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Das Wohnhaus im Rhönring 60 ist schon schmuck saniert.

Darmstadt

Bauverein saniert zügiger

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Häuser an Rhön- und Spessartring werden schon bis 2020 fertiggestellt. Vorstand will sich nach Protesten gegen Mieterhöhungen Partikularinteressen nicht beugen.

Der städtische Bauverein wird schon bis 2020 mit der Modernisierung der Gebäude entlang des Rhön- und des Spessartrings fertig. Das hat Vorstandsmitglied Sybille Wegerich am Mittwoch auf einer Pressekonferenz angekündigt. Weil in der Postsiedlung ein Bauvorhaben verschoben worden sei, könne die Großsanierung ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen beendet werden. Die Hälfte der rund 50 Häuser sind bereits saniert worden oder werden derzeit saniert.

Nach Protesten von Mietern war Ende 2017 ein monatlicher Dialog mit ihnen vereinbart worden. Wegerich räumte ein, dass anfangs zu wenig mit den Mietern kommuniziert worden sei. Inzwischen gebe es – je nach Interessen – mehrere Gesprächsrunden.

Der Straßenzug im Norden der Darmstädter Innenstadt wurde vor fast hundert Jahren vom Darmstädter Baustadtrat August Buxbaum geplant.

Wegerich wies am Mittwoch darauf hin, dass der Großteil der Wohnungen des Bauvereins mit vier bis acht Euro je Quadratmeter unter dem Mietspiegel-Durchschnittswert für Darmstadt von 8,96 Euro liege.

In den Häusern entlang des Rhön- und des Spessartrings habe die Durchschnittsmiete vor der Modernisierung 7,24 Euro je Quadratmeter betragen. Nach den Modernisierungsarbeiten liege die Durchschnittsmiete bei 8,67 Euro je Quadratmeter.

Der Bauverein wirke auf dem Darmstädter Immobilienmarkt „mietpreisdämpfend“. Zugleich müsse das Unternehmen nachhaltig wirtschaften. Auch mit Blick auf die Proteste von einigen Mietern halte sie „nichts davon, auf Partikularinteressen Rücksicht zu nehmen“, sagte Wegerich. Langfristig gehe es darum, in der Stadt den Wohnungsbestand des Bauvereins „zeitgemäß und adäquat zu modernisieren“.

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