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Bauverein in Darmstadt: Höhere Umsätze aus Vermietungen

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Von: Jens Joachim

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In der Lincoln-Siedlung lässt der Bauverein derzeit zwei Gebäude mit 58 Wohneinheiten, Kita, Bürgersaal und Café errichten.
In der Lincoln-Siedlung lässt der Bauverein derzeit zwei Gebäude mit 58 Wohneinheiten, Kita, Bürgersaal und Café errichten. © Jens Joachim

Das Immobilienunternehmen der Stadt Darmstadt, die Bauverein AG, erwirtschaftete 2021 einen Überschuss von zwölf Millionen Euro. Sybille Wegerich bleibt im Vorstand bis 2027.

Trotz der Herausforderungen im zweiten Jahr der Covid-19-Pandemie und angesichts der rasant gestiegenen Materialkosten hat die Bauverein AG, das Immobilienunternehmen der Stadt Darmstadt, das Geschäftsjahr 2021 mit einem Überschuss von 12,1 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahr war das Ergebnis mit 11,8 Millionen Euro etwas geringer ausgefallen. Wie Vorstandsmitglied Sybille Wegerich am Dienstag erläuterte, ist das „gute Geschäftsergebnis“ vor allem auf höhere Umsatzerlöse aus Vermietungen zurückzuführen. Sechs Millionen Euro vom Gewinn werden an die Anteilseigner ausgeschüttet, 4,8 Millionen Euro sollen in die Rücklagen fließen, um etwa den sozialen Wohnungsbau zu fördern.

Der Umsatz des Bauvereins stieg im Vergleich zum Vorjahr um vier auf 139 Millionen Euro. Nach Angaben des technischen Vorstands Armin Niedenthal wurden 2021 vom Bauverein vor allem in der Lincoln-Siedlung 156 Wohnungen neu gebaut und 86 im Rahmen von Großmodernisierungen fertiggestellt. So konnte im vorigen Jahr die Großmodernisierung von rund 50 Gebäuden entlang des Rhön- und des Spessartrings weitgehend fertiggestellt werden.

Der Bestand an Wohnungen des Bauverein-Konzerns, zu dem auch noch einige Tochterfirmen zählen, ist bis Ende 2021 auf mehr als 17 000 angestiegen. Alleine mehr als 13 100 Wohnungen hat der Bauverein in Darmstadt. Von diesen werden 40 Prozent gefördert. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im vorigen Jahr um sechs auf 217.

Der Vertrag mit Wegerich, die für den kaufmännischen Bereich verantwortlich ist, wurde inzwischen um weitere fünf Jahre bis September 2027 verlängert. Wegerich war im Oktober 2014 zum Bauverein gewechselt. Ihr Vertrag war bereits einmal bis 2022 verlängert worden

Nach Angaben von Wegerich und Niedenthal hatte die Covid-19-Pandemie kaum Auswirkungen auf die Zahl der gewerblichen Vermietungen. Hier seien Kündigungen ebenso weitgehend ausgeblieben wie im privaten Mietsektor. Das Angebot an Mieterinnen und Mieter, bei pandemiebedingten Einnahmeausfällen auf das Unternehmen zuzugehen, um Möglichkeiten wie Ratenzahlungen oder Stundungen zu finden, habe dabei geholfen, Kündigungen zu vermeiden. Von diesem Angebot hätten knapp 100 Personen Gebrauch gemacht, berichtete Wegerich.

Beide Vorstandsmitglieder bezeichneten es als sehr schwierig, angesichts der extremen Preissteigerungen und der Lieferengpässe den Spagat zwischen bezahlbarem Wohnen und Klimaschutzvorhaben „unter einen Hut zu bringen“, wie es Wegerich formulierte. Trotz der genannten Herausforderungen gelinge es dem Bauverein gleichwohl, „weiter mietpreisdämpfend“ auf dem Darmstädter Mietmarkt zu agieren, äußerte der Aufsichtsratsvorsitzende Roland Desch, der auch Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung ist.

Bis 2026 will der Bauverein 2400 neue Wohnungen durch Neubauten, Aufstockungen und Verdichtungen errichten. Im Ludwigshöhviertel soll im Herbst mit den Hochbauarbeiten begonnen werden.

Sybille Wegerich ist seit 2014 Vorstand der Bauverein AG. Ihr Vertrag wurde nun um weitere fünf Jahre bis September 2027 verlängert.
Sybille Wegerich ist seit 2014 Vorstand der Bauverein AG. Ihr Vertrag wurde nun um weitere fünf Jahre bis September 2027 verlängert. © Bauverein AG

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