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Dämmmaterial lagert neben der Stadtteilschule Arheilgen.

Darmstadt

Arbeiten an sieben Schulen

Rund 15 Millionen Euro pro Jahr investiert die Stadt in die Sanierung der Gebäude. Ziel ist alle großen Baumaßnahmen in den Ferien zu erledigen.

Die drei alten Pavillons sind verschwunden. Seit zwei Jahren standen die Nebengebäude der Stadtteilschule Arheilgen leer und zuletzt auch im Weg. An ihrer Stelle sollen ab Ostern nächsten Jahres Container stehen.

Dort wird die Verwaltung der Kooperativen Gesamtschule untergebracht. Übergangsweise, so lange, bis die Sanierung des Gebäudes A abgeschlossen ist. Begonnen hat sie in diesen Sommerferien. Es ist eine von vielen Baustellen in Darmstädter Schulen. Wie in jedem Jahr wird in der unterrichtsfreien Zeit dort saniert und gebaut.

„Wir versuchen, alle großen Baumaßnahmen in den Ferien zu erledigen. Vor allem, wenn sie mit Schmutz und Lärm verbunden sind“, sagt Bernd Neis vom Immobilienmanagement der Stadt (IDA), das für den Schulbau zuständig ist. Dabei ist ein großes Pensum abzuarbeiten. Die inzwischen vierte Fortschreibung des Schulbausanierungsprogramms listet für die nächsten Jahre Projekte mit einem Volumen von 220 Millionen Euro auf. Zwischen 2003 und 2011 hat die Stadt bereits rund 120 Millionen Euro investiert – im Schnitt 15 Millionen Euro im Jahr.

Aula wird zum Mehrzweckraum

Zwei größere Projekte haben in diesen Sommerferien begonnen. Eines an der Arheilger Stadtteilschule. Kosten: drei Millionen Euro. Die Planungen sehen vor, den Verwaltungstrakt zu erweitern und unter anderem Büros für Zweigstufenleiter und Schulsozialarbeit einzurichten. Die Aula wird zu einem Mehrzweckraum.

In den vergangenen Wochen hat auch die Sanierung des Flachdachs begonnen. Dabei werden zudem einige Lichtkuppeln entfernt. Im nächsten Jahr folgt die Dämmung der Fassade. Sanierung und Umbau sollen Ende 2015 fertig sein.

Teurer als die Sanierung in Arheilgen ist das Gesamtpaket für die Mornewegschule. Wegen steigender Schülerzahlen sowie der Einrichtung zweier Intensivklassen und einer Vorklasse benötigt die Schule Platz. Den gibt es in dem benachbarten Gebäude Hermannstraße 47, das die Schule bislang nur als Übergangslösung genutzt hat.

Nach den Ferien wird dort permanent Unterricht gehalten. Aus diesem Grund lässt die Stadt jetzt Sanitäranlagen installieren. Gesamtkosten: 875 000 Euro. Vier Mal so viel kostet der Neubau der Turnhalle. Auch diese Arbeiten sollen Ende kommenden Jahres beendet sein.

Neue Toilettenanlagen

An der Wilhelm-Leuschner-Schule und an der Friedrich-Ebert-Schule sind zwar keine neuen Turnhallen geplant, die bestehenden lässt die Stadt aber sanieren. Bis zum Frühjahr 2016 werden an der Ebertschule die Wärme- und die Warmwasserversorgung erneuert und eine Dämmung installiert. Der Sanierungsaufwand an beiden Schulen wird auf zusammen 4,9 Millionen Euro veranschlagt. So richtig Lärm und Schmutz gibt es in den Ferien in der Viktoriaschule. Wände werden durchbrochen, es gibt eine neue Raumaufteilung.

Der Grund: Die Flucht- und Rettungswege in dem Altbau müssen den Vorgaben des Brandschutzes angepasst werden. Zudem gibt es auch räumlich eine neue Struktur von Schuldirektion und Verwaltung. In diesem Herbst sollen die Arbeiten beendet sein. Etwa zur gleichen Zeit soll den Kindern in der Astrid-Lindgren-Schule eine neue Toilettenanlage zur Verfügung stehen. In der Grundschule gibt es zudem einen zusätzlichen Klassenraum für die Kinderbetreuung, nachdem eine Kindergartengruppe ausgezogen ist. Insgesamt investiert die Stadt 300 000 Euro.

Die günstigste Maßnahme hat jetzt an der Lichtenbergschule begonnen. 250 000 Euro investiert die Stadt bis zum Herbst in die Sanierung der Toiletten in einem Unterstufengebäude. (rf)

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