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Ausflug an den Fluss

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Den Initiatoren schwebt Großes vor: Angebote aus Tourismus und Bildung sollen vernetzt, neue Infrastruktur geschaffen werden und als Kernstück des Konzepts ein Umwelt- und Klimabildungszentrum entstehen.

Den Initiatoren schwebt Großes vor: Angebote aus Tourismus und Bildung sollen vernetzt werden, neue Infrastruktur soll geschaffen werden und als Kernstück des Konzepts ein Umwelt- und Klimabildungszentrum entstehen, das derzeit den Arbeitstitel "Ladadium" trägt. "Wassererlebnisband Gersprenz" nennt die Projektgruppe Lebensqualität des Stadtmarketings in Babenhausen ihre Idee. "Im Ausflugstourismus kocht jeder sein eigenes Süppchen, obwohl der Ostkreis viel zu bieten hat", erklärt Andreas Bludau. Die Projektgruppe will die Süppchen zusammenrühren. "Die Gersprenz dient dabei als identitätsstiftendes Band."

Vor der Umsetzung soll nun zunächst eine Studie klären, wie die Ziele verwirklicht werden können. Fördermittel dafür kommen aus dem "Leader"-Programm der Europäischen Union.

Das Konzept ist nicht auf Babenhausen beschränkt, sondern zieht sich entlang der Gersprenz von Stockstadt in Bayern durch den östlichen Teil des Kreises bis Groß-Bieberau. Naturschützer, Gastronome, Vereine, Kommunen und Behörden sollen mit ins Boot geholt werden, um Angebote zu vernetzen oder gar neue zu schaffen. "Unser Ziel ist es, das Ganze kostenneutral zu realisieren", sagt Babenhausens Bürgermeisterin Gabi Coutandin (SPD).

Rad- und Wanderwege

Ermöglichen sollen das weitere Fördermittel aus dem EU-Programm. Beispielsweise für den Bau von Rad- oder Wanderwegen, um die einzelnen Angebote besser verbinden zu können, aber auch für einzelne Projekte entlang des "Wassererlebnisbands Gersprenz", wie Dorte Meyer-Marquart vom Regionalmanagement des Landkreises erklärt. Ein Beispiel dafür, welche Projekte gefördert werden können, ist die Einrichtung einer Gastronomie in der Langfeldsmühle bei Hergershausen - nicht der Gastronomie, sondern der neu geschaffenen Radwege wegen. Naturschützer, etwa die Naturschutzscheune am Reinheimer Teich, sollen sich genauso beteiligen wie Organisationen, etwa der Wasserverband Gersprenz. Erste Gespräche hat es schon gegeben.

"Die Scheune ist toll, wird aber nur von einer speziellen Zielgruppe wahrgenommen", erklärt Bludau. "Vom Wasserverband wissen wir, dass er fertige Bildungsangebote in der Schublade hat, aber nicht weiß, wo er sie platzieren kann." Hier kommt das Kernstück des Konzepts ins Spiel: das Umwelt- und Klimabildungszentrum in Babenhausen. Hier könnten die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region vermittelt, Tagungen abgehalten, Ausstellungen angeboten werden. Im Frühsommer sollen die Ergebnisse der Studie vorliegen. (bach)

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