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Brandserie reißt nicht ab

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Wieder hat es in der Gemeinde Groß-Zimmern gebrannt. Wieder nachts. Kaum war der erste Einsatz am späten Freitagabend beendet, musste die Feuerwehr in Klein-Zimmern ran. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

In den vergangenen vier Wochen gab es vier ungeklärte Brände in Groß-Zimmern, immer nachts. Zuletzt hatte am 1. Juni ein brennender Holzstapel eine Scheune im Ortskern entzündet. Das Übergreifen des Feuers auf Wohngebäude wurde gerade noch verhindert.

Nun wurde am Freitag gegen 22.15 Uhr ein Feuer in der Kleingartenanlage Am roten Morgen in Groß-Zimmern gemeldet. Eine Hecke neben einem Fußweg brannte. Die Flammen griffen auf die Gartenhütte der Parzelle über, wie Klaus Theilig, vom Polizeipräsidium Südhessen, beschreibt.

Die Gartenhütte stand lichterloh in Flammen, als die Feuerwehr eintraf. „Aber dank des massiven Eingreifens wurde der Brand schnell gelöscht“, sagt der stellvertretende Kreisbrandinspektor Dieter Pabst am Sonntag. Mit 40 Mann waren die Wehren aus Groß- und Klein-Zimmern in kürzester Zeit angerückt. „Die Leute in Zimmern sind sensibilisiert“, erzählt Pabst.

Dass ein Brandstifter in der Gemeinde sein Unwesen treibt, beschäftigt viele. Derzeit gehe keiner der Feuerwehrleute abends großartig aus, jeder stehe in Bereitschaft, vor allem innerlich. „Das ist schon eine Belastung für die Ehrenamtlichen, die dann neben ihrem Job nachts raus müssen.“

Und kaum war der erste Einsatz in der Nacht zu Samstag beendet, mussten die Freiwilligen wieder ran. Diesmal in Klein-Zimmern. Brennender Holzstapel in der Blumenstraße lautete die Alarmierung um 1.03 Uhr.

Doch bevor die Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, hatten geistesgegenwärtige Passanten das noch kleine Feuer mit Wasser aus einer Gießkanne gelöscht. „Ich sage ja, die Leute sind sehr sensibel“, betont Pabst. Einer achte auf den andern, man helfe sich.

Der Holzunterstand liegt direkt an einem Fußweg und grenzt an ein Wohnhaus. „Das hätte – genau wie bei der Scheune – ins Auge gehen können.“ (loc)

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