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Zur WM mit dem besten Schulteam

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Alexandra Emmerling will Fußball-Profi werden. Jetzt fährt sie aber erst einmal mit ihren Schulkameraden zum „World Schools Championship“.

Alexandra Emmerling steht vor ihrer sportlich größten Herausforderung. Im April nimmt die 15-jährige Wixhäuserin am „World Schools Championship“ im Fußball teil, der Weltmeisterschaft der Schulmannschaften. In Guatemala – bevölkerungsreichster Staat in Zentralamerika – treffen Alexandra und ihre Teamkameradinnen der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt zwischen dem 12. und 20. April auf Mannschaften aus Brasilien, China, Frankreich und Dänemark. Insgesamt zwölf Teams nehmen an der alle zwei Jahre ausgetragenen WM teil.

Alexandra gilt als großes Talent und die Weinbergschule als Eliteschule des Sports; an der Integrierten Gesamtschule mit Oberstufe können sich schulische Ausbildung und sportliche Förderung gut ergänzen. Allerdings funktioniert das nur mit einem straffen Zeitplan. Der Schultag beginnt um 8 Uhr: Training, Unterricht, vier Mal die Woche am späten Nachmittag Training im Verein, dem 1. FFC Frankfurt.

Dort gehört Alexandra zur U-17-Mannschaft, gespickt mit Hessenauswahl- und Nationalspielerinnen. „Und da alle auf die Weinbergschule gehen, haben wir eine prima Schulmannschaft“, sagt die Wixhäuserin. Das Team ist derart gut, dass es im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ 2014 den Landes- und den Bundesvergleich für sich entschied – noch ohne Alexandra – und nun bei der WM die Bundesrepublik vertritt.

Selbstdisziplin – und Vorbilder

Wer mit dem Fußball so gut umgehen kann wie sie, hat in aller Regel einen älteren Bruder. So ist es auch bei den Emmerlings. Mit ihm ist die kleine Schwester zum Kicken gegangen. Was bei der TSG Wixhausen begann, setzt sich in der Junioren-Bundesliga Süd fort, unter anderem gegen den Nachwuchs namhafter Frauenfußball-Bundesligisten wie Bayern München.

Das alles wäre nicht möglich ohne elterliche Unterstützung, viel Training, Selbstdisziplin – und Vorbilder. Die im offensiven Mittelfeld spielende Alexandra hat zwei Vorbilder: Mario Götze (22) und Svenja Huth (24). Den einen kennt die ganze Welt, nicht erst seit seinem Siegtor im WM-Endspiel gegen Argentinien. Die andere spielt für den 1. FFC Frankfurt und kam über die U-20-Nationalmannschaft ins A-Nationalteam.

An Götze wie Huth gefalle ihr, dass sie Außenspieler seien, klein und wendig, sagt die 1,60 Meter große Alexandra. Ihr großes Ziel: Profi werden. (how)

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