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Auszeit am Klinikum

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Seit gestern wird auch am Klinikum Darmstadt gestreikt. Patienten merken davon kaum etwas. Es gibt keine Streikposten, kein Trillerpfeifenkonzert, keine Ärzte, die demonstrieren. Nur Plakate weisen auf die Aktion hin.

Seit gestern wird auch am Klinikum Darmstadt gestreikt. Patienten merken davon kaum etwas. Es gibt keine Streikposten, kein Trillerpfeifenkonzert, keine Ärzte, die demonstrieren. Nur Plakate weisen auf die Aktion hin.

Zentrale Notaufnahme, Onkologie, Intensivstation, Dialyse und viele andere Abteilungen des Klinikums in Darmstadt und Eberstadt sind von dem Streik nicht betroffen. "Für die Versorgung der Patienten ist gesorgt", sagt die Klinikum-Pressesprecherin Isolde Debus-Spangenberg.

Kein Notfall werde abgewiesen. Verschoben werden Operationen oder Untersuchungen, die nicht dringend sind - und eine Terminverschiebung keine Nachteile mit sich bringt. "Nur was zu verschieben ist, wird verschoben", sagt ein Assistenzarzt, der seinen Namen nicht nennen möchte. Die Patienten reagierten verständnisvoll. "Die sehen ja auch, was wir alles leisten."

Eine Kundgebung ist in Darmstadt nicht geplant. Einzige Aktion: Heute Vormittag werden einige Ärzte geschlossen nach der Visite zum Blutspenden ins Blut-und Plasmaspendezentrum am Marktplatz gehen. Der Erlös soll der Kita des Klinikums gespendet werden. Den Medizinern geht es um mehr Geld. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert fünf Prozent mehr Gehalt und eine um 35 Prozent bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste. In Hessen werden 18 Krankenhäuser bestreikt. "Geld macht die Arbeitsbedingungen erträglich", so der Assistenzarzt. Zudem wollen er und seine Kollegen bezahlt werden wie die Ärzte an anderen Kliniken. Er verweist auf das Elisabethenstift. Die Mediziner dort bekämen für die gleiche Arbeit ein höheres Entgelt. (hin)

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