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Ab in die Bäume

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Rund 80 Sprachheilschüler in Griesheim sollen spätestens in den Osterferien zum Lernen in die Bäume umziehen: Dann sollen die drei hölzernen Baumhäuser fertig sein.

Rund 80 Sprachheilschüler in Griesheim sollen spätestens in den Osterferien zum Lernen in die Bäume umziehen. Die Kinder im Grundschulalter werden sich laut Schuldezernent Christel Fleischmann (Grüne) „im spektakulärsten Schulgebäude wiederfinden, dass der Kreis Darmstadt-Dieburg jemals gebaut hat“.

Es handelt sich um drei hölzerne Baumhäuser für rund 2,92 Millionen Euro, die über Stege miteinander verbunden sind. Beim Richtfest am Mittwoch staunten die Gäste aus Politik und Verwaltung nicht schlecht. „Das ist wirklich ganz einzigartig in Hessen“, sagte Dieter Eitel vom Staatlichen Schulamt.

Klassenräume in den Wipfeln

Begeistert von ihren neuen Unterrichtsräumen sind nicht zuletzt die Nutzer selbst. Zu Beginn waren die Förderschüler als Sprachheilabteilung in der Carlo-Mierendorff-Grundschule untergebracht. Vor drei Jahren dann hatten sie sich zwar mit ihren Lehrern als eigenständige Schule am Kiefernwäldchen von der Mutter gelöst. Doch die Übergangsräume im Hausmeisterhaus der Mierendorffschule und in einem Kindergarten waren alles andere als zufriedenstellend. Die schlechte Akustik dort galt gerade für Sprachheilschüler als untragbar.

Nun gibt es zehn Klassenräume unter den Kiefernwipfeln, einen Fachraum für Kunst, eine Bibliothek, einen Therapieraum, Gruppenräume, ein eigenes Lehrerzimmer und ein Elternsprechzimmer. Alles in allem stehen 1065 Quadratmeter für bis zu 85 Kinder bereit. Eine Erweiterung ist möglich, so dass bis zu 113 Kinder Platz finden.

Die Rechnung für die Baumhäuser wird unter anderem aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen beglichen. ( sami)

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