Darmstadt

Bayer schließt Kunststoffwerk

Der Pharmakonzern kämpft mit schleppender Nachfrage und Konkurrenz. Deshalb soll das Kunststoffwerk für Polycarbonat-Platten in Darmstadt geschlossen werden.

Bayer will wegen schwacher Nachfrage sein Kunststoffwerk für Polycarbonat-Platten in Darmstadt schließen. Von dem Schritt seien 90 Beschäftigte betroffen, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Montag mit. Kunden in Europa will Bayer künftig von Werken in Italien und Belgien aus versorgen.

Polycarbonat-Plastik wird in der Autobranche eingesetzt, aber auch in Dächern für Fußballstadien, Flughäfen und Bahnhöfe verbaut. Der Leverkusener Konzern ist der weltgrößte Hersteller von Polycarbonat-Kunststoffen.

90 Arbeitsplätze betroffen

Bislang produzierte Bayer diese Kunststoff-Platten weltweit an zehn Standorten. Bayer machen in dem Geschäft eine schleppende Nachfrage und weltweit zu viele Fabriken zu schaffen. Zudem drängen neue Konkurrenten aus Asien in den Markt – in der Folge sind die Preise unter Druck geraten.

Konzernchef Marijn Dekkers hatte bereits im vergangenen September wegen der widrigen Marktlage neue Sparschritte angekündigt. 700 Stellen sollen weltweit wegfallen. Das Polycarbonat-Plattengeschäft in Australien und in Neuseeland will Bayer verkaufen. (rtr)

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