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Der Betriebshof des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo könnte zum Wohngebiet werden.
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Der Betriebshof des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo könnte zum Wohngebiet werden.

Darmstadt

Betriebshof für Straßenbahnen und Busse im Norden von Darmstadt geplant

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Die Stadt Darmstadt erstellt eine Machbarkeitsstudie und bereitet Untersuchungen für das mögliche Gewerbegebiet östlich des Stadtteils Wixhausen vor.Am 9. Juli soll eine öffentliche Auftaktveranstaltung stattfinden.

Für den geplanten neuen Betriebshof des Nahverkehrsunternehmens Heag mobilo für Straßenbahnen und Busse, der östlich von Darmstadt-Wixhausen in einem neuen Gewerbegebiet entstehen könnte, wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das hat Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) mitgeteilt.

Darmstadt: Betriebshof für Straßenbahnen soll nach Wixhausen

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wird für den neuen Betriebshof eine Fläche von etwa zehn Hektar benötigt. Der derzeitige Betriebshof an der Klappacher Straße unweit des Fußballstadions am Böllenfalltor steht auf einer Fläche von etwas mehr als vier Hektar. An der Vergabe der Machbarkeitsstudie sei Heag mobilo nicht beteiligt, teilte Sauerwald mit.

Weil vorgesehen ist, das Straßenbahnnetz bis nach Wixhausen und in Kommunen im benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg auszubauen, benötigt das Unternehmen ein größeres Areal, um die Straßenbahnen und die Busse zu parken und zu warten. Geplant ist derzeit, den derzeitigen Standort am Böllenfalltor aufzugeben und dieses Areal als Wohngebiet zu entwickeln.

Vorbereitende Untersuchungen für mögliche Bebauung

Die Stadt hat indes mitgeteilt, dass die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt mit der Projektsteuerung der vorbereitenden Untersuchungen für die mögliche Entwicklung des Gewerbegebiets Wixhausen-Ost beauftragt worden sei.

Zunächst soll die bestehende Bebauung in dem Gebiet erfasst werden. Kürzlich sei zudem ein weiteres Fachbüro beauftragt worden, das die vorhandenen Biotope, Bäume, den Artenschutz, das Landschaftsbild, die Nahehrholungsfunktion sowie den Boden, das Wasser, das Klima und die Emissionen der Flächen untersuchen soll.

Partsch: Untersuchungsgebiet deutlich größer als die benötigte Fläche

OB Partsch sprach von einem „ergebnisoffenen Prozess“. Das Untersuchungsgebiet mit einer Fläche von etwa 100 Hektar sei „bewusst deutlich größer gefasst worden“, als für eine mögliche städtebauliche Entwicklung tatsächlich benötigt werde. Damit wolle die Stadt sicherstellen, „dass alle wesentlichen Einflussfaktoren und deren Auswirkungen auf den möglichen Entwicklungsbereich sowie die weitere Umgebung umfassend geprüft werden“.

Damit reagierte Partsch zugleich auf eine Petition gegen das Vorhaben sowie eine Flugblatt- und eine geplante Postkartenaktion der Interessengemeinschaft Arheilger Bürger. Die lehnt eine mögliche Umwandlung der derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen östlich von Wixhausen und westlich von Arheilgen ab und fordert den Erhalt der Natur.

Darmstadt Bevölkerung und Zahl der Arbeitsplätze wächst weiter

Bis es zu einem entsprechenden Beschluss kommt, die derzeitigen Ackerflächen zu bebauen, werden allerdings noch mindestens vier Jahre vergehen. Nach Angaben Partschs gehen Prognosen davon aus, dass die Bevölkerungszahl Darmstadts bis 2035 dynamisch um 24 000 Menschen ansteigen wird. Zudem sei damit zu rechnen, dass weitere 17 000 Arbeitsplätze geschaffen würden.

Nach einer intensiven Bebauung der bestehenden Flächen und etlichen Nachverdichtungen habe es in den vergangenen 15 Jahren keine neuen Gewerbeflächen-Versiegelungen gegeben, so dass perspektivisch großflächige Gewerbeflächen benötigt würden, auch wenn die Stadt keine Wachstumseuphorie schüre.

„Gewerbegebiet der Zukunft“ im Norden von Darmstadt geplant

Ziel sei es, nach dem Vorbild des Areals rund um den Alnatura-Sitz im Westen der Stadt ein stark begrüntes und nachhaltiges „Gewerbegebiet der Zukunft“ zu entwickeln, so Partsch.

Vorgesehen ist nun, von Juni an eine Projektseite im Internet freizuschalten und ein interdisziplinär besetztes Planungsbegleitforum zu etablieren. Am Freitag, 9. Juli, ist zudem eine öffentliche Auftaktveranstaltung geplant.

Siehe Kommentar: Wachstum in Darmstadt gestalten. Den Debatten um Bauprojekte in Darmstadt täte ein bisschen Sachlichkeit gut. Die Kommunalwahl hat gezeigt: Eine empörte Anti-Haltung kommt auch bei der Wählerschaft nicht an.

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