Darmstadt

GSI baut weiter

In Darmstadt entsteht eine der größten und komplexesten Beschleunigeranlagen weltweit. Das Bundesministerium hat dafür nun weitere Mittel freigegeben.

Der Bau der neuen Teilchenbeschleunigeranlage auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt geht weiter. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat finanzielle Mittel von 200 Millionen Euro für die Baumaßnahmen freigegeben.

In Darmstadt entsteht eine der größten und komplexesten Beschleunigeranlagen weltweit. Herzstück ist ein Ringbeschleuniger mit 1100 Meter Umfang.

Etwa 3000 Wissenschaftler aus aller Welt sollen künftig am FAIR – die Abkürzung steht für Facility for Antiproton and Ion Research in Europe – Spitzenforschung betreiben. Wie die GSI erläutert, wollen die Forscher in Experimenten neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums gewinnen.

Durch die Freigabe der Mittel durch das Bundesforschungsministerium können nun die Bauaufträge – etwa für den Tunnel des rund 1,1 Kilometer umfassenden, unterirdischen Ringbeschleunigers sowie für weitere Gebäude und Infrastrukturen – beginnen. „Die ersten Leistungen für Aushub und Verbau sind europaweit ausgeschrieben, weitere werden folgen“, heißt es bei der GSI.

Bei einem reibungslosen Verlauf der Ausschreibungsverfahren könnten ab Mitte nächsten Jahres die Bauarbeiten beginnen. „Wir sind dabei, in Darmstadt die weltweit einzigartige Teilchenbeschleuniger-Anlage FAIR zu verwirklichen“, sagt Jörg Blaurock, der Technische Geschäftsführer von FAIR und GSI. (hin)

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