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Angst vor Kürzungen

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Diakonie-Angestellte des Altenpflegeheims "An der Fasanerie" protestieren gegen geplante Lohnkürzungen.

Weniger Lohnerhöhung als vereinbart: Das ist unzumutbar, befinden Angestellte der Diakonie. Mitarbeiter des Altenpflegeheims "An der Fasanerie" in Trägerschaft der Mission Leben, die zur Diakonie Hessen Nassau gehört, protestierten am Samstag gegen geplante Lohnkürzungen.

„Engel brauchen keinen Lohn – wir schon“, skandierte Betriebsratsmitglied Alexander Müller (33). Er ist Leiter des Bereichs Demenz im Altenpflegeheim An der Fasanerie und hatte sich am Samstagmorgen mit 30 weiteren Angestellten des Hauses auf dem Groß-Gerauer Marktplatz getroffen. Mit Transparenten machten sie auf „Lohndumping in der Diakonie“ aufmerksam.

Gegen die Notlagenregelung

„Es gibt 14 Altenpflege-und Wohneinrichtungen, die zur Mission Leben gehören. Vier davon sind nun von der geplanten Lohnkürzung betroffen“, berichtete Müller. Eine Notlagenregelung solle in Kraft treten. Vor einiger Zeit seien Tariferhöhungen von 4,1 Prozent für alle Diakoniemitarbeiter beschlossen worden. Damit liege die Bezahlung noch „knapp zehn Prozent unter dem Niveau anderer Verbände“. Müller erläuterte weiter: „Die Notlagenregelung sieht vor, dass wir in vier Häusern nur zwei Prozent erhalten werden. Zugleich soll die Zahlung des Weihnachtsgelds wegfallen.“

Begründet werde das von der Geschäftsführung der Mission Leben im Bereich Altenhilfe mit „klammer finanzieller Lage.“ Manche Häuser schrieben rote Zahlen, so Müller. „Das Altenpflegeheim Fasanerie gehörte 2012 nicht dazu. Im Rollstuhl begleitete Dieter Polensky (73), Bewohner des Altenheims An der Fasanerie, den Protest. „Weniger Geld ist unfair angesichts der Arbeit, die unsere Pfleger leisten“, sagte er, legte das Plakat mit der Aufschrift „Altenpflege ist mehr wert“ sichtbar auf seine Knie. (lot.)

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