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Alois M. Schader hat seine gemeinnützige Stiftung vor mehr als 30 Jahren gegründet.

Darmstadt

Auszeichnung für Stifter

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Technische Universität ernennt Schader an seinem 91. Geburtstag zum Ehrensenatoren.

Die Technische Universität (TU) Darmstadt hat Alois M. Schader, dem Stifter und Vorstand der Schader-Stiftung, an seinem 91. Geburtstag die Ehrensenatorenwürde verliehen. Bei einer Feier im Georg Christoph Lichtenberg-Haus, dem Gästehaus der TU, äußerte TU-Präsident Hans Jürgen Prömel, Schader fördere mit der von ihm 1988 gegründeten Stiftung „in vorbildlicher Weise den Dialog zwischen den Gesellschaftswissenschaften und der Praxis“. Er habe so „bundesweit anhaltende Wirkung und hohe Reputation erzielt“, so Prömel, der laut einer Mitteilung der TU auch Schaders „unstillbare Neugierde und liebenswürdige Beharrlichkeit“ würdigte. Mit der Stiftung habe Schader auch „die Vernetzung und positive Wahrnehmung der TU Darmstadt in Politik, Wirtschaft und Kultur gestärkt“, äußerte Prömel.

Der TU-Präsident erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Gründung des Runden Tischs der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Seit 2014 treffen sich die Leitungen der Hochschulen sowie führende Vertreter von forschenden Unternehmen, Kultureinrichtungen und wissenschaftlichen Instituten aus Darmstadt regelmäßig im Schader-Forum, um sich auszutauschen.

Die Laudatio auf Schader hielt Professor Hubert Heinelt vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt, der von 1999 bis 2001 Vorstandsvorsitzender der Schader-Stiftung war.

Schader hatte in den 1950er Jahren an der damaligen Technischen Hochschule Darmstadt studiert und dort den Abschluss eines Diplom-Ingenieurs erworben. Bis 1993 war er freiberuflich als Beratender Bauingenieur tätig. Unter dem Eindruck seiner eigenen beruflichen Erfahrungen entschloss sich Schader 1988 zur Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, um die Praxisorientierung und zugleich die Akzeptanz der Gesellschaftswissenschaften zu fördern.

Als zentrales Element des Stiftungszentrums entstand vor neun Jahren auf einem Eckgrundstück an der Goethestraße im Darmstädter Stadtteil Bessungen das von Schader erdachte Schader-Forum. Und auf der anderen Straßenseite – im Haus Schader – richtete der rührige Stifter die Galerie der Schader-Stiftung ein.

Die Stiftung beschäftigt sich mit den Themen Gemeinwohl und Verantwortung, Demokratie und Engagement, Vielfalt und Integration, Stadtentwicklung und Wohnen, Kommunikation und Kultur sowie Demographie und Strukturwandel.

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