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Austausch mit Behinderten

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Fotoprojekt von Studenten soll Klischees aufbrechen

Die Normalität zeigen und Klischees aufbrechen – das steht hinter einem gemeinsamen Projekt von Studenten des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt und der Nieder-Ramstädter Diakonie.

Etwa ein Dutzend Studierende – alle im Hauptstudium mit dem Schwerpunkt Fotografie – haben unter der Leitung von Michael Kerstgens Kontakte zu einzelnen Behinderten oder zu Wohn- und Arbeitsgruppen gesucht und ihre Erfahrungen mit der Kamera dokumentiert.

Die Fotos der Studentin Nina Biallas zeigen beispielsweise die fünf Jahre alte Lilly, ein Mädchen mit Down-Syndrom. Sie hat sie zu Hause besucht, im Kindergarten, bei der Reitstunde und im Sandkasten. Besonders beeindruckt war sie vom starken Willen des Kindes. „Ich habe einen schnellen Zugang zu dem Mädchen gefunden“, erzählt sie.

Auch Julia Autz hatte keine Berührungsängste. Die 23 Jahre alte Studentin hat neun Schüler der Wichernschule in Mühltal zwei Wochen lang begleitet und fotografiert. Die Wichernschule ist eine staatlich anerkannte Schule für Lern- und Körperbehinderte. „Es war relativ einfach, Kontakt aufzunehmen“, erzählt sie. Nur anfangs habe sie auf die Behinderung selbst geachtet. „Mit der Zeit denkt man nicht mehr dran.“ Schnell stehe der Mensch im Vordergrund.

Herausgekommen ist bei dem Hochschul-Projekt „ein anderer Blick auf Menschen mit Behinderung“, wie es in einer Mitteilung der Nieder-Ramstädter Diakonie heißt. Eine Ausstellung mit den Fotos ist geplant. (hin.)

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