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TU baut einen Info-Pavillon

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Der Entwurf von Zhengxiao Wang gewann den Wettbewerb.
Der Entwurf von Zhengxiao Wang gewann den Wettbewerb. © Karl-Heinz Bärtl

Der Botanischer Garten erhält einen Unterstand. Die Finanzierung wird durch ein Erbe von Liebhabern möglich. +

Ermöglicht durch ein Vermächtnis von Liebhabern des Botanischen Gartens, will die Technische Universität Darmstadt (TU) dort einen Infopavillon errichten. Wie dieser aussehen soll, wurde bei einem Stegreif-Wettbewerb im Fachbereich Architektur ermittelt.

Der aus China stammende Zhengxiao Wang hat sich beim dem Wettbewerb mit seinem Entwurf gegen 37 Konkurrenten durchgesetzt: Eine auf Stützen stehende Kombination aus Sattel- und Flachdach, ergänzt durch eine Wand, an die sich Toilette und Infostelle anschließen. Eine überdachte Fläche von rund 50 Quadratmetern wird der aus Beton gefertigte Pavillon im Botanischen Garten, hinter den Institutsgebäuden, auf der Fläche zwischen Gewächshäusern und Arboretum einnehmen.

Neun Modelle in Runde zwei

Dass Stefan Schneckenburger, Leiter des Botanischen Gartens, mit dem Freundeskreis Botanischer Garten dieses Projekt anstoßen konnte, ist Gisela und Wolfgang Kaiser zu verdanken. Das Ehepaar lebte viele Jahre in der Nähe „ihres“ Gartens, besuchte diesen täglich und unterstützte ihn immer wieder finanziell. Nach dem Tod seiner Frau vor sechs Jahren ist im vergangenen Jahr auch Wolfgang Kaiser verstorben. Letzte Bestimmung des Ehepaares: Der Freundeskreis Botanischer Garten erhält eine Zuwendung von 100 000 Euro.

„Wir waren uns einig, dass wir diese Summe nicht peu à peu für den Garten ausgeben, sondern zur Finanzierung eines größeren Projekts nutzen wollten“, sagte Eckhard Wollenweber, Vorsitzender des Fördervereins. So wurde die Idee des Infopavillons geboren. Dieser soll den Namen von Gisela und Wolfgang Kaiser tragen. Mit dem Architekturprofessor Meinrad Morger wurde der Stegreif-Wettbewerb ausgeschrieben. „Das ist ein schönes Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der TU“, freute sich Morger. Ungewöhnlich für die Studenten sei zudem gewesen, dass ihre Ideen tatsächlich die Chance hatten, realisiert zu werden. In zwei Wettbewerbsrunden traf die Jury zunächst eine engere Wahl aus neun Entwürfen.

Die dort gezeigten Ideen sind mannigfaltig: Kubus mit Glasdach, polygone oder blattförmige Grundformen, glatte oder organisch strukturierte Oberflächen. Als Preisträger wählte die Jury schließlich neben Zhengxiao Wang, der sich über ein Preisgeld von 500 Euro freuen konnte, Anne-Helene Pape und Anna Schork aus. Ihre Entwürfe wurden mit je 250 Euro ausgezeichnet.

Nach Aussage von Stefan Schneckenburger hat die Bauabteilung der TU bereits die Realisierbarkeit des Pavillonentwurfs bestätigt. „Ich hoffe daher, dass wir den Pavillon zur Eröffnung der nächsten Gartensaison 2016 einweihen können.“ (wka)

Pläne und Modelle von neun Entwürfen sind noch bis Freitag, 7. August, im Institut am Botanischen Garten, Schnittspahnstraße 4, zu sehen, montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr.

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