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Anekdoten über DDR-Zeit

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Joachim Gauck.
Joachim Gauck. © dpa

Mit Anekdoten versucht der 70-jährige ehemalige Pfarrer, Bürgerrechtler, Stasi-Unterlagen-Verwalter und Kandidat für das Bundespräsidentenamt, Joachim Gauck, den Bertolt-Brecht-Schülern den Alltag in der DDR-Diktatur nahe zu bringen.

Ein wenig Pathos gestattet sich Joachim Gauck in seinem Vortrag am Dienstagnachmittag in der Bertolt-Brecht-Schule: „Ich saß in der Schule in ihrem Alter, träumte vom Glück und von Freiheit und davon, nicht immer lügen zu müssen. Die Sehnsucht, ein freier, autonomer Mensch zu sein – diese geheime Sehnsucht, frei zu sein, erlischt nie.“

Er schildert den angehenden Abiturienten, wie ihm nach der Stimmabgabe zur ersten freien DDR-Volkskammerwahl im März 1990 die Tränen kamen. „Meine Damen und Herren, ich werde niemals im Leben auch nur eine einzige Wahl versäumen. Ich habe zu lange auf meine erste freie Wahl warten müssen.“

Mit Anekdoten versucht der 70-jährige ehemalige Pfarrer, Bürgerrechtler, Stasi-Unterlagen-Verwalter und Kandidat für das Bundespräsidentenamt den Schülern den Alltag in der DDR-Diktatur nahe zu bringen.

Als schmerzlichen Moment schildert er, wie er mit seinen zwei kleinen Söhnen auf der Mole in Warnemünde stand und einem weißen Fährschiff nachblickte. Auf dem Schiff würden sie gern mitfahren, riefen die beiden Jungen – und Vater Gauck musste ihnen klarmachen, dass es dafür keine Chance gab: Die Fähre fuhr nach Dänemark, jenseits des Eisernen Vorhangs.( bad)

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