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Ein Auto, viele Fahrer

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Mobilität ohne eigenes Auto: Im Martinsviertel eröffnet eine neue Carsharing-Station.

Fünf Citroën C1, ein Bus, ein Kombi und ein Transporter stehen seit kurzem am Rande des Kantplatzes im Martinsviertel für Kurzzeit-Besitzer bereit. Carsharing heißt das bewährte Angebot, das Mobilität ohne eigenes Auto ermöglicht. Die neue Station hat Book-n-Drive eingerichtet. Das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden ist im gesamten Rhein-Main-Gebiet präsent.

Das Stationsnetz wachse jährlich um rund 20 Prozent, berichtet Marketingleiter Martin Trillig. An 120 Stationen in Darmstadt, Frankfurt, Mainz und Wiesbaden stünden 210 Fahrzeuge zur stunden- oder tageweisen Nutzung bereit.

Neu ist nun aber nicht nur die Station am Kantplatz, sondern auch das Prozedere der Autonutzung. An der "Hin -und-Weg-Station" können die Fahrzeuge ohne Reservierung oder Buchung bis zu 14 Tage lang ausgeliehen werden. Registrierte Teilnehmer mit Kundenkarte können also spontan entscheiden. "Unsere Kunden sind sehr gebildet und finanziell überdurchschnittlich versorgt", sagt Trillig. Alle könnten sich ein eigenes Auto leisten, die Entscheidung für die Mietvariante sei bewusst.

Klimaschutz spielt keine Rolle

Ökologischen Gründe spielten dabei jedoch weniger eine Rolle als ökonomische Interessen. Es werde kalkuliert, dass Carsharing günstiger sei als ein eigenes Auto. Zudem sei für den Kundenkreis ein Auto kein Statussymbol. Der Umweltfaktor ist dennoch nicht von der Hand zu weisen: Im Schnitt setze jeder Carsharing-Kunde im Jahr 290 Kilogramm weniger Kohlendioxid frei als ein Fahrer mit dem eigenen Fahrzeug, so Trillig.

Die Eröffnung der neuen Carsharing-Station wurde auch durch eine Kooperation mit Einrichtungen der Technischen Universität möglich, denn diese nutzten das Angebot auch für betriebliche Zwecke. (phg)

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