Rüsselsheim

Aufstockung als Alternative

Baugesellschaft auf der Suche nach neuen Grundstücken.

Die städtische Wohnbaugesellschaft Gewobau hat im Geschäftsjahr 2015 erstmals mit 302 Millionen Euro die 300-Millionen-Marke überschritten, wovon 94 Prozent in Grundstücken und Gebäuden gebunden sind, wie Geschäftsführer Torsten Regenstein erläuterte. Vor allem die Investitionen in den Wohnungsbestand und Neubauten hätten die Abschreibungen von Gebäuden deutlich übertroffen. Außerdem habe die Stadt 19 Grundstücke im Wert von 1,87 Millionen Euro als Kapitalerhöhung eingebracht.

Die anhaltend niedrigen Zinsen machten es möglich, dass in einem zuvor nicht gekannten Maße investiert worden ist. Waren es 2014 noch 21,3 Millionen Euro, sind es 2015 34,8 Millionen Euro gewesen. Das meiste Geld fließt in den Bestand, wie Regenstein betonte. Etwa 50 Prozent der 6302 Wohnungen seien inzwischen modernisiert.

Aber auch das Thema Neubauten spielt eine zunehmende Rolle. So sei es denkbar, dass Bestandsimmobilien abgerissen und durch neue ersetzt werden. „Wir haben keine unbebauten Grundstücke“, macht Regenstein auf ein großes Problem aufmerksam. Daher sind Nachverdichtungen durch Neubauten oder Aufstockungen eine Möglichkeit, um neuen Wohnraum, der dringend gesucht wird, zu schaffen. Auch die Stadt, die 99,94 Prozent an der Gewobau hält, schaue, ob noch weitere Grundstücke übertragen werden können. (ers)

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