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Bauverein verkauft Immobilien

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Der Bauverein hat angekündigt, seine nach der Wende in Darmstadts sächsischer Partnerstadt Freiberg erworbenen Immobilien abzutreten. Freiberg überlegt, Anteile an 930 Wohnungen zurückzunehmen. Der Verkauf könnte bis Jahresmitte 2016 realisiert sein.

Der Bauverein will seine nach der Wende in Darmstadts sächsischer Partnerstadt Freiberg erworbenen Wohnungen abtreten. In seiner jüngsten Sitzung hat der Aufsichtsrat des Bauvereins weiteren Verhandlungen zum Verkauf der Beteiligung an der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg (SWG) zugestimmt. Das Unternehmen hält seit 2006 insgesamt 49 Prozent der Anteile an der SWG, die Marktführerin im Landkreis Mittelsachsen ist.

„Dem Beschluss sind viele Gespräche mit der Stadt Freiberg vorausgegangen“, teilte Sybille Wegerich vom Vorstand des Bauvereins mit. Für den Bauverein mache ein Verkauf Sinn: „Damit können wir uns auf die Aktivitäten in Darmstadt und der Region konzentrieren“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Ctirad Kotoucek. Der Bauverein hat 2015 bereits die BVD Mittelhessen GmbH veräußert. Beim Verkauf der Anteile ergebe sich zudem eine attraktive Rendite.

Die Vertragsverhandlungen sollen im ersten Quartal 2016 abgeschlossen sein; die jeweiligen Gremien sollten bis dahin zugestimmt haben. Auf Freiberger Seite muss die Kommunalaufsicht einem Rückerwerb zustimmen. Die Darmstädter Stadtverordneten werden darüber in ihrer Februarsitzung befinden. Der Aufsichtsrat könnte dann im März den Verkauf beschließen.

In den 90ern waren viele Staatsbetriebe im Osten Deutschlands privatisiert worden, darunter auch eine große Zahl städtischer Wohnungsgesellschaften. Die Stadt Freiberg suchte nach Investoren. Der Bauverein erwarb 930 Wohnungen, sanierte sie und vermietete sie an die SWG. Da seinerzeit ein geplanter Rückerwerb der Wohnungen nicht realisiert werden konnte, beteiligte sich der Bauverein mit 49 Prozent an der SWG und zu 50 Prozent an der BVD Immobiliengesellschaft Freiberg. ers

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