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Blick von der Darmstädter Wooginsel über den Badeteich zum Familienbad, wo der dreijährige Dominik mit Mama und Schwimmhilfen den Nichtschwimmerbereich erkundet. 

Darmstadt

Darmstadt rechnet mit Ansturm auf die Wooginsel

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Bäder-Chef Manfred Rachut rechnet allein am Großen Woog mit bis zu 4000 Besuchern am Tag.

Am Dienstagmorgen ist es noch ziemlich ruhig im Darmstädter Freibad auf der Wooginsel, nachdem das städtische Sportamt am Montag Entwarnung gegeben hatte. Neue Messungen zeigten, dass der Grenzwert für Blaualgen (Cyano-Bakterien) wieder deutlich unterschritten ist. „Wir konnten die Warnstufe zurücknehmen“, sagt Abteilungsleiter Manfred Rachut von den Städtischen Bädern im Sportamt. „In der vergangenen Woche war es kühler und hat auch etwas geregnet.“

Gemessen werde normalerweise alle vier Wochen, jetzt habe man aber den Turnus verkürzt, sagt Rachut. Für die kommenden sehr heißen Tage erwarte man nun einen „Superansturm“ auf den Woog. Mit bis zu 4000 Badegästen am Tag rechnet er am Großen Woog, insgesamt dürften sich dann pro Tag bis zu 20 000 Menschen hier und in den anderen Darmstädter Freibädern und Seen tummeln.

Wenn es so voll ist, gibt es immer auch mal Konflikte, besonders mit Jugendlichen, wie Rachut beschreibt. Im Mühltalbad in Eberstadt setze man deshalb erfolgreich einen externen Sicherheitsdienst ein und habe auch schon Badeverbote ausgesprochen. „Seither ist es besser geworden“, sagt er.

Insgesamt sei die Saison in den Bädern in diesem Jahr bisher recht zufriedenstellend verlaufen. „Speziell am Woog erwarten wir jetzt wieder deutlich mehr Besucher“, sagt Rachut. Das bedeute auch höhere Einnahmen, und das sei bei einem Zuschussbetrieb wie den Bädern natürlich sehr willkommen.

Die Wasserqualität an der Grube Prinz von Hessen ist nach Rachuts Angaben gut, nur am Arheilger Mühlchen seien am Montag zu hohe Blaualgenwerte gemessen worden. „Verboten ist das Baden dort jedoch nicht“, sagt er. „Aber etwa zehn Prozent der Badenden reagieren empfindlich darauf, wenn sie Wasser verschlucken oder einatmen, vor allem Kinder und alte Menschen.“

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