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Bahnhof Eberstadt wird geliftet

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Von Grund auf saniert werden soll der Bahnhalt in Eberstadt – unter anderem sind Fahrstühle vorgesehen.
Von Grund auf saniert werden soll der Bahnhalt in Eberstadt – unter anderem sind Fahrstühle vorgesehen. © André Hirtz

Das Stadtparlament berät am Donnerstag, 25. Juni, über das Konzept für in den in die Jahre gekommenen Bahnhof Eberstadt. Die finanziellen Grundlagen sind bereits vor fast vier Jahren gelegt worden.

Der Weg zu den Bahnsteigen im Bahnhof Eberstadt ist beschwerlich. Zunächst muss der Fahrgast eine steile Rampe und eine holprige Asphaltschicht hochlaufen. Für Menschen mit Behinderungen ist der Zugang kaum möglich. Zudem ist das Einsteigen in den Zug anstrengend, da die Bahnsteige für moderne Waggons zu niedrig sind. Während die Stadt bei ihren Planungen davon ausgeht, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen, nennt eine Bahnsprecherin 2017 als Termin. Am Donnerstag, 25. Juni, soll das Stadtparlament den Plänen zustimmen.

Die finanziellen Grundlagen sind bereits vor fast vier Jahren gelegt worden. 2011 einigten sich Bahn, Verkehrsverbünde und Land in einer Rahmenvereinbarung auf ein Modernisierungsprogramm für ganz Hessen mit einem Investitionsvolumen von 258 Millionen Euro, von denen die Bahn 213 Millionen Euro übernimmt. Darin enthalten sind auch drei Projekte in Darmstadt: neben dem Bahnhof Eberstadt der Nord- und der Südbahnhof.

Auch wenn die Hälfte des von der Bahn genannten Projektzeitraums bereits verstrichen ist, gibt es bislang nur für Eberstadt einen Planungsauftrag. „Für die anderen beiden Bahnhöfe laufen die Planungen“, sagt der städtische Pressesprecher Daniel Klose. In diesem Herbst soll es für den Nordbahnhof ein Konzept geben. Für den Südbahnhof gibt es noch keinen Termin.

Hauptzugang wird verlegt

Die Pläne für Eberstadt beschreiben eine Umstrukturierung der Station. Der Hauptzugang wird verlegt: von der Ost- auf die Westseite. Dorthin führt ein Gehweg, dessen Steigung maximal sechs Prozent beträgt. Er führt bis auf die Höhe des Tunnels, zu dem es einen Durchbruch nach Westen geben wird. Damit Menschen mit Behinderungen problemlos zu den Zügen gelangen können, ist für beide Bahnsteige je ein Fahrstuhl eingeplant. Die Rampe im Osten bleibt bestehen und wird neu befestigt. Hinzu kommt eine Treppe.

Die Bahnsteige werden um bis zu 38 Zentimeter erhöht, auf das Standardmaß von 76 Zentimeter über dem Gleis. Dadurch wird die Lücke zwischen Bahnsteig und Waggoneinstieg geschlossen.

Nicht mehr benötigt wird das leer stehende Empfangsgebäude. Es wird „ersatzlos zurückgebaut“, heißt es in den Planbeschreibung. Für Fahrgäste, die mit dem Rad zum Zug kommen, ist das bestehende Angebot nach einer Erhebung der Stadt unattraktiv. Wenn das Empfangsgebäude weg ist, sollen dort sieben Fahrradboxen sowie 25 überdachte Bügel für Räder geben. Auch am neuen Westzugang sind Abstellplätze eingeplant. Ihre Anzahl ist noch offen. Gleiches gilt für die Park-and-Ride-Plätze. Die Untersuchung geht von einem Bedarf von 70 Parkplätzen aus.

Auf 8,9 Millionen Euro schätzt die Stadt die Kosten – inklusive Planung. 1,14 Millionen muss sie selbst übernehmen. Laut Rahmenvereinbarung bezahlen DB Netze/DB Station & Service AG, Land und RMV den Löwenanteil. Über die Kosten für die Modernisierung des Nord- und des Südbahnhofs machen derzeit weder Stadt noch Bahn Angaben.

Am Nordbahnhof sollen laut Bahn die Bahnsteige erneuert werden. Wie in Eberstadt sind zudem Aufzüge für den barrierefreien Zugang geplant. Der Baubeginn nach Bahnauskunft: 2018. (rf)

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