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Brauerei-Chef Stefan Seibold würde am liebsten am historischen Stammsitz der Brauerei gegenüber dem Pfungstädter Bahnhof weiter frisches Bier am Zwickelhahn abzapfen.
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Brauerei-Chef Stefan Seibold würde am liebsten am historischen Stammsitz der Brauerei gegenüber dem Pfungstädter Bahnhof weiter frisches Bier am Zwickelhahn abzapfen.

Pfungstadt

Brauerei Pfungstädter: Unklare Zukunft für Traditionsstandort

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die Geschäftsführung der Traditionsbrauerei im südhessischen Pfungstadt bei Darmstadt führt Verhandlungen mit dem neuem Grundstückseigentümer, der auf einer Räumung des Brauerei-Areals am Bahnhof bis Ende 2023 besteht.

Zwei Monate, nachdem die Pfungstädter Brauerei bekanntgegeben hatte, sie plane – entgegen den vorherigen Überlegungen – einen Rückkauf der Grundstücke um den historischen Stammsitz des Unternehmens südlich des Pfungstädter Bahnhofs, zeichnet sich noch keine Lösung ab.

Pfungstädter-Brauerei soll bis Ende 2023 Stammsitz räumen

Der neue Eigentümer des Brauerei-Areals, ein gemeinsames Unternehmen des Investors Daniel Hopp und des Projektentwicklers Conceptaplan, hat jüngst mit einer Kündigung bekräftigt, dass die Brauerei bis Ende 2023 den Stammsitz räumen muss, damit dort ein Wohnquartier gebaut werden kann.

Brauerei-Geschäftsführer Stefan Seibold gab sich auf Anfrage der FR allerdings zuversichtlich, in den nächsten Monaten in den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern zu einer Lösung zu kommen. An der Ausgangslage habe sich nichts geändert, weil der Geschäftsführung und dem neuen Eigentümer der Brauerei bekannt sei, dass der Mietvertrag Ende des Jahres 2023 auslaufe. Letztlich sei es auch eine „emotionale Angelegenheit“, ob die seit 190 Jahren bestehende Brauerei „an ihrer Geburtsstätte zu neuer Blüte“ gelange.

Pfungstädter: Brauerei-Eigentümer will Grundstücke zurückkaufen

Ende Mai hatte Uwe Lauer, der neue Eigentümer der Brauerei, mitgeteilt, dass die zunächst geplante Aufteilung der Brauerei nach einer Analyse der Risiken aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll sei.

Die Rückbesinnung auf den angestammten Standort erfolge auch deshalb, weil das Unternehmen bislang kein geeignetes Grundstück mit den entsprechenden Wasserrechten für einen Neubau gefunden habe.

Pfungstädter-Chef Seibold spricht von „Aufbruchsstimmung“

Seibold sagte nun, die Gespräche mit den neuen Grundstückseigentümern würden nun in aller Ruhe und sehr professionell fortgesetzt. In der Belegschaft sei gleichwohl nach wie vor „eine klare Aufbruchstimmung“ spürbar, so Seibold.

Ursprünglich hatte Anlagenbauer Lauer das Konzept verfolgt, einen Teil des Betriebs – inklusive eines gastronomischen Angebots – auf einer 5000 Quadratmeter großen Fläche am derzeitigen Standort zu erhalten. Die Produktion mit einer modernen Abfüllanlage und einem Logistikzentrum sollte an einem neuen Standort errichtet werden, um die geplante Bebauung des viereinhalb Hektar großen Areals mit Wohnhäusern zu ermöglichen.

Pfungstädter-Areal: Wohnquartier statt Brauerei geplant

Einer Rückabwicklung des Geschäfts steht der neue Grundstückseigentümer allerdings ablehnend gegenüber. Dem Darmstädter Echo teilte Michael Hoffmann von Daniel Hopps Family Office jüngst mit, es sei vorgesehen, das Vorhaben auch zu verwirklichen.

Lauer habe auf der Grundlage der „allseits bekannten Rahmenbedingungen“ die Brauerei und damit die Verantwortung für die dortigen Arbeitsplätze, für die Traditionsmarke und für die Finanzierung des Betriebs an anderer Wirkungsstätte übernommen.

Pfungstädter Brauerei plant Rückkauf und Sanierung statt Neubau

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