1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Bauplatz statt Bühne

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

So sollen die neuen Reihenhäuser aussehen.
So sollen die neuen Reihenhäuser aussehen. © Computergrafik Hirschmuellerschmidt Architektur

Auf dem Gelände des früheren amerikanischen Theaters in der Heimstättensiedlung entstehen Sozialwohnungen. Bezogen werden soll es im Frühjahr nächsten Jahres.

Auf dem Gelände des früheren amerikanischen Theaters in der Heimstättensiedlung entstehen Sozialwohnungen. Bezogen werden soll es im Frühjahr nächsten Jahres.

Auf dem 14.000 Quadratmeter großen Gelände des im August 2011 abgerissenen ehemaligen amerikanischen Theaters in der Heimstättensiedlung tut sich einiges. Bereits im vergangenen Sommer wurde ein neuer Spielplatz eröffnet. Nun nimmt die Wohnbebauung Konturen an. Die Nieder-Ramstädter Diakonie baut auf dem Gelände ein Wohnhaus mit Garten für 16 Kinder und Jugendliche mit Behinderung und deren Betreuer. In Wohngruppen sollen die Kinder (ab dem Schulalter) und Jugendlichen weitgehend selbstständig leben. Richtfest für das Haus im Rohbau ist am 8. Juli. Bezogen werden soll es im Frühjahr nächsten Jahres.

In der nordöstlichen Ecke des Geländes (Elisabeth-Schumacher-/Anne-Frank-Straße) errichtet der Bauverein ab Anfang Juli 41 Sozialwohnungen mit insgesamt 3000 Quadratmetern Wohnfläche: eine Ein-Zimmer-Wohnung, 21 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 13 Wohnungen haben drei und vier Zimmer. Alle sind barrierefrei und mit Tageslichtbädern ausgestattet. Die geplante Bebauung – verantwortlich zeichnen die Architekten Hirschmuellerschmidt Architektur GmbH aus Darmstadt – führt die Mäanderform der benachbarten Wohnanlage in der Elisabeth-Schumacher-Straße 30-40 fort. Die Bebauung ist im Wesentlichen dreigeschossig, hinzu kommt ein zurückspringendes zweigeteiltes Dachgeschoss, das sich an den Hauptbaukörper schmiegt.

Sieben neue Reihenhäuser

Die Wohnungen im Dachgeschoss werden durch einen überdachten Laubengang erschlossen. Der zur Straße hin ausgerichtete Innenhof wird stark durchgrünt und dient zur Erschließung zweier Treppenhäuser. Das Gebäude ist mit Wärmedämm-Verbundsystem versehen. Die Beheizung erfolgt per energiesparender Gasheizung.

Die Schaffung der 41 geförderten Wohnungen ist Teil der Anfang 2013 mit der Stadt abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung. Darin verpflichtet sich der Bauverein, bis 2020 pro Jahr mindestens 100 neue Sozialwohnungen zu schaffen. Die Hälfte davon sollen, wie hier in der Elisabeth-Schumacher-Straße, durch Neubau entstehen, ein Viertel dadurch, dass zuvor modernisierte Wohnungen wieder der Sozialbindung unterliegen sowie ein weiteres Viertel durch den Verkauf von Belegungsrechten an die Stadt. Bis 2020 investiert der Bauverein knapp 40 Millionen Euro in dieses Vorhaben.

„Ich freue mich, dass wir mit der Elisabeth-Schumacher-Straße bereits das zweite Projekt im Rahmen der Kooperationsvereinbarung angehen“, sagte Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der Bauverein AG. Obwohl der Vertrag noch nicht einmal sechs Monate alt sei, habe man in diesem Jahr bereits 60 geförderte Wohnungen durch Neubau schaffen können.

Ein weiteres Bauvorhaben gibt es in der südöstlichen Ecke des Geländes (Ecke Anne-Frank-/Klausenburger Straße). Dort baut das Unternehmen Bien Zenker AG in zwei Bauabschnitten 21 Wohneinheiten. Das Projekt – Spatenstich war am 8. Mai – umfasst sieben Reihenhäuser, sechs barrierefreie Wohnungen (jeweils mit Garten) und acht Maisonette-Wohnungen mit Dachterrasse. Die Größen der Eigentumswohnungen reichen von der 60 Quadratmeter großen Zwei-Zimmer-Wohnung bis zur 125 Quadratmeter umfassenden Maisonette-Wohnung.

„Für junge Familien bis seniorengerecht“ bezeichnete Wolfgang Fuchs (Geschäftsführung) die Wohnanlage. Seine Vorstellung: „Im Erdgeschoss wohnt die Oma, darüber die junge Familie.“ (ryp)

Auch interessant

Kommentare