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Brücken in den Beruf

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Von: Kerstin Klamroth

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Was man über Minijobs und sogannte prekäre Arbeitsverhältnisse wissen sollte: Die Agentur für Arbeit zeigt eine lehrreiche Ausstellung.

Welche Kosten haben Unternehmen durch Minijobs? Wie sieht das Arbeitsrecht bei Minijobs aus?Sind Minijobs tatsächlich eine Brücke in den Beruf oder eher eine berufliche Sackgasse und Armutsfalle? Das sind nur einige Fragen, die in der Wanderausstellung „Warum Minijob? Mach mehr draus“ beantwortet werden.

Die Ausstellung der Agentur für Arbeit will über arbeitsrechtliche Bestimmungen aufklären und Angebote für Minijobber/innen und Unternehmen zur Umwandlung prekärer Arbeitsverhältnisse in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzeigen. Minijobs unterliegen nach Angaben der Agentur für Arbeit bis auf sozialversicherungs- und steuerrechtliche Besonderheiten genau denselben gesetzlichen Bestimmungen wie andere Arbeitsverhältnisse auch. Vor dem Gesetz sind Minijobs, Teilzeit- oder Vollzeitjobs gleichgestellt. Diese Regelungen würden nach Angaben von Pressesprecherin Judith Sturm oft nicht eingehalten. Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2013 gaben 52 Prozent aller Personalverantwortlichen an, im Minijob existiere kein Kündigungsschutz. „Das ist ein alarmierendes Signal, auf das mit dieser Ausstellung reagiert wird“, sagt Sturm. Frauen im Minijob machten zudem die Erfahrung, dass sie – auch mit einer qualifizierten Berufsausbildung – bei dauerhafter Tätigkeit im Minijob nicht mehr als qualifizierte Fachkraft gelten. kek

Die Ausstellung ist vom 29.November bis zum 2. Dezember während der regulären Öffnungszeiten in der Agentur für Arbeit, Groß-Gerauer Weg 7, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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