Archivbild)
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Das Gesundheits- und Ökozentrum des Psycho-Gurus Andreas Hortmann sollte unweit des Lichtenberger Schlosses entstehen. (Archivbild)

Odenwald

Bürger machen gegen Psycho-Guru mobil

  • Claudia Kabel
    VonClaudia Kabel
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Der umstrittene Wiesbadener Psycho-Guru Andreas Hortmann will in Fischbachtal ein Zentrum errichten. Die Bürger im Ortsteil Lichtenberg lehnen das Bauvorhaben geschlossen ab, sagt der Ortsvorsteher.

Gegen die Pläne einer Käufergemeinschaft um den Wiesbadener Psycho-Guru Andreas Hortmann, in Fischbachtal (Kreis Darmstadt-Dieburg) ein Gesundheits- und Ökozentrum zu bauen, regt sich massiver Widerstand. „Die Bürger lehnen das Projekt geschlossen ab“, sagte Achim Frank (Freie Wähler Fischbachtal), Ortsvorsteher von Lichtenberg, der FR. Entsprechend viele Unterschriften seien an Bürgermeister Philipp Thoma (SPD) übergeben worden.

In dem 444-Einwohner-Ortsteil prangen Transparente gegen die Bebauung. Nahe des Schlosses Lichtenberg soll auf dem ehemaligen Anwesen des Landhauses Baur ein Gesundheitszentrum für alternative Heilmethoden inklusive Wohneinheiten für 20 Familien und diverse Nutzgebäude, insgesamt 19 bis 25 Gebäude, entstehen, heißt es im Protokoll der Gemeindevertretersitzung vom 19. Dezember.

Eine für vergangenen Sonntag geplante Infoveranstaltung war kurzfristig abgesagt worden. „Die uns zur Verfügung gestellten Pläne sehen einen massiven Eingriff in das Grundstück vor, was wir nicht akzeptieren können, da dieses Areal wesentlich für das Landschaftsbild des Ortsteils Lichtenberg ist“, teilte Thoma mit und versprach eine genaue Prüfung. Ob ein Verkauf des Grundstücks von Albert Baur überhaupt zustande kommt, ist fraglich. Sicher ist, dass Hortmann bereits ein gegenüberliegendes Grundstück erworben hat.

Die 40-köpfige Käufergemeinschaft schrieb der FR: „Wir wollen unverändert im guten Einvernehmen mit den politischen Gremien und der Bevölkerung unser Vorhaben eines Ökologie-, Gesundheits- und Wohnprojektes verwirklichen.“ Man sei anhaltend sehr überrascht über die massiven und weitreichenden Vorbehalte gegenüber dem Bauvorhaben und besonders gegenüber Hortmann.

Dass sich Hortmann, Jahrgang 1959, als „Sprachrohr Gottes“ bezeichnet, ist laut Pfarrer Oliver Koch vom Frankfurter Büro für Weltanschauungsfragen der evangelischen Kirche als „hochproblematisch“ zu sehen. Hortmann gründete 1989 im Rhein-Main-Gebiet das „Institut für Spirituelle Psychologie“ und zog Mitte der 1990er Jahre von Frankfurt nach Wiesbaden.

Inzwischen bietet der Diplom-Psychologe unter dem Label „Logic 5 – Akademie für Soziales Lernen“ Therapien und Seminare zur Bewusstseinsentwicklung und Selbstverwirklichung an. 

Wir haben den Artikel vom 21.02.2018 am 15.1.2020 angepasst und eine Aussage entfernt.

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