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Breitband GmbH wird aufgelöst

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Die Ausschüsse haben die Auflösung der Breitband GmbH bei Gegenstimmen der FDP/FW-Fraktion und einer Enthaltung aus der CDU befürwortet. Am Montag, 13. Juli, soll der Kreistag über die Vorlage entscheiden.

Die Breitband Kreis Groß-Gerau GmbH soll aufgelöst werden. Der Kreisausschuss hat beantragt, dass Landrat Thomas Will (SPD) die notwendigen Schritte dazu veranlasst. Auf die Rückzahlung der von 2012 bis 2014 geleisteten Betriebsmittelvorschüsse von 590 000 Euro soll der Kreis, der alleiniger Gesellschafter ist, verzichten – andernfalls müsste die Breitband GmbH Insolvenz anmelden. Das Unternehmen habe keine Einnahmen, so Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer (Grüne) in einer gemeinsamen Sitzung des Regional- und Umweltausschusses.

Hintergrund ist der Rückzug des Kreises aus seinen Breitband-Aktivitäten. Geplant war, ein Glasfasernetz zum Anschluss aller Kabelverzweiger in elf der 14 Kreiskommunen (die Städte Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach verfolgten eigene Planungen) herzustellen und an einen Netzbetreiber zu verpachten. Mit den Einnahmen hätten die Investitions- und Betriebskosten GmbH refinanziert werden sollen.

Dann entschloss sich die Telekom zu einem stärkeren Engagement im Breitbandausbau im Kreis. Mit der Folge, dass von den elf Kommunen nur noch fünfeinhalb (in Ginsheim-Gustavsburg ist nur der Gustavsburg zu versorgen) übrig blieben. Die laut Kreisausschuss am wirtschaftlichsten zu erschließenden Gebiete Bischofsheim, Büttelborn, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf, Nauheim und Ginsheim seien weggefallen, weshalb die Verhandlungen mit einem Netzbetreiber scheiterten. Die Ausschüsse haben die Auflösung der Breitband GmbH bei Gegenstimmen der FDP/FW-Fraktion und einer Enthaltung aus der CDU befürwortet. Am Montag, 13. Juli, soll der Kreistag über die Vorlage entscheiden. (dirk)

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