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Mitglieder des Vereins beim Arbeitseinsatz am Badesee.

Darmstadt Arheilger Mühlchen

Badespaß bleibt kostenlos

Der Förderverein des Arheilger Mühlchens zieht ein Jahr nach seiner Gründung eine positive Bilanz: Auch in diesem Jahr wird das Baden im Mühlchen kostenlos sein. Der Verein entstand aus einer Bürgerinitiative, die sich gegen Pläne der Stadt wandte, den Badesee zu schließen.

Eine positive Bilanz zieht der Förderverein Naturbadesee Arheilger Mühlchen gut ein Jahr nach seiner Gründung. Bei der Mitgliederversammlung im Goldenen Löwen wurde bekannt gegeben, dass auch in diesem Jahr das Baden im Mühlchen kostenlos sein wird. Mit 42 Gründungsmitgliedern hatte der Förderverein im November 2012 seine Arbeit aufgenommen. Ende September 2013, zum Ablauf des Geschäftsjahres, waren es bereits 238. Damit ist auch die finanzielle Basis des Vereins gesichert.

Fast 9000 Euro an Beiträgen und Spenden konnte Schatzmeister Jürgen Piesche verbuchen. „Vor rund einem Jahr haben wir noch über die Vereinsgründung gegrübelt. Heute kann man feststellen: Es ist eine Erfolgsgeschichte“, fasste Stefan Nold zusammen. Nold wurde bei der Versammlung einstimmig zum Nachfolger der bisherigen Vorsitzenden Cornelia Heß gewählt.

Der Verein entstand aus einer Bürgerinitiative, die sich gegen Pläne der Stadt wandte, das Arheilger Mühlchen zu schließen. „Mit der Unterschreibung des Pachtvertrages zwischen Stadt und den Mühlchen-Eigentümern ist das Vorhaben vom Tisch“, sagte Nold. Dennoch seien nicht alle Probleme vom Tisch. Es bestehe erheblicher Sanierungsbedarf. Außerdem wolle man versuchen, die Erhebung von Eintrittsgeldern zu vermeiden.

250 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Positiv stimme ihn, dass die bisherigen Vereinsaktivitäten auf breite Unterstützung gestoßen seien. So habe man mit einer Entschlammungsaktion im Frühjahr zur Verbesserung der Wasserqualität beigetragen, Vereinsmitglieder haben die Toiletten saniert, mit der Renovierung des Funktionsgebäudes sei begonnen worden. Insgesamt habe man rund 250 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Bei zahlreichen Veranstaltungen (An- und Abschwimmen, Yoga-Stunden, Sommerfest) habe man um Unterstützung für das Mühlchen geworben.

Ausdrücklich lobte Nold die Zusammenarbeit mit der Stadt. Auf allen Ebenen habe man für die Vereinsanliegen ein offenes Ohr. Das gelte auch für den Wunsch, das Baden im Mühlchen weiterhin kostenlos zu ermöglichen. „Allerdings strebt die Stadt an, beim Mühlchen den gleichen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften wie bei anderen Darmstädter Bädern“, sagte Nold. „Wir überlegen da mit der Stadt, wie wir das gestalten können.“ Dabei gehe es um die Bewertung der vom Verein geleisteten Arbeit. In der Diskussion sei auch ein freiwilliger Eintritt.

Eine Absage erteilte Nold dem Vorschlag zur Gründung einer Genossenschaft, die den Badesee betreiben solle: „Das lässt sich ehrenamtlich nicht stemmen, das kann die Stadt besser.“

Im laufenden Jahr will der Förderverein den Badesee erneut von Laub und Schlick befreien. Das Funktionsgebäude und die Warmduschen sollen saniert, eine Einstiegshilfe für Behinderte geschaffen werden. Überlegt werde außerdem die Anschaffung neuer Sprungbretter. Dafür müsse noch geklärt werden, inwieweit das punktuelle Ausbaggern des Sees am Sprungturm sinnvoll sei.

Befreiung vom Schlick

Die rund drei Dutzend versammelten Mitgliedern regten an, das Mühlchen komplett von Schlamm zu befreien, um die von vielen als unangenehm empfundenen Schlingpflanzen einzudämmen. Gewünscht wurde zudem eine Ausweitung der Öffnungszeiten: Zumindest an den Wochenenden solle das Baden in dem beliebten Arheilger See bereits ab zwölf Uhr möglich sein. wka

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