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Architekten fordern Wettbewerb

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Fachleute wollen nach einer angemessenen Lösung für das geplante Hotel an dem prominenten Standort gegenüber dem Schloss suchen.

Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) fordert einen Architektenwettbewerb für den vom Bauverein in Darmstadt geplanten Neubau eines Hotels gegenüber vom Schloss. Dies, so heißt es in der AKH-Stellungnahme, "vor allem vor dem Hintergrund, dass sich der Bauplatz an einem der prominentesten und exponiertesten Orte in Darmstadt befindet." In unmittelbarer Nähe lägen Darmstadts Residenzschloss sowie das Wissenschafts- und Kongresszentrum.

Die Kammer habe zunächst das Gespräch mit dem Bauverein gesucht und die Auslobung eines Wettbewerbs nach anerkannten Regeln vorgeschlagen, um auf diese Weise eine dem Standort architektonisch angemessene und qualitativ hochwertige Lösung zu finden. Die AKH hat zur Kenntnis genommen, dass der Bauverein ein solches Verfahren als wenig geeignet betrachtet und bereits den Architekten Udo Nieper direkt beauftragt hat.

Spielräume ausloten

"Die Auffassung des Vorstandsvorsitzenden des Bauvereins, Hans-Jürgen Braun, dass - neben anderen Zwängen - die Vorgaben der Denkmalpflege für den Neubau kaum Möglichkeiten einer kreativen, variantenreichen Gestaltung zuließen, wird von uns jedoch nicht geteilt", erklärt AKH-Sprecher Christof Bodenbach. "Zumal angesichts der Vielzahl von hoch qualifizierten, ebenfalls ortsansässigen Architekturbüros, die sicher gerne das Gegenteil beweisen würden."

Außerdem biete ein geregeltes Wettbewerbsverfahren die Gelegenheit, durch überzeugende Vorschläge und gute Konzepte Lösungen und Spielräume mit dem Denkmalschutz auszuloten. Darüber hinaus erhielte der bisher bevorzugte Architekt die Gelegenheit, sich im Wettstreit mit den Kollegen zu beweisen und seinen Entwurf einer objektiven Überprüfung durch ein kompetentes Preisgericht zu unterziehen.

Gestärkt sieht sich die Kammer in ihrer Position durch das Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden. Dies empfiehlt einen Architektenwettbewerb für diese für Darmstadt besonders wichtige Bauaufgabe an exponierter Stelle, um einen Neubau zu erhalten, der sich "in seiner architektonischen Qualität an der historischen Umgebung messen lässt". Nur ein Wettbewerb, so Bodenbach, könne leisten, was der Bauverein für sich selbst in Anspruch nimmt: ein Verfahren durchzuführen, das "Qualität sichert und Transparenz garantiert".

Darmstadt biete ein "geradezu außergewöhnliches Potenzial: Die Dichte an Architekturbüros, darunter zahlreiche besonders renommierte und erfolgreiche, ist deutschlandweit einzigartig". (ers)

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