Darmstadt

Arbeiten an Jagdschloss Kranichstein

Die Sanierungsarbeiten auf dem Gelände von Jagdschloss Kranichstein werden fortgesetzt. Das Land Hessen unterstützt die Arbeiten mit weiteren 300 000 Euro.

Bereits in der vorigen Woche konnten Besucher von Jagdschloss Kranichstein gleich hinter der Zufahrt zum Schlossgelände beobachten, wie Bauarbeiter mit Spitzhacken und Vorschlaghammern eine Bruchsteinmauer zertrümmerten. Die Wurzeln der auf dem Parkplatz stehenden Bäume hatten der alten Mauer derart zugesetzt, dass sie nun von Grund auf saniert werden muss. Nach Angaben von Onno Faller, der Geschäftsführerin der Stiftung Hessischer Jägerhof, der das Jagdschloss gehört, müssen bis November wegen der geplanten Sanierung der Schlossmauer auch Wege am Backhausteich kurzzeitig gesperrt werden.

Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt die Sanierung mit weiteren 300 000 Euro. Einen entsprechenden Bescheid hat Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) der Stiftung überreicht. Schon im vorigen Jahr hatte das Land den gleichen Betrag für eine neue Heizungsanlage und die Sanierung des an den Schlosspark angrenzenden Backhausteichs zur Verfügung gestellt.

Laut einer Mitteilung des Minsteriums ist vorgesehen, in den nächsten Monaten die historischen Parkmauern, den Teichanleger und das Wegenetz im Schlosspark zu sanieren. Ministerin Dorn teilte nach einem Besuch in Kranichstein mit, bei dem Sanierungsvorhaben handele es sich um ein „ambitioniertes Projekt“. Nach Fallers Angaben ist vorgesehen, im Schlosspark optisch den Zustand des Jahres 1900 wieder herzustellen.

Der weitere Sanierungsplan sieht vor, die technische Infrastruktur der Museumsräume im Jagdschloss zu modernisieren, das im vorigen Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte. Zudem sollen der Brandschutz verbessert und das Museum barrierefrei gestaltet werden.

Auch das Klima in den Ausstellungsräumen soll verbessert werden, sodass künftig auch kostbare Leihgaben adäquat präsentiert werden könnten. Die historischen Sammlungen sollen ebenfalls neu konzipiert und präsentiert werden. So sollen ein öffentliches Schaudepot geschaffen sowie neben Hörstationen auch moderne Bildschirme angeschafft werden, die auf Berührungen reagieren.

Gebaut wurde das Jagdschloss um 1580 von Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt. Im 18. Jahrhundert machte es Landgraf Ludwig VIII. zum Mittelpunkt seiner höfischen Jagden. Von diesen Zeiten zeugen die prunkvollen Salons, die mit Jagdgemälden, Tapisserien sowie Möbeln im Barock- und Rokokostil geschmückt sind.

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