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Andrang im Steinbruch hält an

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Die wiedereröffnete Disco und ihr verändertes Konzept locken viele Besucher.

Dass der Steinbruch wieder geöffnet hat, löste Ende Januar bei Fans klassischer Rockmusik generationsübergreifend große Euphorie aus. Endlich wieder Party im „Wohnzimmer“, endlich wieder Rückkehr an den Ort, der die Gäste der Kultdisco oft ein halbes Leben lang begleitet hat.

Nach einigen Monaten, in denen der Betrieb an der B 449 in Nieder-Ramstadt eingestellt war, übernahmen David Thomas Heuser und Alexander Stüllein das 35 Jahre alte Geschäft. Früher waren sie selbst Mitarbeiter und Gäste, jetzt sind sie plötzlich am Steuer. „Die ersten Wochen liefen besser als erwartet“, zeigte sich Heuser jetzt ebenso erfreut wie Alexander Stüllein, gab allerdings zu, dass die Erwartungen anfangs bewusst vorsichtig waren. „Aber wir haben bereits einiges an neuem Publikum akquiriert, obwohl wir noch gar nicht wild geworben haben.“

Zum bisher stärksten Tag hat sich der Samstag entwickelt, doch auch an den anderen Tagen – der Steinbruch hat derzeit freitags, samstags und montags immer ab 21 Uhr geöffnet – seien immer mindestens 150 Gäste gekommen. Montags eher Vintage-Rock für die Älteren, freitags im Wechsel „Schöner Rocken“ und „Ramsch(t)-Rock“, samstags werden vor allem Metal- und Gothic-Fans bedient. Das Konzept scheint zu funktionieren.

Küche öffnet demnächst

„Natürlich ist es nicht der gleiche Laden wie früher. Das ist jetzt eher so, wie wenn man versucht, eine Kindheitserinnerung nachzubauen“, sagt Heuser. Doch allein die Eröffnungsparty am 31. Januar zeigte, dass die Gäste honorieren, dass das Flair von früher nicht verloren gegangen ist. Und das, obwohl beinahe in jeder Ecke modernisiert wurde. Vor allem die früher stark sanierungsbedürftigen Toiletten lösen derzeit kein massives Unwohlsein mehr aus, wenn sie benutzt werden müssen. Auch in die komplette Technik wurde investiert.

Einige Schritte sind bereits geplant, um das Konzept um den Steinbruch weiter auszubauen. Zum einen sollen schon jetzt wieder häufiger Livebands auftreten. So hat sich für den kommenden Samstag, 21. März, die Darmstädter Band „Hopscotch“ angekündigt, die sich seit mehr als zehn Jahren dem „Dirty Rock“ verschrieben hat. Am Karfreitag legen „Mallet“ nach, die schon Gastauftritte bei Deep Purple, James Brown, Udo Lindenberg und den Scorpions hatten.

Die zweite Verbesserung: In wenigen Wochen soll die Küche des Steinbruchs öffnen. Kulinarische Finesse ist wohl nicht zu erwarten, aber gute Pizza gehört durchaus zum Konzept, kündigt Heuser an, der sich bei diesem Punkt nicht in die Karten schauen lassen will.

Dass Rockmusik-Fans künftig häufiger auch donnerstags Party machen können, dürfte sie ebenso freuen wie die Ankündigung, dass schon am Biergarten-Konzept gearbeitet wird, das bei angenehmen Temperaturen die Gäste auch tagsüber locken soll. Die Fans sind nach wie vor auf der Suche nach jeder Veränderung, die das Steinbruch-Theater mit der Übernahme durch die neuen Geschäftsführer erfahren hat.

„Ich freue mich besonders darüber, wenn den Gästen auffällt, dass wir sogar die Decke erneuert haben.“ Erst vor wenigen Tagen wurde zudem ein „Tischkicker“ für den Nebenraum geliefert.

Der Steinbruch bleibt wahrscheinlich auch in Zukunft keine starre Einrichtung. Ein bisschen Baustelle dürfte noch eine ganze Zeit herrschen. Der Party schadet das nicht. (eda)

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