1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Darmstadt

Altes Lokal mit neuen Machern

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Seit Weihnachten war die Thomashütte im Wald zwischen Eppertshausen und Messel geschlossen. Nun gibt es neue Macher mit Ideen und Elan, die wieder Leben in den 300 Jahre alten Gutshof bringen wollen. Neueröffnung ist am 1. Mai.

Wer in diesen ersten Frühlingstagen die Thomashütte am Waldrand bei Eppertshausen besucht, kann gar nicht verstehen, dass diese idyllisch gelegene Traditionsgaststätte zuletzt monatelang geschlossen war. Aber der vorherige Pächter verstimmte Besucher, sparte offenbar am Service. „Das wird uns nicht passieren“, sagt Georg Ramien (37) aus Eppertshausen entschlossen. Er ist der neue Teamchef und wäre allein einen Artikel wert.

Geboren in Groß-Umstadt, Mutter Lehrerin, Vater Puppenspieler und Schauspieler. Auch den Sohn zog’s in die schillernde Zirkuswelt – und in die Todeskugel. Darin dreht Artist und Motorrad-Stuntman Georg Ramien noch heute seine atemberaubenden Runden. Für derlei Abenteuer wird ihm nun weniger Zeit bleiben, „denn wir arbeiten im Moment Tag und Nacht hier in der Thomashütte“. Ziel ist der große Eröffnungstag am 1. Mai. Ab 10 Uhr wird es dann zum Beispiel Live-Musik, Kinderzirkus, Hüpfburg und Motorradstunts auf dem 300 Jahre alten Gutshof geben.

300 Jahre alter Gutshof

„Ich habe hier in meiner Kindheit Ziegen gefüttert, in der Jugend Bembel getrunken und das hessische Essen genossen. Ich liebe einfach diesen Ort“, sagt der Artist. Nach Roncalli und Flic Flac wird’s nun also bodenständig für den stolzen Vater. „Ich möchte mir etwas aufbauen. Nach der Show im Zirkus ist alles vorbei. Das hier soll bleiben.“

Dabei helfen werden ihm Koch Oliver Skopp und Aico Rafiei (30), der bereits eine Shisha-Lounge in Münster betreibt. „Für schnellen, guten Service haben wir 15 bis 20 Helfer in Küche, Restaurant und Biergarten“, verspricht Gastronom Aico Rafiei.

In der Küche selbst, die weiter hessisch und urig sein soll, ist Meister Oliver Skoop der Chef. Nach Schweiz, Dubai und Paris nun also die Thomashütte. „Es wird eine kleine Karte mit frischen, regionalen Produkten geben“, kündigt er an. Die Erfahrungen aus der Sterne-Gastronomie sollen sich auf dem Teller, im Biergarten, aber nicht auf der Rechnung wiederfinden. Wer schon Lust bekommen hat, kann an den zwei kommenden Probe-Öffnungswochenenden (freitags bis sonntags) bereits das neue Thomashüttenteam testen – vor dem großen Tag am 1. Mai. (piz.)

Auch interessant

Kommentare